
Stadtplan Flensburg
Startseite
Flensburg online
eMail an "Flensburg online"
Werbemöglichkeiten
auf dieser Seite
Siehe vielleicht auch Ritter in
Flensburg
Schon
mal das "Flensburg online" Radio gehört?
Hier
hören
Siehe vielleicht
auch unsere Infoseite Ochseninseln
Bücher –
Die
Bibel, Einheitsübersetzung
Asen,
Wanen und Riesen von Gustav Schalk
Riesen & Drachen
Märchen aus mehreren Erdteilen
"Ymir, oder
nach der riesen sprache Örgelmir, war der ersterschafne,
und aus seines leibs ungeheurer masse wurde hernach erde, wasser, berg
und wald erzeugt.
Ymir selbst entsprang aus geschmolznem reif oder thau."
Bücher –
Die
Bibel, Einheitsübersetzung
Asen,
Wanen und Riesen von Gustav Schalk
Riesen & Drachen
Märchen aus mehreren Erdteilen

Und wie sehen Zwerge Flensburg?
Hier gucken...
|
Riesen
Die Ochselninseln in
der Flensburger Förde verdanken ihre Entstehung einem bei
Flensburg lebenden Riesen.
Von Riesen ist
bereits in der Bibel die
Rede:
"Als
sich die Menschen über die Erde hin zu vermehren begannen
und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne,
wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich
von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel.
Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im
Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig
Jahre betragen.
In jenen Tagen gab
es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die
Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder
geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer."
Die
Bibel, Genesis 6,1 - 8
Riese bei Flensburg
Auch
bei Flensburg lebte ein Riese.
Die Überlieferung weiß davon zu berichten, dass die in der Flensburger
Förde liegenden Ochseninseln entstanden, als ein Riese über die Flensburger
Förde sprang – von seinen Schuhen fielen einige Klumpen Dreck ins
Wasser… die Ochseninseln waren entstanden.
Mittlerweile sind Riesen und Riesinnen hier auf der Erde ausgestorben: "gleich
den urwäldern und ungeheuern thieren der vorzeit werden die riesen allmälich
von der erde ausgerottet und für alle helden wechseln riesenkämpfe
mit drachenkämpfen."
Riesen? Wie
sind die denn so?
Riesen
und Riesinnen können "steinalt" werden. Geistig
sind "die riesen tief gestellt unter die menschen". Befinden
sich also auf einer unteren Stufe der geistigen Entwicklung.
Den Riesen wird Dummheit und eine plumpe Natur beigemessen. Sie verfügen
aber auch über Vernunft; allerdings keine selbsterworbene. In vielen Berichten
wird die Treue der Riesen gerühmt.
Der Riese begeht Unrecht, "weil er in seiner ungeschlachtheit alles geringschätzt".
Allerdings "auch den frühsten riesen sinn und klugheit beigelegt",
obwohl diesen Titanen "alle spuren göttlicher veredlung fehlen".
"Gleich den zwergen erscheinen die riesen diebisch."
Den Göttern und Menschen gegenüber sind die Riesen
und Riesinnen mal freundlich, mal feindlich.
Einzelne Götter sind mit Riesinnen vermählt: Thôrr mit Iarnsaxa,
Freyr mit der schönen Gerdr; die Riesin Gunnlöd ist Odins Gliebte.
"Unter den asen ist Thôrr der größte
riesenfeind, er schlägt ihnen, wie Jupiter, donnerwunden, sein hammer hat
vielen die häupter zermalmt; wenn Thôr nicht wäre, sagt ein nordisches
Sprichwort, so würden die riesen überhand nehmen."
und
"Die furcht der riesen vor Thor ist so groß, daß wenn
sie donnern hören sie sich in felsenklüfte und unter bäume verbergen…"
"Eine große, menschliches maß weit überragende
gestalt wird allen riesen beigelegt, sie stehen gleich bergen und hohen bäumen,
starr und unbeholfen.
nach dem neugriech. volksglauben waren sie groß wie pappeln, und konnten
sich, wenn sie niederfielen, nicht wieder aufrichten."
Jacob Grimm weist darauf hin, dass die Riesen vielleicht ältere
Naturgötter sind, die einem jüngeren, überlegenen Göttergeschlecht
weichen mußten.
Ungebändigte
Naturkraft
"In
den riesen überhaupt waltet volle, ungebändigte naturkraft,
die jene überschreitung des lieblichen maßes, trotzigen übermut,
also misbrauch des sinnlichen und geistigen vermögens zur folge
hat, und zuletzt ihrer eigenen last erliegt."
"Ein solches wesen ist in seiner ruhe gutmütig und
plump; aufgereizt aber wild, tückisch und heftig. (…) Wenn die riesen
von wut entbrennen, so
schleudern sie felsen, reiben flamme aus steinen, drücken wasser aus steinen,
entwurzeln bäume, flechten tannen wie weiden und stampfen mit dem fuß bis
ans knie in
die erde."
Keine Einäugigkeit
bei deutschen Riesen
Den
Zykklopen bei Homer wird eine unmäßige Gier nach Speise
und Trank zugesprochen.
Interessant übrigens: Jacob Grimm ("Deutsche Mythologie") hat
bei seinen Nachforschungen keinen Beleg gefunden, dass bei "unseren" Riesen
Einäugigkeit wie bei den griechischen Zyklopen berichtet wurde. Jedoch: "sie
sind aber gleich ihnen und den alten göttern oft mit mehrern händen
und häuptern ausgestattet."
"Meist aber
scheinen die riesen wolgebildet und von vollkommem wuchs; riesentöchter
sind der höchsten schönheit fähig, z.b. Gerdr, von
deren glänzenden armen, als sie die hausthüre schließt,
luft und wasser widerleuchten."
Das niederdeutsche Wort 'hüne' wird gleichbedeutend mit 'Riese'
benutzt: "grot as en hüne". "riesenhügel, riesengräber
heissen hünebedde, hunebedden" (Bett wird in diesem Zusammenhang als
Grab, als Ruhestätte Toter benutzt).
Belebte Steinmassen
"Man
dachte sich die riesen auf felsen und bergen hausend; ihre ganze natur
hängt mit dem steinreich zusammen, sie sind entweder belebte steinmassen,
oder versteinerte, früher lebendige geschöpfe."
Wir lasen bereits, dass die Riesen steinalt wurden. "vielleicht
darf man die noch jetzt fortlebende zusammensetzung steinalt aus dem
hohen alter der riesen erklären, das dem der berge und felsen nahe kommt."
Zitate entnommen: Deutsche Mythologie von Jacob Grimm, Graz, 1968, S. 429
ff
Nachdruck der 4. Auflage, Berlin 1875-78 |