| Flensburg
online: Ansprache zur 20. Ökumenischen St.Ansgar-Vesper 2002
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| Ansgar-Gedenken Vorweggenommene Einheit: St. Ansgar Vesper |
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Nicht nur
ein Ansgar-Gedächtnis
Von Jesus ergriffen
Klares Ziel
Liebevolle Mission
Das Beste kommt noch
Das Vertrauen des Fallschirmspringers
Es wird Frucht tragen
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Am 3. Februar
2002 wurde in der vollbesetzten römisch-katholischen Pfarrkirche
St.Marien-Schmerzhafte Mutter eine Ökumenische St.Ansgar-Vesper
begangen zum 20. Mal in Flensburg. 27 Pastoren, Pastorinnen,
Priester und Diakone aus neun verschiedenen Kirchengemeinschaften zogen
in die Kirche ein. Wir begehen heute
seltsam angerührt und betroffen von der Glaubens-Vision des heiligen
Ansgar und sehr dankbar für seinen Missionsdienst auch in Schleswig-Holstein
wir begehen heute also zum 20. Mal in Flensburg das Gedächtnis
des großen Kirchenmannes Ansgar. Vier Dinge sind mir im Blick auf Ansgar von diesem Wort her wichtig. 1. Wie Paulus, so ist auch Ansgar ein
von Jesus Christus Ergriffener. Er gehorcht nun seinem Heiland ganz
und total. Das prägt ihn seit früher Jugend, entwickelt sich
weiter im Kloster Corbie an der Somme, das begleitet ihn als Priester
und bestimmt seine Glaubens-Existenz auf der Reise durch das Leben.
Ansgar lebt diesen Eingriff Gottes; ja, er lebt von diesem Zugriff aus
der Höhe. Und das ist wahrlich etwas Großes! Diese Größe
zeigt sich bei Ansgar durch ausgeprägte Glaubenszuversicht, starke
Heilsgewissheit und brennenden Eifer zur Wortverkündigung. Und der Weg dahin? In der Kraft Gottes
wollte Ansgar Menschen vom Glauben überzeugen, nicht zum Glauben
zwingen. Achtsam ging er auch mit Menschen um, die nichts von Christus
wussten. Für ihn gibt es keine Bekehrung mit Feuer und Schwert.
Von ihm ist auch kein heidnisches Heiligtum zerstört worden. Ansgar
konnte warten, bis die falschen Götter ausgedient hatten. Und dabei
war er ein eher ungeduldiger Mensch. Aber in seinem Vorgehen, in seiner
Methodik zeigte er seine Ungeduld nicht, lebte er keinen hektischen
Eifer. Seine Methode beschreibe ich als liebevolle Mission. Ich könnte
auch sagen: Bei Ansgar kam "die liebende Art Jesu zu leben"
zum Vorschein. Mit dieser Missionsmethode wurde Ansgar bald Vorbild,
Vordenker und Lehrer seiner Kirche. Er entwickelte seine Art, Mission
zu treiben, zur Meisterschaft. Das ist etwas Großes! 3. Ansgar kam aus dem Kloster Corbie.
Rimbert, sein Freund und Nachfolger im erzbischöflichen Amt, schrieb
nach Ansgars Tod eben an dieses Kloster einen langen Bericht, eine Vita,
über Leben, Wirken und Sterben des großen Missionars. In
dem Kapitel über Ansgars Ende wird berichtet, wie er sich auf seinen
Tod vorbereitete: Immer wieder betete er: "In deine Hände
befehle ich meinen Geist." Und beim Empfang von Christi heiligem
Leib und Blut forderte er seine Mitarbeiter auf, geistliche Lieder zu
singen und Psalmen zu beten. 4. In unserem Bibeltext
aus dem Philipperbrief schreibt Paulus von sich: "Ich meine nicht,
dass ich es schon geschafft habe oder gar am Ziel bin." Für
Paulus eine ehrliche Einschätzung seiner Lage und seiner Möglichkeiten.
Bei Ansgar können wir einen ähnlichen Wirklichkeitssinn vermuten.
Er kann sagen: "Alles, was ich habe, habe ich von Gott empfangen."
Dieser überlieferte Satz zeugt von großer geistlicher Klarheit. Zum Schluss lese ich aus einem Brief, den Bischof Ebo von Reims an den altgewordenen Apostel des Nordens schrieb (Er gilt wohl auch für uns.): "Sei ruhig! Was wir im Namen Jesu zu schaffen begonnen, muss Frucht tragen im Herren. Ich weiß es sogar: Auch wenn unser Unterfangen bei diesen Völkern ob unserer Sünden zuweilen aufgehoben wird, gänzlich ausgelöscht werden kann es nie mehr. Es wird Frucht tragen in der Gnade Gottes und erfolgreich sein, bis der Name des Herrn die Grenzen des Erdreichs erreicht." Soweit Ebo von Reims. |
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Flensburg online Ansprache zur 20. Ökumenischen St.Ansgar-Vesper / Feb-2002 |
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