Tja, dieser Planet gehört halt nunmal 1.000 reichen Familien. Und die hören anscheinend nicht die richtige Musik… Ray Davies, der Gründer von THE KINKS, mittlerweile auch schon 61 Jahre alt (Hurra! Endlich 50! Ab ins Internet), beklagt in einem Interview mit der ZEIT (Ausgabe 21 vom 18.5.2006), daß sich seine Hoffnung, die Welt verändern zu können, nicht erfüllt habe.
Wörtlich sag Ray Davies: “Wie jede junge Generation glaubten wir fest daran, die Weltverändern zu können.” Bands wie die Beatles und die Stones seien “auf derganzen Welt gehört und verstanden” worden. “Aber wir hatten unsgetäuscht. Vielleicht haben wir es geschafft, die Sensibilitäteiniger Menschen zu verändern. Aber es ist uns nicht gelungen, zumKern der Gesellschaft vorzudringen. Inzwischen glaube ich: Als Musiker einen radikalen Gesellschaftswandel erreichen zu wollen istleider illusorisch.”
Die Welt ändern zu wollen ist ja auch der völlig falsche Ansatz. Ändere dich selber und du hast die Welt geändert.
Und da hapert es bei dem Musiker Ray Davies. Denn in der ZEIT lesen wir: Davies würde gerne “die Leute um sich herum glücklich machen”. Imdirekten Kontakt gelinge ihm das aber “leider sehr selten”: “Ich komme nicht gut mit Menschen zurecht.” Kommunikation gelinge ihm “eigentlich nur über seine Songs”.
Nicht sonderlich optimistisch auch das, was wir von Davies über ihn selber lesen: Er habe begriffen, daß er sein innerstes Wesen nicht grundsätzlich ändern kann. Dass ich wohl niemals ein ausgeglichener, glücklicher Menschsein werde. Sein Leben sei geprägt davon, “dass ich mein privates Glück häufig der Musik geopfert habe. Das ist sehr traurig, aber so bin ich eben”.
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