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Blumen in Neuwied: Bürgergarten

Sie war als “fleur-de-lis” das Wappensymbol der französischen Königsfamilie der Bourbonen. Und ihre wohlklingende botanische Bezeichnung erhielt sie nach der Göttin des Regenbogens aus der griechischen Mythologie. Die Rede ist von der Iris oder, zu deutsch, von der Schwertlilie, die mit ihren vielfältigen Arten und Sorten als Zuchtform Gärten unserer Heimat ziert, wild wachsend aber eine Seltenheit ist. Ihr widmet sich Autor Jürgen Moritz in unserer Reihe über “Raritäten in der Neuwieder Natur”.
Der Monat der Irisblüte ist übrigens der Juni. Es beginnt mit der Deutschen Schwertlilie, der Iris germanica, und ihrer prachtvollen Farbenvielfalt und endet mit der tiefblauen Wieseniris, der Iris sibirica. Beide sind wild wachsend in ihren natürlichen Lebensräumen geschützt.

Die Vielfalt der Iris-Sorten und Hybriden ist überwältigend und geht in die Tausende. Besonders die Iris germanica stellt in ihrer Blüte fast alle Farben des Regenbogens dar. Mit etwas Geduld kann man sogar das Entfalten einer Irisblüte beobachten, deren Blütenblätter sich voll Wasser saugen.

Aber nicht nur die Blütenpracht dieser Pflanzenfamilie ist beeindruckend, sondern auch der Geruch mancher Irisblüten. Mal duftet es nach Kakao, mal nach Holunder oder auch nach Pflaumen, um nur einige Duftnoten zu nennen. Daneben gibt es aber auch die Stinkende Iris, die jedoch den etwas anrüchigen Namen durch schmucke leuchtend rote Samen wieder wettmacht.

Wild wachsend treffen wir auch in unserer heimischen Natur gelegentlich auf die Deutsche Schwertlilie, vielleicht auch auf die Holunder Schwertlilie, deren Vorkommen schon von dem frühen Neuwieder Botaniker Neinhaus im 19. Jahrhundert beschrieben werden. Es sind oftmals Relikte aus alten Bauern- oder Burggärten. Auch die Gelbe Schwertlilie schmückt gelegentlich Bach- und Teichränder. In anderen Regionen unserer Heimat finden wir darüber hinaus noch die Bastard-, Nacktstengelige, Bunte oder Grasblättrige Schwertlilie.

Da es besonders von den Bartiris-Arten Hunderte von farbenfrohen Hybriden gibt, hat der Autor unserer Serie, Jürgen Moritz, angeregt , einen Irisgarten anzulegen. Und zwar als einen mit wenig Aufwand verbundenen Beitrag Neuwieds zur großen Blumenschau des Jahres 2011, der Bundesgartenschau (BUGA) in Koblenz. Damit diese Anlage gelingt, möchte er ab Herbst alle naturbegeisterten Gartenfreunde Neuwieds mit einbinden, um so nicht nur einen Irisgarten, sondern zugleich auch einen “Bürgergarten” zu schaffen.

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