Anzeige -Der Videospielhersteller und Publisher Activision hat seine erfolgreiche Gitarren-Spiel-Serie Guitar Hero um einen neuen Titel erweitert. Seit vergangener Woche ist “Guitar Hero: Aerosmith” im Handel erhältlich und bietet Hobby-Gitarristen die Möglichkeit, auf den Spuren der Kult-Rockband aus den USA zu wandeln.
Mit dem aktuellen Ableger der Spielreihe will nicht nur Activision die Erfolgsgeschichte Guitar Hero weiterschreiben, sondern auch die beteiligten Musiker selbst versprechen sich einiges von ihrem eigenen Videospiel. Die für die Realisierung des Titels eingegangene Kooperation zwischen Musik- und Videospielindustrie stellvertretend für einen generellen Trend zu sehen.
Hintergrund sind dabei wohl nicht zuletzt auch die kräftigen Umsatzeinbußen im traditionellen Tonträger-Verkaufsbereich, die der Musikbranche in den vergangenen Jahren zunehmend zu schaffen gemacht haben. Um die dort erzielten Verluste wieder ausgleichen zu können, suchen Künstler bereits seit geraumer Zeit verstärkt nach alternativen Wegen, neue Umatzkanäle zu erschließen.
“Kooperationen mit der Videospielbranche können für Künstler um einiges lukrativer sein als alles, was man in dieser Hinsicht in der Musikbranche erreichen kann”, zitiert das Wall Street Journal Irving Azoff von der für Aerosmith zuständigen Managementfirma Front Line Management.
Die Musiker hätten so die Möglichkeit, ihre Einkünfte um ein beträchtliches Maß zu steigern. “Auf diese Weise können Millionen von Dollar schon vorab kassiert werden. Zusätzlich ist die Band auch großzügig an dem Verkaufsumsatz des Videospiels beteiligt”, schildert Azoff.
Laut Bericht erwarte sich Aerosmith durch die Veröffentlichung des Spieltitels sogar mehr Einnahmen zu erzielen als durch eines ihrer vielen Studioalben.
“Musikspiele können sich auch sehr günstig auf die traditionellen Verkaufszahlen meiner Klienten auswirken”, stellt Azoff fest. So sei der Verkauf des Aerosmith-Songs “Same Old Song and Dance” nach der ersten Woche nach Veröffentlichung von “Guitar Hero III: Legends of Rock” um 130 Prozent gestiegen. Diese verkaufsfördernde Wirkung bestätigt auch Patric Roos, PR-Executive bei Activision Deutschland, im Gespräch mit pressetext.
“Die Albumverkaufszahlen und Downloads von einzelnen Songs der Interpreten, die in Guitar Hero III vertreten sind, stiegen nachweisbar signifikant an”, betont Roos. “Kooperationen zwischen der Videospiel- und der Musikindustrie sind ein potenziell viel versprechender Weg für die Zukunft”, ergänzt Roos. Derartige Partnerschaften würden positive Synergieeffekte für beide Seiten entstehen lassen.
