“Wir werden heute Abend alle unzufrieden nach Hause gehen” – mit diesem Resümee musste Bürgermeister Dr. Uli Paetzel nach der Bürgerversammlung zum Thema “Bahnlärm” seine Gäste verabschieden.
Die Vertreter der Bahn hatten zuvor die Hoffnungen der Anwohner auf eine schnelle Lösung ihres Lärm-Problems zerschlagen. Jetzt reagierte der Bürgermeister mit einem Brief an Bahn-Chef Mehdorn.
Die vom Pressesprecher der Bahn aufgezeigten Perspektiven – nämlich die einer langfristigen “Lärmsanierung” – seien von den Anwesenden als unzureichend empfunden worden, kritisierte Uli Paetzel in dem Schreiben. Auch die politischen Parteien hätten sich eingeschaltet und Unterschriften für Schallschutzmaßnahmen an der Bahnlinie gesammelt.
“Diese leite ich hiermit an Sie weiter, verbunden mit der Bitte, sich persönlich diesem dringenden Anliegen der Menschen in Herten zu widmen und für schnellstmögliche Maßnahmen Sorge zu tragen.”
Darüber hinaus hatte Uli Paetzel bereits im Vorfeld zu der Bürgerversammlung Kontakt zum Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und zu allen betroffenen Kommunen entlang der Hamm-Osterfeld-Linie aufgenommen.
“Wir müssen gemeinsam den politischen Druck auf die Bahn erhöhen, um zu einer erträglichen Lösung für die Anwohner zu gelangen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Menschen Tag und Nacht in ihrer Ruhe gestört werden.”
Schon geklickt? Lärm macht krank
Gewußt? In einem reinen Wohngebiet sind nachts 35 dB(A) erlaubt. Aber beispielsweise im Kurpark von Bad Oldesloe ging von einer Saatkrähenkolonie ein Heidenlärm aus: nachts wurden bis zu 62 dB(A) gemessen. Lärm der Saatkrähen




