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Millionäre und der Blubb

Kulinarisch kann man sich darüber streiten, denn nicht immer schmeckt das Glatte, Schöne besser als das Rumplige, schief Gewachsene. Ich ziehe immer noch eine faltige Ochsenherz-Tomate jeder stromlinienförmigen Holland-Tomate vor, und auf 24 Karat im Essen kann ich gern verzichten. Auf einer Schmuckpräsentation von Bulgari kam ich einmal in den Genuß von Risotto mit Blattgold, sah nett aus, schmeckte aber kaum nachhaltig. Und war nicht weiter schlimm. Deshalb verstehe ich es auch nicht so ganz, wieso sich alle Welt darüber aufregt, daß es auf der Millionaire Fair dieser Tage güldene Lutscher und in Blattgold gewickelte Zigarren gibt. Wo sonst, wenn nicht auf so einem Protzmarkt? Dekadent ist das nicht. Mich regt es weit mehr auf, wenn reiche Bengel trotz ihrer finanziellen Potenz ihrem Luxuskörper Fast Food von McDonald’s zumuten, wo sie sich doch wirklich besseres leisten könnten. Am Gold können sie von mir aus gerne ersticken.
(Bild: deLafée/Promo)

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