Es war ein nicht alltägliches Versteck, in dem am Dienstagnachmittag, dem 23. Dezember 2008, ein Autofahrer auf der A 3 eine scharfe Pistole samt reichlich Munition transportierte.
Dass die Fahnder der Autopolizei Aschaffenburg aber ausgerechnet in dem so aufwändig präparierten Atlas nachschauen würden, damit hatte der 36-jährige Türke vermutlich nicht gerechnet. Auf den Mann kommt jetzt eine Anzeige zu.
Pistole und Munition im Autoatlas
Es war eine Routinekontrolle, die die Streifenbesatzung der Autobahnpolizei auf der Autobahn bei Weibersbrunn um 15:30 Uhr durchführte. Als die Zivilfahnder begannen, sich in dem Heidenheimer BMW etwas genauer umzuschauen, stießen sie zunächst im Gepäck des Mannes auf ein feststehendes Messer.
Nachdem der Fahrer immer unruhiger wurde, war die dienstliche Neugierde der Beamten erst recht geweckt.
Es fiel ihnen dann auch ein Autoatlas in die Hände, mit dem bei oberflächlicher Betrachtung alles absolut in Ordnung schien. Als die Polizisten den Atlas öffneten, staunten sie nicht schlecht, als sie darin in einem eigens präparierten Versteck eine Pistole mit sieben Schuss Munition fanden.
Die Seiten waren so herausgeschnitten, dass nicht nur für die Waffe, sondern auch für eine Schachtel mit weiteren 47 Patronen genügend Platz war.
Der Türke wurde festgenommen und die Pistole, die Munition und das Messer sichergestellt. Eine erste Überprüfung der Waffe ergab, dass sie bereits seit längerer Zeit als verloren gemeldet war. Nachdem eine Wohnungsdurchsuchung negativ verlaufen war, kam der 36-Jährige nach Abschluss der restlichen polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft am späten Abend wieder auf freien Fuß.
Gegen den Beschuldigten wird jetzt Anzeige wegen Verstößen nach das Waffengesetz eingeleitet. Die Ermittlungen zur Herkunft der Pistole dauern an.




