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7 Verletzte und 1 Mio Schaden. Brand im Chemie-Labor an Uni Bayreuth

Ein Brand in einem Labor an der Bayreuther Universität forderte am Donnerstagnachmittag, dem 19. März 2009, sieben Verletzte. Ein 26-jähriger Student erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen.

Feuer bei Chemieunfall in Bayreuth: Labortrakt von außen (Foto: Polizei Bayreuth)
Feuer bei Chemieunfall in Bayreuth: Labortrakt von außen (Foto: Polizei Bayreuth)

Die Ermittler gehen von einer Explosion oder Verpuffung am Labortisch im zweiten Stock des Fachbereichs für organische Chemie aus.

Um 13.54 Uhr erhielten Feuerwehr und Polizei die ersten Notrufe. Ein Brand im Fachbereich für organische Chemie an der Bayreuther Universität lautete die Meldung, außerdem soll es mindestens einen Verletzten geben.

Eintreffende Einsatzkräfte konnten starke dunkle Rauchentwicklung aus den Fenstern eines Gebäudeflügels im zweiten Obergeschoss des Gebäudes erkennen.

Chemieunfall in Bayreuth: Feuerwehr im Einsatz (Foto: Polizei Bayreuth)
Chemieunfall in Bayreuth: Feuerwehr im Einsatz (Foto: Polizei Bayreuth)

Die Bayreuther Feuerwehr rückte mit rund 50 Mann an, um gegen das Feuer im zweiten Obergeschoss vor zu gehen. Sofort wurde auch ein 26-jähriger Student von Notarzt und Rettungsassistenten versorgt.

Er hatte schwere Gesichtsverletzungen erlitten und wurde später mit einem Rettungshubschrauber nach Erlangen verlegt. Sechs weitere Personen erlitten durch die starke Rauchentwicklung Atembeschwerden und mussten behandelt werden, darunter eine schwangere Frau.

Die Feuerwehr ging mit schwerem Atemschutz vor. Größtes Problem für alle Einsatzkräfte war, dass man nicht wusste, was genau brennt und ob gefährliche Gase entstehen können. Das Areal um den Brandort wurde weiträumig abgesperrt. Über Radiosender wurden Warnmeldungen veranlasst. Das Feuer war nach 45 Minuten unter Kontrolle. Um 15.45 Uhr konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr schließlich Feuer aus melden.

Chemieunfall in Bayreuth: Rauchentwicklung im zweiten Stock (Foto: Polizei Bayreuth)
Chemieunfall in Bayreuth: Rauchentwicklung im zweiten Stock (Foto: Polizei Bayreuth)

Zur Stunde sind Chemiker zusammen mit Ermittlern der Kriminalpolizei vor Ort. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Fest steht, dass der 26-Jährige in dem Labortrakt gearbeitet hat. Der Professor, der ihn betreut hat, steht noch unter Schock. Der Brandherd liegt im Bereich eines Labortisches.

Anhand der Spurenlage kann davon ausgegangen werden, dass es eine Explosion oder Verpuffung gegeben hat. Die Ermittlungen dauern an. Erste Schätzungen gehen von einem Sachschaden von mindestens einer Million Euro aus.

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