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Eurovision Song Contest: Muß man sich für deutschen Beitrag beim Grand Prix in Moskau schämen?

Die in Cottbus erscheinende “Lausitzer Rundschau” (Vorabmeldung 15.05.09) kommentiert über den deutschen Beitrag für den Grand Prix in Moskau:

“Die Meinungen über den Eurovision Song Contest gehen weit auseinander. Für die einen ist der größte Musikwettbewerb der Welt nicht mehr als “Ein bisschen Frieden” und die Erinnerung an die gute alte Zeit von guter Musik.

Für andere ist er spätestens seit den Nussecken von Guildo Horn eine Veranstaltung, die die (Musik-)Welt nicht braucht. Nun, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und unstrittig ist auch, dass der letzte Platz der No Angels in Belgrad im vergangenen Jahr nicht die Qualität der deutschen Musikindustrie widerspiegelt.

Klar ist auch, dass die übertragende ARD nach Pleiten, Pech und Pannen der deutschen Teilnehmer in den vergangenen Jahren bei ihrer Live-Überragung endlich wieder einmal einen erfolgreichen deutschen Beitrag präsentieren will. Doch auch hier heiligt der Zweck die Mittel nicht. Sich dem Trend der osteuropäischen Starter zu beugen und anstelle von überzeugender Musik nun auf erotische Bühnenshows zu setzen, ist schlicht und einfach mit dem Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht mehr zu vereinbaren.

Gebührengelder finanzieren nun den Auftritt des Hamburger Produzenten Alex Christensen und des Musicalsängers Oscar Loya mit der US-amerikanischen Burlesque-Tänzerin Dita von Teese. Da bleibt einziges Fazit: Willkommen auf dem Niveau der Privatsender.

Was bleibt, ist die Erinnerung an “Ein bisschen Frieden”. Damals musste man sich für den deutschen Beitrag – unabhänig davon, ob man die Musik mochte oder nicht – zumindest nicht schämen.”

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