Kommentar -
Ich bin als Kind mit “Negerküssen” aufgewachsen. Und hab kein einziges Mal dabei irgendwas Negatives über schwarze Menschen gedacht. Und ich habe viele, viele Negerküsse in meinem Leben verschmatzt.
“Neger” hat doch keinerlei negativen Beigeschmack. Aber beispielsweise in Polizeiberichten ist jetzt immer political correct von “Schwarzafrikaner” die Rede; “Neger” gibt es keine mehr. Lächerlich.
Ich meine, wir brauchen uns nicht zu streiten. “Nigger” – das ist ein verachtenswertes, rassistisch ausgerichtetes Schimpfwort. Aber “Neger” in keinster Weise.
Insofern weiß ich auch nicht, was eine Initiative wie die vom FDP-Politiker und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil eigentlich soll. Der FDP-Politiker macht sich dafür stark, daß man in Bayern nicht mehr “Neger” für ein altbekanntes Cola-Weißbier-Mischgetränk sagt (gefunden bei der Süddeutschen im Internet am 28.07.2009)
Der FDP-Politiker bringt in einem Schreiben an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband zum Ausdruck, daß er die Getränkebezeichnung für “rassistisch” hält. Seiner Ansicht nach soll der Begriff von den Getränkekarten verschwinden.
Also wirklich. Ich war und bin zwar kein großer Weißbier-Trinker, aber im Englischen Garten habe ich früher beim Genuß des einen oder anderen Cola-Weisse-Mischgetränks, das man “Neger” nannte, ebensowenig Rassistisches gedacht oder empfunden wie bei den lecker-schmatzigen Negerküssen.
Ich glaube, diese ganze Bewegung mit neuen Worten und Begriffen wird mit der übertriebenen (vermeintlichen) political correctness erst einmal die Menschen völlig verunsichern (siehe auch Neusprech bei 1984 von George Orwell); wenn das Faß überläuft, werden die Menschen einfach die Schnauze voll haben und sich nicht mehr vorschreiben lassen, wie sie sprechen dürfen.
Das ist doch auch lächerlich. In Polizeiberichten ist von “Südländern” die Rede, wobei jeder Beteiligte weiß, daß es Türken sind. Warum darf keiner (mehr) sagen, was doch eh jeder weiß? Und außerdem: “Türken” ist in keinster Weise ehrabrührig.
Allerdings ist zu befürchten, daß gewisse linkslastige Kreise in Deutschland nicht gerne sehen, wenn der Bevölkerung das ganze Ausmaß nicht erfolgreich durchgeführter Integration türkischer Einwanderer bewußt werden würde. Erinnern wir uns an Jugendrichterin Heisig (sie verhandelt Fälle aus dem Berliner Stadtteil Neukölln); sie schrieb in BILD.DE: “Von der Gesamtheit der Intensivtäter haben 80 Prozent einen Migrationshintergund.” 45% davon arabische Täter
34% davon türkischstämmige Täter.
Man muß sich fragen, wer hat eigentlich ein Interesse daran, daß man nicht mehr sagen darf, was man denkt. Denn im Rahmen unseres Grundgesetzes und den gesetzlichen Bestimmungen für ein friedfertiges Miteinander dürfen wir denken und sagen, was wir wollen. Wobei Rassistisches natürlich völlig zu Recht nach den schrecklichen Erfahrungen des 1.000-jährigen Reichs der menschenverachten Nazi-Diktatur durch entsprechende gesetzliche Regelungen mit Strafe belegt ist.
Deshalb meine ich: Neger ja; Nigger natürlich nicht.
(aus Wikipedia) “Neusprech“ bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich veränderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation der Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Damit sollen sogenannte Gedankenverbrechen unmöglich werden. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die Bevölkerung so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Worte dazu fehlen. (“Neusprech” bei Wikipedia)




