Friedensaktion in Saarbrücken

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Am 1. September 1939 marschierte Deutschland in Polen ein. Der erste Schritt für Hitlers Plan, die Weltherrschaft zu erreichen. Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen wurde der bislang größte Land-, Luft- und Seekrieg der Geschichte entfesselt.

Er dauerte fast sechs Jahre und endete am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Nazi-Deutschlands. Die Bilanz dieses Krieges war verheerend: rund 55 Millionen Tote, davon alleine sechs Millionen Juden, 35 Millionen Verwundete und drei Millionen Vermisste. Nie zuvor waren bei einer militärischen Auseinandersetzung so viele Zivilisten ums Leben gekommen, nie zuvor gab es materielle Schäden dieser Dimensionen.

Nach dem Ende des Krieges begann in Deutschland die Entwicklung zu der liberalen und demokratischen Gesellschafts- und Staatsordnung, in der wir heute leben. Deutschland, Auslöser und Verursacher des Krieges, wurde wieder in die Völkergemeinschaft aufgenommen.

Am Dienstag, dem 1. September 2009, 11 bis 16 Uhr, findet in der Saarbrücker Bahnhofstraße, Höhe ehemaliges Kaufhaus SinnLeffers, eine Friedensaktion zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges statt.

Zu der Kundgebung laden die Landeshauptstadt Saarbrücken, der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, die Willi Graf Realschule Saarbrücken, die Landeszentrale für Politische Bildung Saarland, die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes Saar, die Synagogengemeinde Saar, der Deutsche Gewerkschaftsbund Saar, das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel und der Landesjugendring Saar alle Bürgerinnen und Bürger ein.

Die Kernaussage der Friedensaktion lautet: „Was an diesem Tag begann, endete mit 55 Millionen Toten, davon sechs Millionen Juden.“ Ein eigens für die Aktion angelegtes Rasenbeet, auf dem das Wort „Frieden“ in großen Buchstaben zu lesen sein wird, erinnert noch bis Donnerstag, 3. September, an den Kriegsausbruch 1939. Zudem werden am Dienstag in zwei Zelten Ausstellungen über die Zerstörung Saarbrückens und über die Arbeit des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge gezeigt.

Bei der Veranstaltung werden zunächst die Schülerinnen und Schülern der Willi Graf Realschule Saarbrücken in einem einleitenden Textbeitrag an den Kriegsbeginn erinnern. Danach sprechen Bezirksbürgermeisterin Christa Piper, Kurt Schoenen (Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge), Richard Bermann (Synagogengemeinde Saar), Horst Bernard (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Saar), Dr. Burkhart Jellonek (Landeszentrale für politische Bildung Saarland) und Willi Portz (Adolf Bender Zentrum St. Wendel).

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