Das Interesse war groß, als am 4. September 2009 auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Lüneburg ausgesonderte Dienstkraftfahrzeuge versteigert wurden.
Über 100 Besucher drängten sich ab 08:00 Uhr in den Reihen zwischen den geparkten Fahrzeugen, um diese genau unter die Lupe zu nehmen. Um 10:00 Uhr eröffnete dann Günter Poppe vom Auktionshaus Poppe in Harsefeld die Auktion. Mit Mikrophon und roter Schirmmütze schwenkte er auf einem umgedrehten Obstkorb stehend den Hammer.
Und sofort boten die Interessenten, was das Zeug hielt. Der Favorit hatte sich schnell herauskristallisiert: Ein Mercedes mit Dieselmotor, knapp 400.000 km gelaufen und 5 Jahre alt, wechselte für ganze 5.400 Euro den Besitzer. Alle weiteren 23 zu versteigernden Fahrzeuge gingen für Gebote zwischen 20 Euro und 4.000 Euro weg.
Sehr begehrt war immer wieder das Modell Passat von Volkswagen. Ein Ford Fiesta mit einer Erstzulassung im Jahr 1994 fand zunächst so recht keinen Abnehmer. Günter Poppe rührte eifrig die Werbetrommel: “Keiner für 20 Euro? Da kann man ja schon jeden einzelnen Reifen für 20 Euro verkaufen, hat man schon 60 Euro! Macht man auch noch einen Gewinn!”. Das schien zu überzeugen. Auch der Fiesta hat jetzt einen neuen Besitzer.
Auch die, die nach der einstündigen Auktionsveranstaltung kein ausgesondertes Dienstfahrzeug mit nach Hause nahmen, hatten ihren Spaß und waren bestens unterhalten. An jeden Höchstbietenden teilte Herr Poppe Bonbons aus. Die Polizeidirektion Lüneburg ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Der Erlös wird dem Landeshaushalt zugeführt.




