Amtsapothekerin Birgit Habbes vom Kreis Unna: Vorsicht bei Medikamenten am Steuer
Die Amtsapothekerin des Kreises Birgit Habbes weist Autofahrer darauf hin, das Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können.
“Besonders häufig sind Psychopharmaka wie Beruhigungsmittel aber auch Medikamente gegen Depressionen oder Schizophrenie ursächlich für verminderte Fahrtüchtigkeit”, so die Amtsapothekerin unter Bezug auf einen Artikel aus dem Internet-Gesundheitsportal Aponet.de vom Juli 2009.
Auch Präparate gegen starke Schmerzen und Schlafmittel sowie Mittel gegen Krampfanfälle oder Parkinson können die Verkehrstüchtigkeit verschlechtern. Das gilt auch für rezeptfreie Medikamente gegen Allergien, Erkältung oder Reisekrankheit.
“Für Patienten ist es schwierig, die Wirkung der Arzneimittel auf die Fahrsicherheit abzuschätzen. Konzentrations- und Reaktionsstörungen werden häufig gar nicht wahrgenommen. Müdigkeit, Schläfrigkeit oder gar Benommenheit sind aber klare Anzeichen für eine fehlende Fahrtüchtigkeit”, so Habbes.
Autofahrer, die Arzneimittel einnehmen, sollten ihren Arzt bei der Verordnung auf die Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit ansprechen. Bei Selbstmedikation sollten sie sich in jedem Fall in der Apotheke beraten lassen, da die allgemeinen Warnhinweise in den Beipackzetteln hinsichtlich der Einschränkung der Fahrtüchtigkeit nicht immer aussagekräftig genug sind.
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