Aus Anlass des 100. Geburtstages von Georg Brenninger
(1909 bis 1988) erinnert die Landeshauptstadt München an einen der bedeutendsten Vertreter der Münchner Bildhauerschule des 20. Jahrhunderts.
Der am 18. Dezember 1909 in Niederbayern geborene Sohn eines Maurermeisters kam durch das Bauhandwerk zur Bildhauerei. 1928 übersiedelte er nach München, wo er sich an der Baugewerbeschule fortbildete.
Er studierte Anfang der 30er Jahre Architektur an der Technischen Universität München und wechselte 1932 an die Akademie der Bildenden Künste in München.
Unterbrochen durch die Kriegsjahre, in denen Brenninger schwer verwundet wurde, setzte er seine künstlerische Laufbahn 1945 fort und gründete als freier Bildhauer mit Bildhauerkollegen „die Münchner Schule”.
Von 1947 bis 1965 erhielt er eine Professur an der Technischen Universität München und von 1961 bis 1978 an der Akademie der Bildenden Künste in München, deren Präsident er von 1968 bis 1969 war.
Seine Liebe zum Bau wie auch die tiefe Verbundenheit zu seiner niederbayerischen Heimat und zur Natur blieben ihm sein Leben lang erhalten.
Immer deutlicher wurden seine persönlichen Züge in seinen Arbeiten, in denen er zunehmend die Darstellung der menschlichen Gestalt suchte (u.a. in seinen Werken „Bauernbub” und „meine Mutter”).
Mitte der 50er Jahre führte ihn seine künstlerische Entwicklung zu den Gesetzmäßigkeiten der Architektur in der Kunst und vermehrt zu religiösen Themen.
Im Juli 1972 fand anlässlich der Eröffnung der Olympischen Spiele in München die Enthüllung seines Werkes „Apoll inmitten der 9 Musen” am Giebel des Nationaltheaters statt, die wohl größte Herausforderung seiner künstlerischen Laufbahn.
Georg Brenninger starb am 13. November 1988 in München. Der mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnete Bildhauer hinterließ ein reiches künstlerisches Lebenswerk. Seine Skulpturen stehen in vielen Museen und auf vielen Plätzen im In- und Ausland.
