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Neujahrsempfang der Stadt Würzburg

Schwungvoller Start ins neue Jahr: Bürgermeisterin Marion Schäfer, Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann im Kreis der Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Würzburg (Foto: Georg Wagenbrenner / Presseamt Stadt Würzburg)

“Wir dürfen unsere Stadt nicht kaputt sparen und uns dadurch selbst unserer Zukunftschancen berauben“, ist Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthals Ansage für das Jahr 2010.

In seiner Rede beim Neujahrsempfang der Stadt betonte er, dass Würzburg bei allen Herausforderungen durch die Weltwirtschaftskrise keinen rücksichtslosen Sparkurs fahren dürfe.

Nachdem sich die Haushaltszahlen im Vergleich zu anderen Kommunen durchaus freundlich darstellen, dürfe man auch bei den so genannten
freiwilligen Leistungen im Sozial- und Kulturbereich nun nicht Strukturen gefährden, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden und auch von viel Bürgerengagement getragen werden.

Rosenthal bedankte sich ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlich Engagierten unter den rund 600 Gästen und betonte, gerade in einer schwierigen Zeit brauche eine starke Stadt starke Bürger und Partner.

Rosenthal warnte vor weiteren Steuergeschenken in diesem schwierigen
Umfeld: *Bund und Freistaat dürfen nicht die Kommunen für
Steuersenkungen bluten lassen.“ Das Konjunkturpaket habe hingegen einen enormen Investitionsstau der Kommunen offenbart. Der Würzburger Stadtrat werde weiterhin gemeinsam beraten, welche Investitionen wann zu stemmen seien.

Eine Priorität werde weiterhin der Ausbau der Kinderbetreuung in der Stadt haben.

Mit der Silvester-Institution *Dinner For One” wählte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann einen heiteren Einstieg in seinen Jahresrück- und -ausblick, der die Würzburger immer wieder zum Schmunzeln und Nachdenken brachte.

Natürlich gelte im Leben oft das Motto “The same procedure as every year!“, oftmals sei der tägliche Trott aber auch ein Missverständnis und stattdessen außergewöhnliches Handeln gefragt.

Gerade in Momenten, in denen man dem Himmel nahe ist, erfordere es eine schnelle Auffassungsgabe, Mut, Gottvertrauen und Zuversicht.

Das kleine Wunder der erfolgreichen Notwasserung einer Passagiermaschine vor einem Jahr am Hudson River war nur eines von vielen Beispielen, aus denen der Bischof seine Hoffnung für das Jahr 2010 ableitete.

Nach und nach wurde deutlich, für Ausnahmesituation gibt es die richtigen Antworten und einen unmissverständlichen Wortschatz. Er wünschte den Bürgern ein erfolgreiches “Notwassern” im neuen Jahr und erntete großen Applaus.

Und schon waren die vielen Helfer unterwegs die “Not” an Wasser, Wein und Salzgebäck auf dem Parkett des Ratssaals und im Foyer zu lindern. Die Combo der Chickenswings Big Band Würzburg sorgte für einen schwungvollen musikalischen Start ins neue Jahr.

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