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Medaille „München leuchtet“ für Professor Dr. Wiesner in Gold

Für seine Verdienste um den Tierpark Hellabrunn wurde jetzt
Dr. Henning Wiesner im Rathaus geehrt. Oberbürgermeister Christian
Ude überreichte dem langjährigen zoologischen Direktor die Medaille
„München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Gold.

Ude dankte dem Geehrten für dessen Engagement, das maßgeblich zum
Erfolg, zur Entwicklung und zum Erscheinungsbild des Münchner Tierparks beigetragen habe. Allein die Besucherzahlen verdeutlichten, wie attraktiv dieser als Ausflugsziel sei.

So konnte Hellabrunn nach 2008 im vergangenen Jahr einen erneuten Besucherrekord verbuchen. Mehr als 1,43 Millionen Besucher kamen 2009 – und damit noch einmal 23.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2008.

Beachtlich seien auch die Baumaßnahmen, die in den vergangenen Jahren im Tierpark realisiert wurden. So seien unter Professor Dr. Wiesners Regie neben einem neuen Wirtschaftshof unter anderem die Flamingo-Anlage, das Urwaldhaus, die Freiflug-Voliere, die Nashornanlage und die neue Anlage für die Orang-Utans entstanden.

Daneben sei die alte Raubtieranlage umgebaut worden. Auch Professor Dr. Wiesners Einsatz für den Tier-, Natur- und Artenschutz hob der OB in seiner Laudatio hervor. Zu diesen Projekten zählten unter anderem die Wiederansiedlung der Przewalski-Urwildpferde in Kasachstan oder der Mhorr-Gazellen in Marokko.

„Durch Projekte wie diese hat der Tierpark auch auf internationaler Ebene Anerkennung erworben“, konstatierte OB Ude. Als einen der „grandiosesten züchterischen Erfolge und als witzigstes Geschenk“ von Professor Dr. Wiesner titulierte Ude das „Münchner Borstelchen“. Bei dem Präsent des Tierarztes anlässlich des 850. Stadtgeburtstags handelte es sich um eine Rückzüchtung des mittelalterlichen Weideschweins.

Darüber hinaus habe sich der zoologische Direktor auch in anderen Bereichen verdient gemacht. So habe Professor Dr. Wiesner neben zahllosen wissenschaftlichen auch populärwissenschaftliche Bücher wie „Müssen Tiere Zähne putzen?“, „Tierkinder im Zoo“ oder „Das große Buch der Tiere – Ein Zoodirektor erzählt“ verfasst.

Zu einem noch größeren Bekanntheitsgrad habe der Geehrte dem Tierpark Hellabrunn außerdem durch die Tierpark-TV-Soap „Nashorn, Zebra & Co.“ verholfen, an der er tatkräftig mitgewirkt habe.

„Welch hohe Anerkennung und Wertschätzung Du gerade auch in der Münchner Bevölkerung genießt, bezeugen auch die vielen großen Zeitungsberichte der letzten Jahre über Dich“, so Ude in seiner Dankesrede.

„Da gibt es Überschriften wie ,Das Alpha-Tier von Hellabrunn‘, ,Der König der Tiere‘, ,Tierischer Tausendsassa‘, ,Mister Hellabrunn‘, ,Ein Visionär‘ oder ,Der Herr der Tiere‘“.

Professor Dr. Wiesner kam bereits 1972 als Tierarzt zum Tierpark Hellabrunn. 1980 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsmitglied und 1981 zum Vorstandsmitglied und zoologischen Direktor berufen. Seit 1992 war er Vorstandsvorsitzender der Tierpark Hellabrunn AG.

Ende November 2009 ist er nach über 37 Dienstjahren, davon 28 Jahre als Vorstand, in den Ruhestand getreten. Als zoologischer Direktor war Professor Dr. Wiesner an der Ludwig-Maximilians-Universität München als nebenberuflicher Professor für Zoologie sowie als wissenschaftlicher Berater verschiedener nationaler und internationaler Tier- und Artenschutzprojekte tätig.

Der Tierarzt gilt als Erfinder der schonenden Betäubung von Wildtieren mittels Blasrohr und des Betäubungsmittels „Hellabrunner Mischung“. Dafür wurde Professor Dr. Wiesner 1998 mit dem international renommierten Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis ausgezeichnet.

Für seine wissenschaftliche Forschungsarbeit und sein erfolgreiches Wirken im Tierpark Hellabrunn wurde ihm 2006 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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