Auch dieses Jahr schließt die Reißinsel wieder vom 1. März bis zum 30. Juni 2010 ihre Pforten. Darauf weist der Fachbereich Baurecht und Umweltschutz der Stadt Mannheim hin. Das Naturschutzgebiet ist dann vier Monate lang für die Öffentlichkeit gesperrt.
Die alljährliche Ruhephase gibt den etwa 50 dort beheimateten Vogelarten Gelegenheit, ihren Nachwuchs ungestört aufzuziehen. „Die Neckarauer Rheinschlinge ist eine der letzten intakten Rheinauen im Oberrheingebiet und bei Vogelfreunden und Naturschützern weit über die Grenzen Mannheims hinaus bekannt“ betont Umweltbürgermeister Lothar Quast die Bedeutung des Naturschutzgebiets Reißinsel.
Auch die Pflanzenwelt regeneriert sich während der Schließzeit. Die während des Jahres entstandenen Trampelpfade wachsen wieder zu und werden Teil der Natur.
Aber auch andere Mannheimer Naturschutzgebiete, wie z.B. Backofen-Riedwiesen, Maulbeerinsel oder Ballauf-Wilhelmswörth in Sandhofen sind während der Brutzeit wichtige Rückzugsorte für die Vogelwelt. Josef Krah, Leiter des Fachbereichs Baurecht und Umweltschutz, appelliert daher an alle Spaziergänger und Hundebesitzer, die Wege in den Natur-schutzgebieten nicht zu verlassen und die vorgeschriebene Leinenpflicht einzuhalten.
Außerdem beginnt nun im Frühling auch die Wachstumsphase der Büsche und Bäume. Dem trägt das Naturschutzgesetz für Baden-Württemberg Rechnung. Dort ist in Paragraph 43 geregelt, dass Bäume, Sträucher und Gebüsche in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht gerodet oder geschnitten werden dürfen.
Weitere Informationen rund um die Themen Natur- und Artenschutz erhalten Sie auf der Homepage des Fachbereichs Baurecht und Umweltschutz unter www.mannheim.de (Politik und Verwaltung / städtische Ämter und Eigenbetriebe).




