Das Stadtarchiv der Landeshauptstadt Saarbrücken verlängert die Ausstellung „Erinnern und Versöhnen – Hitlers Verbrechen/Crimes Hitlérien“ bis zum 30. April 2010.
Die Ausstellung zeigt einen von mehreren Wegen auf, den die Alliierten zur Entnazifizierung in Deutschland gewählt hatten. Sie wurde vom Landearchiv Baden-Württemberg ausgeliehen.
Sie ist dort nach einem Ausstellungsprojekt der französischen Besatzungsmacht aus dem Jahr 1946 rekonstruiert worden. Auch die ursprüngliche Ausstellung war in Saarbrücken zu sehen. Vom 15. März bis 7. April 1946 wurde sie im Saarland-Museum am St. Johanner Markt (heute Stadtgalerie) gezeigt. Rund 50 000 Menschen haben sie damals besucht.
Bereits wenige Monate nach Kriegsende konfrontierte die französische Besatzungsmacht mit der Ausstellung „Hitlers Verbrechen“ die Deutschen mit den grausamen Bildern der Greueltaten der Nazis und setzte dabei auf die pädagogische Wirkung.
Die Franzosen sahen es als außerordentlich wichtig an, die deutsche Bevölkerung umfassend und schonungslos über die Ziele, die Methoden und die Folgen der Politik des Dritten Reiches zu informieren.
Die Deutschen sollten ihre Verantwortlichkeit für Unterdrückung, Rassenkrieg und Massenmord erkennen und einsehen. Durch die vertiefte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hofften sie, die Jugend demokratisch erziehen zu können und künftig jede Wiederholung auszuschließen.
Neben der rekonstruierten Schau selbst können sich Besucher der Ausstellung über deren Vorgeschichte, Hintergründe und Intentionen informieren. Sie veranschaulicht zudem die zeitgenössischen Reaktionen und Nachwirkungen, die zur Wiederaufnahme und Neugestaltung der Beziehungen zwischen den Nachbarn Frankreich und Deutschland geführt haben.
Öffnungszeiten: Dienstags bis donnerstags, 9 bis 17 Uhr, und freitags, 9 bis 13 Uhr, im Ausstellungsraum des neuen Stadtarchivs, Deutschherrnstraße 1, Eingang Forbacher Straße.
“Flensburg online”: Damals die Nazis, die die Juden ausrotten wollten. Heute wollen die Islamisten Israel “ausradieren”.




