Treppen behindern Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren, sehbehinderte Menschen verzweifeln vor zu klein geschriebenen Hinweisschildern und hörbehinderte Menschen vermissen die technische Ausstattung, die ihnen die Kommunikation erleichtert.
Auch in Mönchengladbach stoßen Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag immer wieder auf Barrieren.
Seit Jahren gibt es die Behindertengleichstellungsgesetze auf Bundes – und Landesebene. Die Behindertenrechtskonvention der Uno hat inzwischen auch in Deutschland Gesetzesstatus.
Ziel dieser Gesetze ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sowie eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, bauliche Barrieren zu vermeiden beziehungsweise abzubauen.
Im Alltag zeigt sich jedoch, dass trotz dieser Gesetze Barrierefreiheit weiterhin oft fehlt. Bei bereits bestehenden Bauten ist sie nur schwierig und oft nur teilweise zu erreichen. Aber auch bei Neubauvorhaben ist Barrierefreiheit leider noch nicht selbstverständlich.
Dabei profitieren letztlich alle Bürgerinnen und Bürger Mönchengladbachs davon, wenn die Interessen von Menschen mit Handicaps berücksichtigt sind. Barrierefreiheit ist Lebensqualität für alle. Dies gilt zum Einen auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen aber insbesondere auch für ältere Menschen.
Diese können oft Stufen nicht mehr gut steigen und Hinweisschilder nur bei großer Schrift und deutlichen Kontrasten lesen. Die Zahl der älteren Menschen wird wegen der demographischen Entwicklung in den kommenden Jahren stark ansteigen.
Zu diesem Thema hat jetzt der Beauftragte der Stadt für die Belange von Menschen mit Behinderung, Henning Wimmers, die Broschüre „Barrierefrei – Bauen für Alle“ herausgegeben. Diese wurde vom Arbeitskreis der Behindertenbeauftragten NRW entwickelt, basiert auf den einschlägigen DIN-Normen und der aktuellen Gesetzgebung und behandelt alle Bereiche barrierefreien Planens und Bauens.
Auf 40 Seiten im DIN-A-4 Format geht es nicht nur um Maße von Türbreiten oder Aufzügen, sondern zum Beispiel auch um Anforderungen an Blindenleitsysteme oder die Gestaltung von Rampen oder Duschen. Die Broschüre ist als Checkliste aufgebaut und verschafft einen auch dem Laien verständlichen Einstieg in das Thema.
Die Broschüre kann ab sofort beim Behindertenbeauftragten der Stadt im Fachbereich Gesundheit, Am Steinberg 55, Telefon 02161/25-6588 bezogen werden.
Auch liegt sie beim Fachbereich Bauordnung und Denkmalschutz, Rathaus Rheydt, Telefon 02161/25 – 8771 aus. Zum Download steht die Broschüre auf der Seite des Behindertenbeauftragten unter www.moenchengladbach.de zur Verfügung.




