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Offenbarung: “denn die Zeit ist nahe”

Die Offenbarung des Johannes ist das einzige Buch in der Bibel, für das den Gläubigen ausdrücklich ein Segen von Gott zugesprochen wird, wenn sie sich damit beschäftigen. “Selig, wer diese prophetischen Worte vorliest und wer sie hört und wer sich an das hält, was geschrieben ist, denn die Zeit ist nahe.” (Offenbarung 1:3)

“Zeit ist nahe”…? Die “Offenbarung” von Johannes ist rund 2.000 Jahre alt. Also sind die Prophezeiungen ja gar nicht eingetreten… Ne, so einfach kann man das nicht abspeisen. Denn: Vergessen wir nicht, daß
1 Tag für Gott wie 1.000 Jahre
und
1.000 Jahre wie 1 Tag sind.

Gott und die Zeit ist eh ein interessanter Punkt. Isaac Newton, der wahrscheinlich größte Wissenschafler aller Zeiten, schrieb “…er [Gott] währt stets fort und ist überall gegenwärtig, er existiert stets und überall, er macht den Raum und die Dauer aus.” (zitiert nach Wikipedia-Artikel)

Kann man sich in der Art vorstellen, daß Gott zu allen Zeiten und an allen Orten zugleich präsent ist. Aber diese absolute Zeit, ähnlich wie der absolute Raum, der nach Newtons Erkenntnis unveränderlich feststeht, sind für den Menschen nicht sinnlich wahrnehmbar. Sie sind direkte Prädikate Gottes.

Wer weiß, nachdem wir mit Jesus in dessen 1.000-jährigem Reich gelebt und uns weiter entwickelt haben, und danach dann _mit Gott_ leben werden und buchstäblich die ganze Ewigkeit Zeit haben, zu lernen und zu verstehen und zu begreifen… wer weiß, vielleicht werden wir Gott auch hinsichtlich der Prädikate Zeit & Raum dann besser verstehen.

Aber zurück zu der Ungeduld der Menschen: Schon kurz nach Jesus’ Tod, Wiederauferstehung und Aufstieg in den Himmel zu Gott hatten Menschen mit ihrer Ungeduld Probleme. Wann kommt Jesus denn wieder?

Der Apostel Petrus mußte sich schon in den Jahren 64 – 67 n.Chr. in seinen zwei Briefen an Gläubige damit beschäftigen, daß so mancher ungeduldig wurde und sich sogar darüber lustig machte, daß Jesus ja gar nicht wiederkomme.
Bezüglich der “Verzögerung der Ankunft” von Jesus machte Petrus die Gläubigen darauf aufmerksam:
Das eine aber, liebe Brüder, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind.” [2. Petrus 3:8]

Petrus schreibt weiter, daß man das eigentlich nicht als ‘Verzögerung’ ansehen solle, sondern als ‘Geduld’ von Gott. Denn Gott wartet sehr lange, damit sich möglichst viele zu Gott und Jesus bekennen, auf daß sie nicht verloren gehen. Aber Gott wartet nicht ewig: “Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb. …” [2. Petrus 3:10]
“wie ein Dieb” will ausdrücken, daß das alles sehr überraschend geschieht.

Denn die Zeit ist nahe…
Seit der Offenbarung, die Johannes durch Jesus erhielt, sind 2.000 Jahre vergangen. Oder 2 Tage? Wie auch immer: Nirgendwo in der Bibel gibt uns Gott einen genauen Termin, wann die Endzeit anbrechen wird, wann die Entrückung der an Jesus als ihren Erretter Glaubenden erfolgen wird oder wann das zweite Kommen von Jesus auf die Erde stattfinden wird.

Aber Gott gibt uns jede Menge Hinweise auf Zeichen, auf die wir achten sollen, um zu erkennen, wann die Zeit reif ist. Jesus selber spricht in Matthäus, Kapitel 24, darüber, als ihn seine Jünger fragten: “Als er [Jesus] auf dem Ölberg saß, wandten sich die Jünger, die mit ihm allein waren, an ihn und fragten: Sag uns, wann wird das geschehen, und was ist das Zeichen für deine Ankunft und das Ende der Welt?” [Matthäus 24, 3]

All die erwähnten Zeichen für die Endzeit sind erst in dem Moment relevant geworden, als eine Prophezeiung auf den Tag genau eintrat, nämlich die völlig überraschende Gründung des Staates Israel im Jahre 1948. Von dem Tag an tickte wieder die prophetische Uhr von Gott.

Viele Bibel-Experten und Kenner der Bibel-Prophezeiungen sind sich sicher, daß wir in den letzten Tagen leben. Die Generationen, die jetzt leben (und nicht vorher durch natürlichen Tod, Unfälle oder Verbrechen sterben), werden den Anbruch der in der “Offenbarung” beschriebenen Endzeit miterleben.

Wer an Jesus als seinen Erretter glaubt, wird zu Gott in den sicheren Himmel entrückt. Der Rest der Menschheit wird den zunächst friedlich erscheinenden Beginn der Weltregierung erleben, die in ihren letzten 3,5 Jahren in die schlimmste Menschen- und Gott-verachtende Diktatur ausufern wird, die es jemals gab.
Jesus sagt darüber: “Denn es wird eine so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die Welt besteht, und wie es auch keine mehr geben wird.” [Matthäus 24: 21]

Der buchstäblich vom Teufel besessene Weltführer mit den ihm treu ergebenen Menschenmassen wird derart wüten, daß alles in den sicheren Untergang führen würde. Gott schickt jede Menge Plagen und Strafen auf die Erde. Aber die Bösen haben kein Einsehen und lassen sich vom Teufel zum letzten, vernichtenden Krieg gegen die Juden aufstacheln. Doch Jesus kommt dann zum zweiten Mal auf die Erde und besiegt die Bösen.
“Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden.” [Matthäus 24:22]

Mehr denn je wichtige Frage: Wie finde ich rechtzeitig zu Gott? Ganz einfach über Jesus.

Siehe vielleicht auch: Warum werden Christen in den Himmel entrückt? +++ Hinweis auf Entrückung in den Evangelien: Johannes 14, Verse 1 – 3

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