Zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen hat am Montag, dem 5. Juli 2010, ein Feuerwehreinsatz auf der Essener Straße geführt. In Höhe des Südringcenters hat ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr des Chemieparks Marl „Infracor“ Speziallöschmittel verloren, das von der Feuerwehr Bottrop aufwendig aufgekehrt werden musste.
Vor allem die Fluorbeimengungen in dem Löschmittel können in der Kläranlage erheblichen Schaden verursachen, wenn sie in die Kanalisation gelangen.
Das Löschfahrzeug war nach einer Reparatur am Getriebe auf der Rückfahrt aus Oberhausen. In Höhe des Südringcenters wurde das Leck im Löschmitteltank entdeckt. Die Feuerwehr Bottrop wurde gegen 12.30 Uhr alarmiert.
Der Autoverkehr in Richtung Norden konnte bis zum Abend nur einspurig an dem Löschfahrzeug vorbei geführt werden. Um einen Rückstau auf der Autobahn A42 zu vermeiden, wurde die Abfahrt Bottrop-Süd gesperrt.
Ebenfalls gesperrt wurden einige Seitenstraßen, so dass ein Umfahren des Staus nicht möglich war. „Die Sperrungen sind notwendig, damit in den betroffenen Stadtteilen, wie in Bottrop-Ebel, die Straße für Rettungsfahrzeuge frei bleiben“, sagt Kim Heimann, Einsatzleiter der Feuerwehr Bottrop. Insgesamt war die Feuerwehr mit 30 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen vor Ort.
Unklar ist, wie viel Löschmittel aus dem Fahrzeug ausgelaufen ist. Die Werksfeuerwehr Infracor ging am Abend davon aus, dass 500 Liter ausgelaufen seien. Der für die Kläranlage gefährliche Anteil an Fluortensiden liegt bei unter zehn Prozent. Unklar ist, ob eine unsachgemäße Reparatur des Getriebes zum Schaden an einem Ventil des Löschfahrzeugs geführt hat.




