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Todesopfer bei Loveparade Duisburg: Auch eine Person aus Greven darunter

„Ich bin zutiefst betroffen über die Ereignisse, die sich am Samstag bei der Loveparade in Duisburg abgespielt haben. Ich spreche den Familien der Todesopfer mein tiefstes Beileid aus. Mit meinen Gedanken bin ich aber auch bei allen, die dieses Drama miterleben mussten – darunter auch viele junge Menschen aus Greven.

Für uns in Greven wiegt die Katastrophe besonders schwer, weil sich unter den Todesopfern auch eine Person aus Greven befindet. Den Organisatoren der Bustour aus Greven möchte ich ausdrücklich danken: Sie haben alles Menschenmögliche getan, um den Betroffenen vor Ort zu helfen.“

Das erklärte Bürgermeister Peter Vennemeyer am Sonntagabend, dem 25. Juli 2010, nachdem er sich von den Organisatoren der „BUSTOUR 2010“ – veranstaltet vom Kesselhaus und Cut21 – ausführlich über die Geschehnisse unterrichten ließ.

Auch Mitinitiator Frank Overberg steht noch unter dem Eindruck der Ereignisse von Samstag: „Wir haben schon zahlreiche BUSTOUREN organisiert, im Jahr 2008 auch schon zur Loveparade nach Dortmund. Es ist noch nie etwas passiert. Und obwohl wir nur für die Hin- und Rückfahrt verantwortlich sind und ausdrücklich keine Betreuung vor Ort übernehmen, haben wir eine sehr gute Organisation. Das hat es uns gestern möglich gemacht, schnell Informationen über den Verbleib vieler Teilnehmer unserer Tour zu erhalten. Ich bin Samstag persönlich nach Duisburg gefahren, und konnte deshalb schnell dafür sorgen, dass wir Kontakt zu unseren Teilnehmern aufnehmen und uns um sie kümmern.“

Insgesamt 78 Personen hatten sich zur BUSTOUR 2010 aus Greven angemeldet. Obwohl mit einer Ausnahme alle Teilnehmer volljährig waren (eine 17-jährige fuhr mit schriftlicher Genehmigung und einem erwachsenen Begleiter – sie wurde anschließend persönlich wieder nach Hause gebracht), mussten sie im Vorfeld speziell vorbereitete Karten ausfüllen.

Overberg: „Wir wussten von jedem Namen und Alter. Jeder Teilnehmer hat von uns eine Telefonnummer erhalten, falls etwas passieren sollte oder falls jemand nicht mehr mit uns zurückfahren möchte. Es gab für alle klare Spielregeln.“

Und tatsächlich meldeten sich zahlreiche Teilnehmer unter der angegebenen Rufnummer. Die Organisatoren konnten sich daher sehr schnell ein Bild der Lage verschaffen. Die meisten der Teilnehmer waren zum Glück unversehrt geblieben und trafen sich schnell am vereinbarten Treffpunkt. Einige Teilnehmer saßen allerdings auf dem Platz, auf dem sich die Tragödie ereignete, fest.

„Mit vielen von ihnen konnten wir zumindest per SMS Kontakt halten und wussten, dass sie nicht verletzt waren. Einige Teilnehmer konnten wir jedoch nicht erreichen.“ Deshalb versuchten es die Organisatoren immer wieder unter der bekannt gegebenen Notrufnummer in Duisburg – allerdings ohne Ergebnis. Auch zur Polizei in Greven hatte Overberg noch in der Nacht Kontakt aufgenommen.

Viele der Teilnehmer aus Greven zeigten sich anschließend froh, dass die Organisatoren der BUSTOUR so schnell vor Ort waren und die Kommunikation trotz der schwierigen Bedingungen und Unübersichtlichkeit in Duisburg so gut funktionierte. So waren sie in der schwierigen Situation nicht auf sich alleine gestellt. Auch der Bürgermeister war dankbar, „dass Kesselhaus und Cut 21 die Busreise so gut vorbereitet und am Unglücksort alles getan haben, was in ihrer Macht stand.“

„Wir werden uns nun natürlich um weitere Informationen bemühen und stehen allen, die unsere Hilfe benötigen, zur Seite“, erklärten der Bürgermeister und Frank Overberg abschließend.

FLENSBURG ONLINE: Wer trägt die Schuld an der Tragödie bei Loveparade? Stadt Duisburg hatte vorab Warnung erhalten

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