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Unwetter: Sturm-Schäden in Bocholt

Zwei abgerissene Dächer, entwurzelte Bäume, abgestürzte Dachpfannen – der Gewittersturm, der am Montag, dem 12. Juli 2010, über Bocholt hinwegfegte, hinterließ Schäden im gesamten Stadtgebiet von Bocholt.

Am stärksten wurden ein Mehrfamilienhaus am Weißdornweg und ein Gebäude mit Altenwohnungen an der Werther Straße beschädigt. Beiden Gebäuden riss der Sturm die kompletten Dächer ab. Glücklicherweise kamen dabei keine Menschen zu Schaden.

Örtlich waren einige Haushalte ohne Strom, da Stromleitungen beschädigt worden sind. Eine Person geriet auf der Straße “Zur Eisenhütte” in das Spannungsfeld einer defekten Stromleitung und wurde verletzt, als sie andere Personen vor der Gefahr warnen wollte.

Die verletzte Person wurde ins St. Agnes Hospital gebracht, es besteht keine Lebensgefahr. Ein Kind wurde durch umherfliegende Glassplitter am Auge verletzt und in eine Spezialklinik eingeliefert.

Aufgrund von umgestürzten oder entwurzelten Bäumen und abgerissenen Ästen mussten viele Straßen, sowohl im Stadtgebiet wie auch im Außenbereich, gesperrt werden.

Die wichtigsten Straßen wie
Winterswijker Straße,
Dinxperloer Straße,
Heutingsweg,
Vennweg und
Markgrafenstraße
waren jedoch um 17 Uhr wieder befahrbar.

Andere Straßen wie die
Schlossallee,
die Straße Tenbensel,
Im Jägeringshof und
Kreuzkapellenweg
sind weiterhin gesperrt.

Herabstürzende Bäume und Äste verursachten nach Kenntnis der Feuerwehr keine Personenschäden, mehrere abgestellte Fahrzeuge wurden jedoch stark beschädigt, weil Bäume darauf kippten.
Von den städtischen Gebäuden wurde die Stadtbibliothek am stärksten lädiert: von der Rückseite des Gebäudes wurde die vorgehängte Blechfassade abgerissen.

Die Bilanz der Feuerwehr: bis 17 Uhr absolvierten etwa 65 Kräfte der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit 35 Kräften des THW und etwa 30 Mitarbeitern des Entsorgungs- und Servicebetriebes (ESB) 140 Einsätze. Hauptsächlich entfernten sie entwurzelte Bäume und herabgestürzte Äste von Straßen.

Der Bocholter Feuerwehrchef Karl-Heinz Dekker warnt: “Noch immer können lose Äste aus beschädigten Bäumen fallen oder Bäume umkippen, bei denen das Wurzelwerk beschädigt wurde, auch lose Teile von Dächern können noch herunterfallen. Die Feuerwehr wird heute noch viele Stunden im Einsatz sein. Es wird sicher noch eine Woche vergehen, bis die Aufräumarbeiten erledigt sind.”

Dekker bittet, der Feuerwehr nur solche Schäden zu melden, die auch wirklich eine Gefahr darstellen. Er bittet um Verständnis, dass nicht alle Einsätze zeitnah abgearbeitet werden können.

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