Anwohner alarmierten in der Nacht auf Sonntag, 29. August 2010, gegen 0 Uhr 30, Polizei und Feuerwehr zu einem Barackenbrand nach Köpenick.
Auf dem umfriedeten Gelände am Stellingdamm trafen die Einsatzkräfte auf einen verletzten wohnungslosen Mann, der eine der Baracken als Unterschlupf genutzt hatte.
Der 42-Jährige teilte mit, dass er zuvor von drei Männern, die ebenfalls aus dem Obdachlosenmilieu stammen sollen, an seiner Schlafstätte aufgesucht worden sei.
Nachdem das Trio auf ihn eingeschlagen und ihm Brandverletzungen an der rechten Hand zugefügt hatte, setzten die Täter seine Bettdecke in Brand und flüchteten in unbekannte Richtung.
Der Obdachlose konnte sich verletzt aus der Baracke retten, bevor sie vollständig nieder brannte. Das Feuer griff auf die direkt angrenzenden Baracken über.
Der Wohnungslose wurde mit Brandverletzungen, Hämatomen und wegen des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Der Stellingdamm war während der Löscharbeiten zwischen Mahlsdorfer Straße bis zur Geländeeinfahrt für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr gesperrt.
Da das Feuer teilweise auf angrenzende Büsche und Bäume übergegriffen hatte und eine Gefährdung für die Oberleitung der Tram bestand, musste die Stromversorgung unterbrochen werden. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung übernommen.




