Impressum/Datenschutz

Städtisches Museum Schloss Rheydt: Geschichte der Druckgraphik

Sie zählt zu den besonderen Kostbarkeiten in den Beständen des Städtischen Museums Schloss Rheydt. Weil sie normalerweise aus konservatorischen Gründen gut behütet in dunklen Schränken lagert, erblickt sie äußerst selten das Licht der Öffentlichkeit. Gemeint ist die mit rund 5.000 Blättern reichlich bestückte Graphische Sammlung, die derzeit mit ausgewählten Arbeiten in einer gut besuchten Ausstellung im Herrenhaus zu sehen ist.

Erstmals seit langem zeigt das Museum bis zum 3. Oktober einen Querschnitt durch die hauseigene Graphische Sammlung. Unter den Blättern befinden sich neben Zeichnungen und Aquarellen auch Blätter aus Handschriften, seltene Holzschnitte, Kupferstiche und Radierungen.

Die Ausstellung soll vor allem zum Schauen anregen und die thematische wie künstlerisch-technische Bandbreite der Grafik generell von 1250 bis heute aufzeigen.

Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählt auch die Präsentation von Utensilien und Materialien, die einen Einblick in die unterschiedlichen Techniken von der Ätzradierung bis zum Hochdruck und zur Lithografie geben. Aquarellkasten und Pinsel, Zeichenstifte und Federn sind hier genauso zu sehen wie Schneidewerkzeuge, Druckplatten und Holzstöcke.

Neben der Auswahl von Künstlerportraits aus einer Epoche von rund 200 Jahren sowie einer Reihe mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften werden unter anderem Holzschnitte aus dem 15. Jahrhundert und eine kleine Anzahl Nürnberger Kleinmeister mit Kupferstichen im Miniaturformat aus dem Umfeld von Albrecht Dürer ausgestellt wie auch mehrere Hogenbergsche Geschichtsblätter, die Franz Hogenberg von etwa 1570 bis zu seinem Tode 1590 veröffentlichte. Das Museum besitzt eine der wenigen nahezu vollständigen Sammlungen dieser Blätter.

397 Kupferstiche wurden als Konvolut 1974 angekauft. Die Geschichtsblätter geben rückblickend europäische Ereignisse von 1530 bis etwa 1570 wieder, eine Art historisch-journalistischer Bildberichterstattung. Weitere Themen der umfangreichen Sammlung beziehen sich auf Schloss Rheydt selbst.

Architekturvorlagen und -entwürfe aus der Zeit der Renaissance bis zum Rokoko. Außerdem zu sehen: Karten und Blätter aus dem “Himmelsatlas”, Landschaftsgrafiken des 16. Jahrhunderts sowie Blätter zur Textilherstellung und -fabrikation bis hin zum fertigen Modestück.

Einen weiteren Exkurs macht die Ausstellung mit der Darstellung von Blättern des früheren Rheydter Künstlers Johann Wilhelm Preyer, dessen Nachlass in den Besitz des Museums übergegangen ist.

Deutlich macht ein Rundgang durch die Ausstellung auch, dass aus technischer Sicht die Druckgrafik überwiegt. Kupferstiche, aber auch Holzschnitte und Radierungen sind in großer Zahl zu finden wie einige frühe Lithographien, die kurz nach der Entdeckung durch Senefelder im Jahre 1796 und deren anschließender Perfektionierung entstanden sind.

Einige Zeichnungen als Unikate mit Feder, Pinsel oder Stift in Tusche, Kreide, Kohle und Sepia sind ebenso vertreten. Thematisch geben sie allesamt Zeugnis einer großen Bandbreite ab: Landkarten und Stadtansichten, Ornament- und Vorlagestiche, Architekturdarstellungen, Monats- und Jahreszeitendarstellungen, Bildthemen aus der Mythologie und der christlichen Ikonografie.

Wer sich Zeit und Muße bei seinem Ausstellungsbesuch gibt, erfährt eine spannende und informative Zeitreise durch die Geschichte der Graphik. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Eintritt: drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Könnte Sie auch interessieren -

Punktereform beim KBAPunktereform beim KBA Lohnt es sich nicht mehr, sich an Recht +Ordnung zu halten? Die aktuell diskutierten Vorschläge für eine Generalamnestie im Rahmen der geplanten Reform des Flensburger Punkteregisters sind Wunschdenken und entbehren laut ADAC jeder realistischen Grundlage..
Punkte-Reform beim KBA...
 

Motorräder FotoKunst-Wanderung 23 km lang ist der WaldSkulpturenWeg zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg. Es finden sich dort 11 Werken international bekannter Künstler, die zum Staunen, Meditieren und Diskutieren anregen. Interessierte erwandern den WaldSkulpturenWeg eingebettet in ein 3-tägiges Arrangement. Internationale Kunst am WaldSkulpturenWeg
 

GeldWerbung Möchten Sie hier werben? Ihre Werbung bei jedem Artikel im "Flensburg online"-Blog verspricht jede Menge Aufmerksamkeit. 7 Zeilen kosten nur
· 7 Euro pro Tag
· 30 Euro für 7 Tage
· 70 Euro für 30 Tage.
Ihr Auftrag direkt schnell und bequem per eMail einsenden.
 

Motorräder FotoWunder gegen Alkoholismus Um dem Alkohol zu entkommen, ist Alice Cooper nicht "zu den Anonymen Alkoholikern oder in irgendeine Art von Therapie" gegangen: "Das Wunder war, dass Gott meine Sucht einfach wegnahm. Ich hatte nie wieder das Verlangen nach einem Drink. Ein absolutes Wunder. Ich glaube an Wunder." Alice Cooper fand zum ChristentumAlkoholiker in Flensburg


Anzeigen -

AnzeigenÂ