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Morgengebet. So startet man in einen erfolgreichen Tag

Damit muss der menschliche Stolz auch erst einmal klarkommen. Ohne Gott, der uns erschaffen hat, können wir nichts tun. Was Gott vorgesehen hat geschieht auch. Der Teufel flüstert uns ein, dass Gott Böses mit uns vorhabe. Aber das ist natürlich wie alles, was vom Teufel kommt, eine Lüge. Gott liebt uns. Hätte er uns sonst seinen Sohn für uns am Kreuz geopfert?! Gott will immer nur unser Bestes. Immer nur unser Bestes? Hört sich gut an, aber was ist mit Ärger, Trauer und Schmerzen?.

Gott bestimmt alles. Sogar wenn ein kleiner, “unwichtiger” Spatz tot vom Himmel fällt, geschieht dies nur, wenn Gott es will, weil Gott alles in seiner mächtigen Hand hält.

Kein Grund, in Resignation zu verfallen

Aber das heißt natürlich nicht, dass wir in fatalistische Resignation verfallen müssen und unseren freien Willen an der Garderobe abgeben! Es heißt nur, dass wir unsere Abhängigkeit von Gott anerkennen müssen. Er hat uns erschaffen, er sorgt für uns. Und wir sind Gott wichtig. Wir müssen Gott dankbar dafür sein, denn ihm gehört alles.

Jesus sagte vor 2.000 Jahren dazu: “Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt (kleiner Einschub: na ja, bei manchen hat Gott da nicht mehr viel zu zählen… aber das ist ein anderes Thema).
Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
[Matthäus Kapitel 10, Verse 29 - 30]

So sollte man nicht den Tag beginnen

Aufstehen, duschen, anziehen, raus in die Anforderungen des Tages stürmen. Wo bleibt das Gebet mit Gott?

Auch so sollte man nicht den Tag beginnen: “Lieber Gott. Hier ist mein Problem… kümmere du dich bitte drum und löse es für mich. Danke.”

Nehmen Sie sich Zeit

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Gespräch mit Gott. Ihr Gebet zu Gott ist ein Gespräch; will sagen: Sie müssen auch Zeit haben zu hören,
was Gott Ihnen antwortet.
Zeit haben? Ja, gehen Sie abends ne halbe Stunde früher ins Bett, damit Sie morgens 30 Minuten mehr Zeit für Ihr Gebet mit Gott haben.

Erzählen Sie Gott morgens im Gebet, was Sie an dem Tag machen wollen; welche Dinge anstehen; wovor Sie Angst haben; welche Entscheidungen getroffen werden sollen usw.
Tragen Sie Gott ihre Sache(n) vor und hören Sie, was Gott “spricht” und Ihnen empfiehlt:

“Früh am Morgen hörst du mein Rufen,
in der Frühe trage ich dir meine Sache vor
und warte auf deine Entscheidung.”

[Psalm 5, Vers 4, Gute Nachricht Bibel, Stuttgart 2000]

Wenn wir unseren Tag vor Gott im Gebet ausbreiten und ihn um Führung bitten, so wird Gott uns helfen. Und da wir immer nur einen Teil unseres Lebens hier auf Erden und danach für alle Ewigkeit sehen, Gott aber _alles_ im Blick hat, können wir sicher sein, dass sein Ratschlag immer besser ist als das, was wir uns so überlegt haben.

Beten Sie also zum Beispiel:
“Zeige mir, Herr deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich:
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.”

[Psalm 25, Verse 4 - 5]

Das Ziel unserer Existenz ist so zu werden wie Jesus, damit wir in Ewigkeit mit Gott und Jesus förderlich in Gottes Schöpfung leben und wirken können. Wenn man bedenkt, wie gewaltig groß Gott alles erschaffen, buchstäblich unzählige Planeten und Planetensysteme, kann man sich vorstellen, dass es uns nie langweilig werden wird.

Wir werden heilig werden

Wenn wir Jesus als unseren Retter angenommen haben (siehe Wie finde ich zu Gott? Ganz einfach über Jesus und Gibt es nur einen Weg zu Gott?), dann sind wir zwar gerettet – wir fristen die Ewigkeit nicht in der Hölle -, aber das heißt nicht, dass wir von dem Augenblick an perfekte Menschen ohne Ängste, ohne Sorgen, ohne Sünden und Kaputtheiten sind.

Wir haben von dem Moment an, wo wir Jesus in unser Herz bitten, zwar die Gewißheit, dass wir für alle Ewigkeit bei Gott und Jesus sein werden, aber wir haben noch einen längeren Weg vor uns, um so zu werden, wie Gott uns vor Augen hatte, als er uns erschaffen hat. Nämlich nach seinem Ebenbild und nur wenig unterhalb von ihm in der Hierarchie.

Wie wird man heilig? Durch Gehorsam Gott gegenüber. Lassen Sie Gott die Führung übernehmen, damit Sie das werden, was alles an tollem Potential in Ihnen steckt.

Zu unserem Morgengebet kann deshalb auch sehr gut gehören:
“Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich und erkenne mein Denken!
Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt,
und leite mich auf dem altbewährten Weg.”
[Psalm 139, Verse 23 - 24, Bibel Einheitsübersetzung, Stuttgart 1999]

Wer ist schon perfekt? Wir noch nicht

Jeder von uns weiß, daß man sich zwar das eine vornimmt, aber dann trotzdem das andere macht.
Und das ist hinsichtlich unseres Morgengebetes nicht viel anders.
Will sagen: Es gibt immer wieder einen Morgen, an dem wir verschlafen, zu müde sind, anderes im Kopf haben, keine Lust auf ein Gebet haben und und und.
Ja und? Kein Mensch (und auch nicht Gott) geht davon aus, daß wir von jetzt auf sofort perfekte Heilige sind. Wir kämpfen. Wir mühen uns ab. Wir strampeln und versuchen unser Bestes.

Also: Lassen Sie sich vom Teufel, dem alten Lügner, kein schlechtes Gewissen einreden, wenn Sie mal kein vernünftiges Morgengebet sprechen. Dann versuchen Sie es einfach am nächsten Tag wieder. Oder am übernächsten Tag. Oder am überübernächsten Tag.
Wir haben einen Gott der zweiten Chance, der dritten Chance, der vierten Chance…

Paulus, den Jesus selbst ausgewählt hat, damit er Gottes Wort in der Welt verbreitet, schrieb schon vor 2.000 Jahren:
“… ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. (…) das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.”
[Römer Kapitel 7, Vers 15 + 18 + 19]

Sie sehen, selbst einem ‘Glaubens-Giganten’ wie Paulus ging es nicht viel anders als Ihnen und mir.

Deshalb lassen Sie sich vom Teufel mit seinen negativen Einflüsterungen nicht runterziehen, wenn Sie Ihr Morgengebet vergessen oder oberflächlich hinschludern. Im Gegenteil: Freuen Sie sich darüber, daß Gott Sie dennoch liebt (und Gott wußte schon vorgestern und vor aller Zeit, daß Sie Ihr Morgengebet vergessen, aber er liebt Sie dennoch).
Machen Sie einfach am nächsten Tag weiter. Und danken Sie Gott für seine Geduld mit Ihnen. Und bitten Sie ihn, daß er Ihnen hilft, damit Ihr Glaube stärker und unerschütterlich wird.


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