Der Journalist und Schriftsteller Walter Isaacson schrieb eine interessante weil durchaus auch kritische Biografie über den Anfang Oktober 2011 an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Kein glatt-geschliffenes PR-Jubelwerk, sondern lesenswert, weil es auch viele Ecken und Kanten von Steve Jobs nicht ausläßt.
Der Tod von Steve Jobs war schon längere Zeit vorhersehbar, obwohl der Apple-Gründer noch Mitte August 2011 (sechs Wochen später war er tot) bei seinem letzten Treffen mit Walter Isaacson davon sprach, daß man vielleicht doch noch ein neues Medikament erfinden würde, welches ihn vor dem Tod retten könnte.
Bei dem Treffen im August sagte Steve Jobs seinem Biografen Isaacson auch, daß er an Gott und ein Leben nach dem irdischen Tod glauben wolle. “Ever since I’ve had cancer, I’ve been thinking about (God) more. And I find myself believing a bit more. Maybe it’s because I want to believe in an afterlife. That when you die, it doesn’t just all disappear” – so zitiert Isaacson Steve Jobs (Quelle: Steve Jobs Shocker: Bill Gates Should Have Dropped Acid; aufgerufen am 1.11.2011).
Steve Jobs ein bekennender Buddhist
Für 7 Monate hatte Steve Jobs in seinen frühen Jahren — Hippie-Kultur, Beatles, Medidation, LSD und Marihuana — Indien bereist (wie “The Hindu” in einem Artikel (“Steve Jobs’ autobiography: a chronicle of a complex genius”) über ihn schreibt; aufgerufen am 2.11.2011)
Als Steve Jobs im März 1991 Laurene Powell in einem Hotel im Yosemite National Park heiratete, leitete der Zen buddhistische Priester Kobun Chino Otogawa die Zeremonie.
Zeitlebens war Steve Jobs fortan bekennender Buddhist.
Der Buddhismus lehrt zum Beispiel, daß jeder Mensch einem endlosen Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt unterworfen sei.
Die jüdisch-christliche Bibel ist da eindeutig; man lebt nur einmal: “Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt…” [Hebräer 9, 27]“. Es gibt also nach dem christlichen Glauben keine Reinkarnation.
“Eine weitere der heimtückischen Lügen des Teufels ist es, uns weismachen zu wollen, wir hätten nicht nur eines sondern mehrere Leben. Dieser Gedanke kommt vor allem im Hinduismus und später auch im Buddhismus vor.” (Die Lüge der Reinkarnation bei www.lichtarbeit-verfuehrung.de; aufgerufen am 2.11.2011)
Im Buddhismus gibt es nicht Gott im Himmel. Es gibt auch keine Hölle. Kein Gut und Böse. Und es gibt kein Weiterleben der unsterblichen Seele (im Himmel oder in der Hölle).
Der Buddhismus ist eine Selbsterlösungslehre; Christen hingegen werden gerettet, wenn sie den in Jesus Mensch-gewordenen Gott als ihren Retter annehmen.
Der Buddhismus kennt keinen persönlichen Gott, der sich den Menschen in Gnade zuwendet.
Fand Steve Jobs vor seinem Tod zu Gott?
Manchmal – so Steve Jobs in seinem letzten Gespräch mit seinem Biografen Walter Isaacson – denke er, daß das Leben wie ein Ein-/Ausschalter sei: “Click and you’re gone” (Fox News: Steve Jobs Shocker: Bill Gates Should Have Dropped Acid; aufgerufen am 1.11.2011).
Aber – wie wir weiter oben schon zitierten – beschäftigte Steve Jobs im Angesicht seines möglichen Todes die Frage, ob es doch einen persönlichen Gott und ein bewußtes Weiterleben der Seele nach dem irdischen Tod gibt. In einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten mehr, sagt man. Steve Jobs sagte, daß er manchmal in seinen letzten Monaten an ein Leben nach dem irdischen Tod denken würde. Vielleicht, so Jobs, weil es schön wäre, wenn nicht einfach alles zu Ende wäre, wenn man stirbt (“Maybe it’s because I want to believe in an afterlife. That when you die, it doesn’t just all disappear”).
Die letzten Worte von Steve Jobs
Gemäß Mona Simpson, der Schwester von Steve Jobs, waren die letze Worte von Steve Jobs, ehe er dann starb: “Oh wow. Oh wow. Oh wow”.
(nach Eintrag in Wikipedia über Steve Jobs; aufgerufen am 2.11.2011)
Oh Wow!, wenn einfach alles zu Ende ist und das Nichts auf einen wartet?
Oh Wow! über die Erkenntnis, daß es keine Weiterexistenz über den Tod hinaus gibt?
Oder Oh Wow!, weil man die gesamte spirituelle Welt sieht, von der unser irdisches Leben nur ein kleiner Ausschnitt ist?
Mir kommt dabei in Erinnerung, was meine Mutter vom Tod ihrer christlich gläubigen Mutter erzählte. Ihre Mutter war auf ihrem Sterbebett schon bewußtlos, dann kam sie noch einmal zu Bewußtsein, war hellwach und schwärmte in voller Begeisterung: ‘Ich mußte noch mal wiederkommen, um dir zu sagen, wie herrlich es ist. So wunderschön! Die Musik! Der Duft! Die Rosen! Diese wunderschönen Rosen! Es ist so herrlich!’. Dann starb sie.
Ob Steve Jobs zum christlichen Gott und unseren Retter Jesus gefunden hat, wissen wir nicht. Wir haben dafür gebetet, daß er Jesus als seinen Erretter erkennt und annimmt, Gott ihn animmt, ihm seine Sünden vergibt und gnädig in sein Himmelreich führt.
• siehe auch: Was geschieht beim Tod mit einem? Wie – und vor allem wo – geht es mit einem weiter?
