Nirgendwo in der Bibel (und das ist Gottes sicheres Wort) verspricht uns Gott, daß unser Leben hier unten auf Erden – und hier wurschtelt der Teufel schwer aktiv rum, um uns von Gott wegzubringen – einfach sein würde.
Gott verspricht uns allerdings eindeutig, daß er _immer_ bei uns sein wird. Durch alle Jammertäler, bei allen Problemen, bei allen Schwierigkeiten, ganz gleich, was geschieht – Gott ist immer bei uns. Versprochen! Und auf Gottes Wort können wir uns verlassen, weil Gott aufgrund seines Wesens, das heilig und rein ist, einfach nicht lügen kann.
Natürlich weiß ich, daß das Leben nicht immer einfach ist.
Sternenkinder… Selbstmorde… Krebserkrankung… plötzlicher Tod von Liebsten… Geldprobleme… Sie dürfen die Liste gerne um die Probleme erweitern, die Sie zu ertragen haben.
Wenn es einen dolle trifft, fragt man sich schon: Weiß Gott eigentlich, was er mir da antut?
Die Antwort: Ja. Gott weiß ganz genau was er tut.
Gott ist allgegenwärtig.
Gott ist allwissend.
Und Gott ist allmächtig.
Das gehört zu seinem Wesen.
Gott war vor allem. Er steht über allem.
Niemand entscheidet außer Gott.
Niemand hat mehr Macht als Gott.
Vielleicht werden wir ihn besser erfassen können, wenn wir einst mit ihm zusammenleben werden.
Bei Gott gibt es kein Vertun. Das ist kein Zufall, wenn Ihr Kind sich umbringt. Das ist kein Versehen, wenn einer Ihrer Liebsten bei einem Autounfall ums Leben kommt. Gott war nicht mit etwas anderem oder gar etwas Wichtigerem beschäftigt. Nein, Gott war voll da. Hat alles gesehen. Hat alles verstanden. Und hat alles “abgenickt”. Will sagen: Nichts auf dieser Welt (und im Rest des Universums) geschieht ohne Gottes Willen. Nichts. Keine Ausnahme.
Aber warum dann?
Warum geschehen dann Dinge, die uns aus der Bahn zu werfen drohen.
Tja, das fragen wir uns.
Gott weiß, was er tut.
Und wir können uns darauf verlassen (das hat er uns in der Bibel versprochen), daß alles (alles!) nur zu unserem Besten geschieht.
Alles? Ja, alles. Wenn Ihr Kind stirbt, wenn Ihr Ehemann oder Ihre Ehefrau tot umfällt, wenn ein Liebster an Krebs stirbt… alles geschieht immer nur zu unserem Besten.
Darauf können wir uns verlassen. Das heißt nicht, daß wir es (im Moment) verstehen müssen.
Das meiste, das in meinem Leben geschah, wo ich fragte “Meine Güte! Warum das denn jetzt auch noch, mein Gott?!”, habe ich hinterher als etwas erkannt, wo Gott wohlwollend zu meinem Besten gewirkt hat.
So zum Beispiel bekam ich manches nicht, weil Gott etwas viel Besseres für mich bereithielt.
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Das Schlimmste, was mir in meinem Leben widerfuhr, war, daß sich mein 17-jähriger Sohn von jetzt auf sofort mit unserer Schrotflinte aus dem Leben schoß. Ich fahr’ zum Einkaufen, komm’ wieder nach Hause, und da liegt mein Sohnemann mit zerschossenem Schädel in seinem Zimmer.
Keine Ankündigung, keine Signale, keine Hinweise. Da schießt der sich einfach aus diesem Leben.
Gott hat mir auf meine alles erschütternde Fragen zwei Antworten gegeben:
(1) Ich hab dir das Liebste, was du hattest, weggenommen, damit du lernst, mich mehr zu lieben als alles, was ich dir geben und nehmen kann.
(2) Er führt meinen Sohnemann nach seinem (Gottes) Willen.
Bei allem Schmerz, bei aller Trauer, bei allen Erschütterungen, die mich wegen dem Selbstmord meines Sohnes nach mittlerweile drei Jahren immer noch treffen, muß ich sagen, daß das Beste, was mir in meinem Leben widerfahren ist, der Selbstmord meines Sohnes war.
Nichts hat mich mehr zu Gott gebracht als dieses Drama. Ich hätte ohne diese Katastrophe nicht ansatzweise das Verhältnis zu Gott gefunden, das ich durch diesen kaum zu ertragenden Schmerz gefunden habe.
Egoistisch? Was ist mit meinem geliebten Sohn?
Gibt es einen besseren Platz als im Himmel mit Gott und Jesus zu leben? Und dort ist er.
Egoistisch ist es, wenn ich ihn gerne hier haben möchte, weil es so schön mit ihm war.
Vertrauen auf Gott
Wir können Gott nicht verstehen. Wir müssen ihn auch nicht verstehen. Denn wir können uns einfach vertrauensvoll auf Gott verlassen.
Überlegen Sie mal, Gott hat Jesus für Sie und mich geopfert, damit Jesus die Strafe, die wir für unsere Sünden verdient hätten, auf sich nahm. Dadurch sind wir frei von aller Schuld und können überhaupt erst zu Gott treten, um für immer mit ihm zusammen zu sein.
Gott selber hat uns gesagt:
“Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken
und eure Wege sind nicht meine Wege.
So hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege
und meine Gedanken über eure Gedanken.”
[Jesaja, Kapitel 55, Vers 8-9]
Diese Wahrheit dürfen wir niemals vergessen. Gott entscheidet. Das mag uns nicht immer gefallen, nicht immer in unsere Lebensplanung passen oder uns gerecht erscheinen. Aber das ändert nichts daran, daß es immer gut ist, was Gott (für uns) tut.
Aber wenn ich es doch nicht akzeptieren kann…
Gott versteht das. Er kennt uns. Wir dürfen gerne in Verzweiflung zu ihm schreien. Wir dürfen gerne sagen, daß wir nicht mehr können. Wir dürfen gerne sagen, wie weh uns tut, was er in unserem Leben hat geschehen lassen. Das ist in Ordnung.
Gott hat Geduld. Sehr viel Geduld.
Und er liebt es, wenn wir – seine Kinder – ihm – unserem himmlischen Vater – voll und ganz vertrauen.
Da müssen Sie hinkommen, bei allem Schmerz, bei aller Verzweiflung, bei allem Unverständnis… Gott vertrauen.
Und wir können Gott vertrauen. Er ist der einzige, dem wir wirklich vertrauen können, weil er nur das Beste für uns will.
Tauchen wir aus unserem verzweifelten Schmerz auf, bekommen wir den Kopf aus dem Ozean von Nicht-Verstehen, warum uns das passieren mußte, dann können wir uns auch langsam an Gottes Wort orientieren:
“Denkt nicht mehr an das, was früher war,
auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten.
Seht her, nun mache ich etwas Neues.
Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?”
[Jesaja Kapitel 43, Verse 18-19]
Gottes Wille geschehe
Wie sollen wir beten?, fragten die Jünger Jesus.
Und in dem Gebet, das Jesus den Jüngern (und uns späteren Menschen) empfahl, ist die Zeile:
“Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden”.
In Jesus wurde Gott Mensch. Und Jesus, weil er als Mensch lebte, kennt alles. Jede Versuchung, alle Angst und alle Traurigkeit. Jesus hat nicht gesündigt. Er blieb rein und heilig (wo wir auch hinkommen sollen), aber er weiß, was wir durchmachen, deshalb können wir uns immer vertrauensvoll an ihn wenden.
Kennen Sie die ‘schöne’ Stelle, die in Matthäus Kapitel 26, Verse 37 – 39 beschrieben wird: “Da ergriff ihn (gemeint ist Jesus; Anm. von mir) Angst und Traurigkeit, und er sagte zu ihnen. Meine Seele ist zu Tode betrübt. (…) Und er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.”
Ich mag diesen oben bechriebenen Moment sehr. Er gibt mir so viel Kraft und Orientierung.
Angst, Traurigkeit, zu Tode betrübt… Jesus hat es durchlitten. Und er bat Gott, wenn es möglich ist, daß er nicht durchleiden muß, was dann auf ihn zukam (Verhöhnung, Folter, grausame Hinrichtung)
Aber über allem das Entscheidende: “Nicht wie ich will, sondern wie du willst.”
Gottes Wille soll geschehen; nicht unserer.
Warum? Gottes Wille ist perfekt. Unserer immer nur Stückwerk und meistens auch noch völlig falsch weil irdisch beschränkt und durchwoben.
Stellen Sie sich vor, Jesus hätte nicht Gottes Willen akzeptiert. Er hätte gesagt ‘Nein, Schluß. Ich mag nicht’. Eine ganze Armee von Engeln hätte Jesus sofort in den sicheren Himmel geholt. Aber wir, wir wären für immer verloren gewesen, weil Jesus nicht das Opfer am Kreuz für uns gebracht hätte.
Ein Glück, daß Jesus die Kraft hatte zu sagen, daß Gottes Wille geschehen soll – denn Gottes Wille war der Opfertod von Jesus, damit wir dadurch für immer gerettet sein können (wenn wir Jesus als unseren Retter und Herrn annehmen).
Ist es immer einfach, Gottes Willen zu akzeptieren? Nein.
Aber wir können Gott immer um Hilfe und Stärkung bitten.
Stärke mein Vertrauen in dich, lieber Gott.
Stärke meinen Glauben, mein Gott. Ich brauch’ dich.
