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Bombendrohung beim Arbeitsgericht in Lübecks Gertrud-Neustraße

Lübeck (ots) – Am Donnerstagmorgen, 26. Januar 2012, wurde telefonisch dem Arbeitsgericht in Lübeck mitgeteilt, dass sich im Gebäude eine Bombe befinden würde.

Gegen 08.50 Uhr ging der Anruf beim Arbeitsgericht ein. Eine männliche Stimme erklärte mit akzentfreiem Deutsch, dass sich im Gebäude eine Bombe befinden würde. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Auf Weisung folgte sofort die unmittelbare Räumung des Gebäudes. Zirka 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren betroffen. Durch die Polizei wurde der Bereich um das Gericht weiträumig abgesperrt.

Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Eine 95-jährige, bettlägerige Frau musste vom Rettungsdienst aus ihrer in unmittelbarer Nähe befindlichen Wohnung evakuiert werden.
In einem nahe gelegenen Altenheim erfolgte die vorübergehende Unterbringung.

Vor dem Gebäude lag ein abgelegter schwarzer Rucksack. Der angeforderte Kampfmittelräumdienst untersuchte diesen. Hierzu konnte nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden. Im Rucksack befanden sich Bekleidungsgegenstände. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Rucksack und der Bombendrohung zu sehen ist, müssen die weiteren Ermittlungen
ergeben.

Die Durchsuchung des Arbeitsgerichtes erfolgte im Weiteren mit Unterstützung von drei Sprengstoffspürhunden aus den Bereichen Ratzeburg, Bad Oldesloe und Lübeck. Insgesamt mussten vier Etagen
sowie eine Tiefgarage abgesucht werden.

Um 13.10 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Es wurde kein verdächtiger Gegenstand aufgefunden.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Anrufer.

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