Hamburg (ots) – Am Samstag, dem 07.01.2012, gegen 16.50 Uhr, erfasste eine S-Bahn der Linie S 31 aus Richtung Station Holstenstraße kommend bei Einfahrt in den Bahnhof Altona im Gleis 3 einen Mann. Der Mann erlitt erhebliche Verletzungen die zum Tode führten.
Durch Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr wurde die Leiche geborgen und in das Institut für Rechtsmedizin überführt.
Zur Durchführung der Bergungsmaßnahmen und der anschließende Unfallaufnahme durch die Bundespolizei mussten die entsprechenden S-Bahngleise von ca. 16.57 Uhr bis 19.29 Uhr gesperrt werden.
Fahrgäste der S-Bahn wurden nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei nicht verletzt.
Nach erstem Ermittlungsstand der Bundespolizei sah der Triebfahrzeugführer (29) der S-Bahn während der Einfahrt in den Bahnhof im Tunnelbereich eine Person am Gleisbereich entlang laufen. Trotz umgehend eingeleiteter Schnellbremsung konnte ein Erfassen der Person nicht mehr verhindert werden.
Der Triebfahrzeugführer wurde vor Ort abgelöst.
Nach erstem Ermittlungsstand der Hamburger Bundespolizei liegen keine Hinweise einer Fremdeinwirkung vor. Gründe für den Aufenthalt des Verunfallten im Gleisbereich konnten bislang noch nicht ermittelt werden.
Die Identität des Mannes konnte noch nicht geklärt werden; die weiteren Ermittlungen zur Identifizierung der unbekannten Person werden vom LKA 417 der Hamburger Polizei übernommen.
Beteiligte Einsatzkräfte:
Bundespolizei, Hamburger Feuerwehr, Notarzt, Hamburger Polizei, Notfallmanager der S-Bahn, Notfallseelsorgerin.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen.
Der Aufenthalt in den Gleisen ist verboten und lebensgefährlich. Geschwindigkeiten von Zügen werden häufig unterschätzt; die Bremswege sind oftmals mehrere hundert Meter lang. Zusätzliche Gefahren in den S-Bahngleisen gehen von den Stromschienen aus. Diese führen 1.200 Volt Gleichstrom; eine Berührung ist lebensgefährlich.
