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Wird Affäre um Bundespräsidenten Christian Wulff zur Staatskrise? Oder gibt es keinen Grund für Rücktritt von Wulff?

Köln (ots) – Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth sieht keinen Grund, dass Bundespräsident Christian Wulff zurücktreten muss. “Wulff hat sich ungeschickt verhalten, sein Krisenmanagement war miserabel. Aber trotzdem reicht das nicht aus, den Rücktritt des Bundespräsidenten zu verlangen”, sagt der Bonner Honorarprofessor im Gespräch mit dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch-Ausgabe vom 4. Januar 2012).

Langguth schränkte allerdings ein: “Wulff fällt dann, wenn er jetzt angesichts der Presseveröffentlichungen die Nerven verliert.” Mit Blick auf die einsetzende kritische Diskussion innerhalb der Union sagte Langguth ” Auch wenn einzelne Unionspolitiker Unmut haben sollten – entscheidend ist die Haltung der Bundeskanzlerin”.

Angela Merkel hatte den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff als Bundespräsidenten-Kandidaten gegen Joachim Gauck ins Rennen gebracht, nachdem Horst Köhler zurückgetreten war.

Für den ehemaligen WDR-Intendanten Friedrich Nowottny ist Bundespräsident Christian Wulff dem Amt nicht gewachsen. Sollte dann nicht lieber morgen statt übermorgen der Rücktritt von Wulff erfolgen?


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