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Gefahr von Hochwasser in Arnsberg. Steigende Pegel der Ruhr

Durch das Zusammentreffen von Niederschlägen und Schmelzwasser steigt gegenwärtig der Pegelstand der Ruhr an.

Im Laufe des Donnerstags ist der Pegelstand um rund 3 cm pro Stunde angestiegen. Die Stadt Arnsberg geht davon aus, dass der Warnwert am Pegelstand Oeventrop in den Abendstunden des Donnerstag oder in der Nacht auf Freitag erreicht wird.

Gegen 15 Uhr wurde dort ein Pegelstand von 188 cm mit steigender Tendenz gemessen.

Mit dem voraussichtlichen Erreichen des Warnwertes haben die Feuerwehr, die Technischen Dienste und die Verwaltung erste Vorsorgemaßnahmen durchgeführt und sich so auf möglicherweise weiter steigende Pegelstände eingestellt.

Der Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen allerdings nicht mit einer stationären Dauerregenlage. Leicht fallende Temperaturen sollten am Wochenende auch die Schneeschmelze verlangsamen.

Dennoch empfiehlt die Stadt Arnsberg den Haushalten in kritischen Lagen an der Ruhr entsprechende Vorkehrungen in den Kellern einzuleiten.

Die Stadt Arnsberg geht außerdem davon aus, dass die in den letzten Jahren durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen zur Entspannung der Hochwassersituation beitragen wird. Zusätzlich kommt ein neues internes Berichtssystem zu Einsatz.

Für detaillierte Informationen über vorbereitende Maßnahmen für Privathaushalte empfiehlt die Stadt die Broschüre des Bundesinnenministeriums zum Bevölkerungsschutz unter: www.bevoelkerungsschutz-portal.de/cae/servlet/contentblob/468184/publicationFile/34634/Fuer_den_Notfall.pdf


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Kindertheater des Monats in der KulturSchmiede Arnsberg

Am Montag, dem 15. März 2010, ist von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr die Theaterwerkstatt Hannover “Bohm und Böhmer” mit einem Theaterstück für Erwachsene und Kinder ab acht Jahren zu Gast in der KulturSchmiede.

Lars Vik, Urgestein des Norwegischen Freien Theaters, hat mit Bohm und Böhmer komische und mutige Figuren kreiert, die ans Herz gehen. Mühelos gelingt es ihm mit diesem Stück, direkten Kontakt zu seinem Publikum herzustellen und schwierige Themen aufzugreifen.

Dies alles geschieht vor dem Hintergrund seines Leitsatzes: “A comedian makes funny things,- a good comedian makes things funny.” (Buster Keaton)

Warum arbeitet der Mensch? Ist derjenige, der viel arbeitet auch viel wert? Und was ist mit denen, die nicht arbeiten können, mit denen, die keine Arbeit bekommen – sind sie weniger wert? Der Autor Lars Vik hat es mit Bohm und Böhmer geschafft, schwierige Themen leichtfüßig zu verpacken, und es gelingt ihm in diesem Stück direkten Kontakt zum (jungen) Publikum herzustellen. Er hat komische und mutige Figuren kreiert, die ans Herz gehen.

Zwei Männer ohne Schlips und festen Wohnsitz, der eine Bohm, der andere Böhmer, haben einander und nicht viel mehr. Sie sind Überlebenskünstler und prachtvolle Geschichtenerzähler. Federleicht und würdevoll erzählen sie von Riesen, Zwergen, dummen Königen und klugen Fischern.

Und während wir etwas über die Arbeit, das Kapital, das Leben, die Kunst und den Tod erfahren, gewähren sie Einblicke in ihren Alltag und ihre Freundschaft. Eine spannende Inszenierung, die die Tiefen der menschlichen Natur und die Widersprüche unserer Gesellschaft auslotet.

Mit “Bohm und Böhmer” gelingt es, dass Kinder und Erwachsene sich gleichermaßen über ein und dasselbe freuen. Den Großen wie den Kleinen stellt sich dabei die Frage, was im Leben wirklich wichtig ist.

Karten gibt es in allen Stadtbüros und an der Nachmittagskasse. Telefonische Hinweise unter Telefonnummer (02931) 893-1143.

Piet Klocke und Simone Sonneschein zu Gast im Sauerland-Theater in Arnsberg

“Das Leben ist schön – gefälligst!” – mit diesem Programm gastieren Piet Klocke und Simone Sonneschein am Mittwoch, dem 24. Februar 2010, um 20 Uhr, im Arnsberger Sauerland-Theater.

Piet Klocke hat ein paar rote Haare, hagere Gestalt, eine unmodische, kreisrunde Brille und rudert nicht selten fahrig mit den Händen im luftleeren Raum herum. Dabei gelingt es ihm nicht immer begonnene Sätze zu Ende zu bringen – zu viele Geschichten gehen ihm durch den Kopf, zu viele Assoziationen wollen assoziiert werden und dann immer wieder diese merkwürdige Musik im Kopf…!

Zuletzt wandte sich Klocke, bzw. dessen Kunstfigur des Alles erklären wollenden Professors (“Dass ich mehrere bin, weiß ich, Hauptsache es wirkt sich nicht steuerlich ungünstig…!”) den erstaunlichen Phänomenen von Raum und Zeit zu, die sich in Gestalt seines Buches “Das geht alles von Ihrer Zeit ab” artikulieren.

Das offenbart haarsträubende bis gewagte Alogismen, fragmentarische Aneinanderreihungen von Gedankenblöcken über das Leben und das Leben im Leben eines Lebens, deren gemeinsames Qualitätsurteil stellenweise völlige Sinn-Freiheit sucht, unbewusster Dadaismus.

Die Zeit nach Buch und CD “Scheitern als Weg!” kommt nun auf die Bühne. Zusammen mit der begnadeten Saxophonistin Simone Sonnenschein tritt Piet Klocke wieder live auf. Wort und Musik wollen erneut berücksichtigt werden! Was damit genau gemeint ist, das kann der größtenteils improvisierende Künstler wohl selbst nicht so genau sagen. Aber die Vergangenheit zeigt: Man sollte unbedingt dabei gewesen sein!

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte ihn einen “Metaphysiker der deutschen Spaßkultur”, und wenn die das sagen, meinen sie es ernst.

“Das können sie akustisch stornieren”, fordert der Professor, alias Klocke, sein Publikum auf. Da hilft nur eines: “Ja nicht aufs offene Messer hinausschwimmen!”

Wer sich dennoch traut, bekommt noch Karten in den Stadtbüros. Telefonische Informationen gibt es unter Telefon (02931) 893-1143.

Wahl vom Integrationsrat in Arnsberg

Der neue Integrationsrat in Arnsberg ist gewählt. Er löst den bisherigen Ausländerbeirat ab.

Mit 9,66 % blieb die Wahlbeteiligung deutlich hinter den Erwartungen.

4077 Wahlberechtigte waren gestern aufgerufen den neuen Integrationsrat der Stadt Arnsberg zu wählen. Er setzt sich aus 14 direkt gewählten Kandidaten und 7 Ratsmitgliedern zusammen.

Nach der Änderung des § 27 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen sind jetzt die Integrationsräte die Regelgremien für die politische Vertretung für Migrantinnen und Migranten in den Kommunen.
Es wurden insgesamt 394 Stimmen abgegeben, davon waren 387 gültig, 7 ungültig.

Von der Briefwahl hatten 30 Wahlberechtigte Gebrauch gemacht. Die Stimmen wurden in drei Stimmbezirken abgegeben. Arnsberg: 46, Hüsten: 113, Neheim: 205.

Von den 14 möglichen direkt gewählten Kandidaten konnten durch die Wahl nur 10 Plätze im neuen Integrationsrat besetzt werden. Durch das d’Hondtsche Höchstzahlverfahren entfielen auf die Liste Eurasia mehr Stimmen, als Listenbewerber vorhanden sind. Aus der Liste Eurasia hätten vier weitere Kandidaten in den Integrationsrat einziehen können. So bleiben diese Plätze vakant.

Direkt gewählt wurden:
Liste Eurasia: Aynur Sariköse, Ayse Düzgün, Asiye Yagdogan, Tarik Ersöz, Ilhan Özcan (196 Stimmen insgesamt, 3 Arnsberg, 60 Hüsten, 133 Neheim)

Liste International 2010: Nicoletta Ceccato, Marco Calcagno, Lucia Falcone in Truglio, Patricia Calcagno (81 Stimmen insgesamt, 8 Arnsberg, 34 Hüsten, 39 Neheim

Einzelbewerber: Martin Werner (33 Stimmen insgesamt, 12 Arnsberg, 2 Hüsten, 19 Neheim)

Ausstellung im Kloster Wedinghausen: der Gero-Codex

Vom 24. Oktober 2009 bis zum 17. Januar 2010 ist im Kloster Wedinghausen der Gero-Codex zu Gast. Die Ausstellung dazu befindet sich in den letzten Vorbereitungen.

Den Codex in- und auswendig kennen dagegen Sabine Grabiwoda und Stefan Weirich. Die beiden Studenten der Medientechnik an der FH Südwestafeln in Meschede haben im Rahmen eines Kooperationsprojektes eine mediale Präsentation erarbeitet und dazu Bilder aus dem Codex sowie anderer zeitgenössischer Werke sowie Textmaterial bearbeitet und umfassend medientechnisch sowie gestalterisch aufbereitet.

Die entstandene Präsentation wird in der Ausstellung zu sehen sein. Betreut wird das Projekt durch Professor Dr.-Ing. Stefan Breide. Ihn fasziniert vor allem der Brückenschlag über fast 1.000 Jahre: “Es gelingt, ein über 1.000 Jahre altes Medium mit moderner Technik dem heutigen Publikum näher zu bringen.”

Weltkulturgut
Der Gero-Codex gilt als eines der herausragendsten Beispiele mittelalterlicher Buchmalerei. Er entstand um 969 in dem berühmten Skriptorium des Klosters Reichenau. Seit 2003 zählt er zum “Memory of the World” der UNESCO – ein Werk von unermesslicher Bedeutung für die Kulturgeschichtliche der Welt.

Blick in einen anderen Kosmos
Die Handschrift enthält 298 Evangelientexte für den gesamten Jahreslauf. Kunstvoll verschlungene Anfangsbuchstaben markieren den Beginn eines jeden Abschnitts. Ganzseitige Miniaturmalereien erstrahlen im Glanz von Gold- und Purpurtinte.

Der Gero-Codex war mehr als nur ein Buch. Er war heiliges Objekt, Mittler – Medium im wahrsten Sinne – zwischen dem Hier und dem Jenseits.

Noch der heutige Betrachter kann sich der Faszination dieses Meisterwerkes kaum entziehen. Der Gero-Codex öffnet den Blick in einen anderen Kosmos: In die Glaubens- und Lebenswelt um 1000, die in Vielem so anders ist als die Gegenwart. Und die dennoch das Denken und Handeln der Menschen im europäischen Kulturkreis der Gegenwart beeinflusst.

Ausstellung als mediales Ereignis
Wer aber schrieb und malte dieses einzigartige Buch? Wer gab es in Auftrag? Was trieb ihn dazu? Wie kam es nach Arnsberg – und warum ist es heute in Darmstadt?

Die Ausstellung fragt nach den Menschen rund um den Gero-Codex. Sie erinnert an die Tatsache, dass dieser Schatz der Menschheit einst zur Bibliothek des Klosters Wedinghausen gehörte und arbeitet zugleich seine historische wie kulturgeschichtliche Bedeutung heraus.

Maßgeblich gestaltet durch das Medienprojekt der FH Südwestfalen Meschede baut die Ausstellung um das einzige und einzigartige Exponat einen Spannungsbogen auf, der in der Präsentation dieser Prachthandschrift seinen Höhepunkt findet.

Übrigens wird zeitgleich zum Gero-Codex im LICHTHAUS ARNSBRG die minimalistische Arbeit des isländischen Künstlers Finnbogi Pétursson “SPHERE” gezeigt.

Das Gesamtprojekt begleitet die umfangreiche Ausstellung “Kurfürst – Adel – Bürger” mit der das Sauerland-Museum vom 25. Oktober 2009 bis zum 28. Februar 2010 an die Geschichte des Kurkölnischen Herzogtums Westfalen (1180-1803) erinnert.

Comedy-Kabarett mit Hans-Hermann Thielke in Arnsberg: Nase voll und Postschalter zu

Deutschland braucht Männer wie ihn. Hans-Hermann Thielke (Mitte) entdeckt: Es gibt ein Leben nach der Post (Pressefoto)
Deutschland braucht Männer wie ihn. Hans-Hermann Thielke (Mitte) entdeckt: Es gibt ein Leben nach der Post (Pressefoto)

Die Vita von Hans-Hermann Thielke, als Postschalterbeamter von eigenen Gnaden bekannt wie ein knallgelber Hund, erfährt eine bemerkenswerte Wendung. Das ist Pech für ihn – aber großes Glück für sein Publikum! Denn am Freitag, dem 23. Oktober 2009, lässt er sich um 20 Uhr in der KulturSchmiede in seinem neuen Comedy-Kabarett-Programm “Jetzt oder nie!” über die Einzelheiten seines unfreiwilligen Schicksals aus:

30 Jahre hat Hans-Hermann Thielke für die Post geschuftet, da setzt sein Chef ihn vor die Tür: “Auf Männer wie Sie wartet ganz Deutschland!”, so die nett verpackte Kündigung.

Thielke hat die Nase voll und den Schalter geschlossen. Gibt es ein Leben nach der Post? Einen Weg, weg von Briefmarken und Paketen direkt ins pralle Leben? Ein Leben voller Wein, loser Weiber und glückseligem Gesang?

“Jetzt oder nie!” – Der Name des neuen Solos von Hans-Hermann Thielke ist selbst Programm: Da will einer raus aus dem Vorruhestand, rein in die atemlose Welt des Showgeschäfts und des Glamours. Dazu kreiert er sich neu, schöpft ungebremst aus dem Vollen.

Verborgene Talente, unterdrückte Sehnsüchte, geheime Wünsche – Hans-Hermann riskiert und gibt alles: fragwürdige Castings, halbseidene Tanzveranstaltungen, selbst eine stylische Typenbera-tung kreuzen seinen POST-posttraumatischen (zweiten Bildungs-)Weg ins Show-Business.

Sicher, jeder hat sein Päckchen zu tragen – mit oder ohne Post. Doch kann Thielke tatsächlich die Beamtenhaut abstreifen? Wohnt wirklich jedem Ende ein neuer Anfang inne? Ist Hans-Hermann stark genug, den abenteuerlichen Stürmen seines neuen Lebens zu trotzen? Der Fels in der Brandung? Oder doch nur die Nussschale, die in den haushohen Wogen seiner überschäumenden Stories zum Kentern verurteilt ist?

Die Antworten kennt wie immer der Wind, vermutlich auch die Post – und hinterher alle, die sich in einem der Arnsberger Stadtbüros oder unter der Rufnummer 02931 893-1143 eine Eintrittskarte besorgt haben.

Internet: www.hans-hermann-thielke.de

Mittelalterliche Handschrift Gero-Codex kommt zurück nach Arnsberg

Der Gero-Codex ist über 1.000 Jahre alt. Das Buch aus ottonischer Zeit wurde vor dem Jahre 969 für den späteren Kölner Erzbischof Gero angefertigt.

Die Handschrift, denn damals war der Buchdruck noch nicht erfunden, wurde von einem Mönch Anno im Kloster Reichenau geschrieben und durch Gero dem Hl. Petrus als Patron des Kölner Domes gestiftet.

Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor dem Jahre 1752 gelangte die berühmte Handschrift in die Bibliothek des Arnsberger Klosters Wedinghausen. Bei der Aufhebung des Klosters im Jahre 1803 wurde es als “das gemalte Buch von Wedinghausen” nach Darmstadt in die Bibliothek des neuen Landesherrn, Landgraf Ludewig X. von Hessen-Darmstadt verbracht. Jetzt kehrt es zurück.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel hat den Leihvertrag unterschrieben und damit den Weg für eine Rückkehr des Gero-Codex frei gemacht. Für rund drei Monate wird der Gero-Codex in seiner alten Heimat ausgestellt. Das ist auch ein Resultat der guten Zusammenarbeit der Arnsberger und Darmstädter Historiker.

Eine rund 6.000 Euro teure klimatisierte Vitrine und zusätzlich diverse Sicherungseinrichtungen sind außerdem die Bedingung, dass die Darmstädter Universitäts- und Landesbibliothek die prachtvolle Pergamentenhandschrift nach Arnsberg ausleiht.

Für die Stadt Arnsberg ist die Vitrine aber keine Investition nur für diese Ausstellung, sie ist mobil und kann später vielfältig sinnvoll genutzt werden.

Die Säkularisation, also die Aufhebung der Klöster durch napoleonischen Einfluss, sorgte für einen neuen Landesherrn in Arnsberg. Nicht mehr der Kölner Kurfürst und Erzbischof, sondern Landgraf Ludewig X. von Hessen-Darmstadt hatte als Napoleons Verbündeter die Macht.

Er ließ viele Kulturgüter, wie auch den Gero-Codex an seinen Residenzsitz nach Darmstadt bringen. Glücklicherweise hat der Gero-Codex hier den Zweiten Weltkrieg schadlos überstanden.
Die Handschrift wird dort unter der Signatur Hs. 1948 in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrt.

Der Codex steht als digitale Faksimileausgabe im Internet und auf CD dem Publikum zur Verfügung. Das Original ist aus konservatorischen Gründen nur sehr selten in Ausstellungen zu sehen.

Um das herausragende Kunstwerk der vorletzten Jahrtausendwende vor dem Zerfall zu bewahren und es für die Menschheit zu retten, wird es in einem klimatisierten Raum in einem gesonderten Magazintrakt sicher gehütet. Selbst Wissenschaftler erhalten nur in Ausnahmefällen Zugang zu der Handschrift. Zwar ist der Gero-Codex mit 30 Millionen Euro versichert, sein eigentlicher sakraler und kulturgeschichtlicher Wert lässt sich aber mit Zahlen nicht ermessen.

Der Gero-Codex des Klosterschreibers Anno zählt zu zehn Pergamenthandschriften, die in der weltberühmten Malschule auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee entstanden sind. Sie sind am 30. August 2003 in das UNESCO-Programm “Memory of the World” aufgenommen wurden. Der Gero-Codex hat eine Größe von 20 x 23cm und besteht aus 176 kunstvollen Pergamentblättern. Er ist ein Evangelistar mit Auszügen aus den vier Evangelien des Neuen Testamentes. Der in karolingischen Minuskeln geschriebene lateinische Text des Gero-Codex enthält 298 Evangelienlesungen für den gesamten Jahreslauf.

Novecento beim Internationalen Theatertreffen in Arnsberg

Das 5. Internationale Theatertreffen in Arnsberg startet mit einer “poetischen Geschichte von Liebe und Unendlichkeit”.

Novecento – die Legende vom Ozeanpianisten wird zur Eröffnung der Theatertage am Freitag, den 02. Oktober 2009, um 18.15 Uhr in der Arnsberger Kulturschmiede aufgeführt. Zuvor wird das internationale Theatertreffen um 18.00 offiziell eröffnet.

Das besondere Kennzeichen des Theatertreffens ist der Dialog zwischen den Genres der darstellenden Künste. In diesem Jahr steht das Tanztheater im Mittelpunkt.

Mit Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten nach Allessandro Bariccos Meisternovelle eröffnet ein Stück das Theatertreffen, das in Magdeburg und Berlin für ausverkaufte Häuser sorgte. Das Puppentheater Magdeburg und der in Wuppertal aufgewachsene und in Berlin lebende Darsteller Florian Feisel bringen ein berührendes Stück auf die Bühne.

“Dem Schweizer Regisseur Markus Joss gelang in der langen gemeinsamen Projektentwicklung mit dem künstlerischen Leiter des Puppentheaters Frank Bernhardt und dem außergewöhnlichen Puppentheaterkünstler Florian Feisel ein szenischer Monolog. Der Text selbst und die Art und Weise wie Florian Feisel in den verschiedenen Rollen und im symbolträchtigen Spiel mit, auf, im, über, neben und unter dem “Schiff” diesen Text sprachlich auslotet, ist wie Musik” schreibt der Magdeburger Kritiker Herbert Henning über die “wunderbaren Erlebnisse der kleinen Form mit großer nachhaltiger Wirkung.

Denn Tim Tooneys Zuhause ist eine Kiste. In der lebt er. Aus der heraus erzählt er die Geschichte seiner Freundschaft zu dem großartigsten Mann, den er je gekannt hat: Danny Boodmann T. D. Lemon Novecento. Der Mann, der Zeit seines Lebens das Schiff, auf dem er geboren wurde, nicht verlassen hat, der die Gabe besaß, die Menschen zu erkennen, die Zeichen zu lesen, die sie mit sich trugen – Zeichen für Orte, Länder, Geschichten.

Zu Novecento, dem Ozeanpianisten, kam die ganze Welt. Sie kam zu ihm, weil er sie sich täglich neu erschuf – mit den 88 Tasten seines Klaviers. Er verließ das Schiff nie, weil er wusste, dass an Land nicht die Freiheit auf ihn wartet, sondern die Angst vor den unendlichen Möglichkeiten.

Darsteller Florian Feisel – ausgebildet am Studiengang für Puppenspielkunst der Berliner Ernst-Busch-Hochschule – arbeitet seit 2003 als freischaffender Figurenspieler und Performancekünstler. In einem ganz eigenen Mix aus Körpertheater, Materialperformance und Figurenspiel entwickelt er seine Theaterstücke mit “Körperteilen, Figuren und anderen Dingen”.

Die Inszenierung Novecento entstand in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Magdeburg, einem der renommiertesten deutschen Ensembletheater.

Ab 21.30 Uhr wird das Tanzensemble RS aus Remscheid zu einem literarischen Tanzabend “Das Ende als Zukunft” einladen. Es ist eine Begegnung mit dem 1986 verstorbenen Sprachkünstler Dan Pagis, einem der bedeutendsten Schriftstellern Israels und dem Lyriker Ronny Someck, im Irak geboren und nach Israel ausgewandert.

Die Choreographin Dr. Ronit Land, in Tel-Aviv geborene Tanzdozentin und Fachleiterin für Tanz an der Akademie Remscheid, ließ sich in ihrem Tanzabend von den Gedichten und der Prosa dieser beiden Autoren inspirieren. Als Rezitator wird Festival-Organisator Yehuda Almagor vom Teatron-Theater selbst fungieren.

Karten für das Theatertreffen und die Eröffnungsveranstaltungen gibt es im Arnsberger Stadtbüro (02931-893 1143) und an der Abendkasse in der KulturSchmiede Arnsberg, Apostelstr. 5, 59821 Arnsberg, Tel. 02931 23471 (ab einer Stunde vor den Vorstellungen).

Für spontane Besucher gibt es die Möglichkeit, sich jeweils eine Stunde vor Beginn einer Vorstellungen des Theatertreffens unter folgenden Telefonnummern nach Restkarten zu erkundigen: Für Veranstaltungen in der KulturSchmiede: 02931 23471, für die Veranstaltung im Sauerlandtheater: 02931 1731.

Weitere Informationen unter www.arnsberg.de und www.teatron-theater.de.

Streicherherbst 2009. Musik in der Liebfrauenkirche Arnsberg

Zu einem besonderen Konzertereignis lädt die Musikschule des Hochsauerlandkreises für kommenden Sonntag, dem 27.September 2009, 17 Uhr in die Liebfrauenkirche Arnsberg ein.

27 Schülerinnen und Schüler des Streicherbereiches haben an den letzten Wochenenden gemeinsam mit ihren Lehrern und Lehrerinnen H. Schwentker, J. Kim und K. Esser intensiv an verschiedenen Werken der Streicherkammermusik geprobt und freuen sich darauf, diese Musik am kommenden Sonntag präsentieren zu können.

Aus den Teilnehmern der unterschiedlichen Alters-und Ausbildungsstufen sind sechs Quartette und Quintette entstanden, die ein sehr abwechslungsreiches Programm erarbeitet haben. Dabei werden u.a. Stücke von W.A. Mozart (“Eine kleine Nachtmusik”), G.P. Telemann und G.F. Händel vorgetragen, ebenso wird aber auch das Adagio aus Anton Bruckners Streichquintett interpretiert.

Als “Rausschmeißer” spielen dann alle Musiker zusammen noch den “Chinese Rag” von J. Matitia . Die jungen Künstler würden sich freuen, ihre Begeisterung für das gemeinsame Musizieren mit möglichst vielen Zuhörern zu teilen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Schweinegrippe bei Reiserückkehrern im Hochsauerlandkreis. Milder Verlauf. Erkrankte alle Zuhause

Stand: 3. August 2009, 15 Uhr. 22 Erkrankte im Hochsauerlandkreis

In Arnsberg sind vier Personen, in Marsberg eine Person und in Schmallenberg eine Person an der Schweinegrippe (political correct “Neue” Grippe) erkrankt.

Bei ihnen wurde das Influenzavirus A/H1N1 nachgewiesen. Die Erkrankten sind Reiserückkehrer, zwischen 19 und 27 Jahre alt und werden zu Hause behandelt. Im Hochsauerlandkreis gibt es damit insgesamt 22 Erkrankte

Rhönrad-Weltmeisterschaft 2011 in Arnsberg

Die Rhönrad-Weltmeisterschaften 2011 werden in Arnsberg stattfinden. Das hat der Internationale Rhönrad Verband (IRV) am Montag-Abend, dem 18. Mai 2009, auf seiner Generalversammlung in der Schweiz beschlossen. Um die Ausrichtung der Veranstaltung hatte sich der TV Arnsberg 1861 e.V. beworben, der 2011 sein 150jähriges Jubiläum feiern wird.

Die Weltmeisterschaften werden in zwei Jahren Anfang Juni für fünf Tage in der Arnsberger Rundturnhalle ausgetragen werden. Für die Stadt Arnsberg ist es das erste Mal, dass sie eine Weltmeisterschaft ausrichten darf. Die WM in Arnsberg wird neunte Ausrichtung einer Rhönrad-WM sein.

Deutschland gilt im Rhönradturnen als eine internationale Hochburg. Das Rhönrad wurde bereits 1925 von Otto Feick in der bayerischen Rhön als “Reifen-, Turn- und Sportgerät” zum Patent angemeldet, nachdem er es mehrere Jahre lang entwickelt hatte.

Seit 1926 ist der Name “Rhönrad” geschützt. Als Demonstrationsdisziplin wurde das Rhönrad bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin vorgeführt. Der Internationale Verband gründete sich erst wesentlich später. 1995 wurde er gegründet und gleichzeitig die erste Weltmeisterschaft ausgetragen. Seitdem finden sie alle zwei Jahre statt.

Der Rhönrad-Abteilung des TV Arnsberg gilt sein Jahren als Hochburg. Aktuell ist der 16jährige Peter Jakobi vor drei Wochen Norddeutscher Vizemeister geworden. Peter Jakobi und seine Zwillingsschwester Franziska Jakobi haben sich bei den Norddeutschen Meisterschaften für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die im Rahmen des Internationalen Turnfestes in Frankfurt ab dem 30. Mai ausgetragen werden.

Hans-Josef Vogel Ehrenbürger von Alba Iulia

Bei einem Besuch von Arnsbergs Partnerstadt Alba Iulia in den Osterferien erhielt Bürgermeister Hans-Josef Vogel eine besondere Anerkennung für seine Arbeit. Auf Beschluss des Rates der Stadt Alba Iulia wurde er “Ehrenbürger der Stadt Alba Iulia”.

“Das ist eine Auszeichnung für unsere Stadt, insbesondere für die engagierten Bürgerinnen und Bürger im Förderverein Alba Iulia, die ich hier stellvertretend entgegennehme”, betonte Vogel in seinen Dankesworten.

Alba Iulia sei eine zutiefst europäische Stadt mit einer über 2.000jährigen Geschichte, so Vogel. Das mache die Anerkennung besonders wertvoll. Mit dem Beitritt in die Europäische Union seien nun beide Städte “Gleich unter Gleichen”. Damit habe eine neue Ära der Städtepartnerschaft begonnen, von denen die Gründer geträumt hätten.

“Gemeinsam in Europa” – damit gebe es völlig neue Perspektiven und Chancen für beide Städte, die wir gemeinsam nutzen können. Vogel zudem: “Ich bin tief beeindruckt von dem, was Alba Iulia nach der Revolution und besonders in den letzten Jahren aus eigener Kraft geleistet hat.” Die Stadt sei im besten Sinne nicht wieder zu erkennen.
Die Städtepartnerschaft Alba Iulia – Arnsberg besteht 35 Jahre und wurde mitten im “Kalten Krieg” über die damaligen Blöcke und die Teilung Europas hinweg gegründet.

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