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Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo sendet Grüße an ehemalige jüdische Mitbürger

Auch in diesem Jahr schickte Bürgermeister Peter Nebelo zum kommenden Jahreswechsel wieder Grüße aus Bocholt an die ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens und ihre Angehörigen in aller Welt.

Insgesamt erhalten 19 Familien Post aus ihrer alten Heimat. 13 Briefe gehen in diesem Jahr in die USA, drei wurden nach Argentinien geschickt, einer nach Israel, einer nach Paraguay und einer nach Deutschland.

Diese Tradition geht auf eine Idee des verstorbenen Ehrenbürgers und Ehrenoberbürgermeisters Günther Hochgartz im Jahr 1979 zurück.

In jedem Jahr berichtet der Bürgermeister von Neuigkeiten aus der Stadt Bocholt oder auch wichtigen Ereignissen, die in den vergangenen 12 Monaten in Deutschland geschehen sind. So ging er z. B. kurz auf die Wahl des neuen Bundespräsidenten Christian Wulf nach dem Rücktritt von Horst Köhler ein.

Über die verschiedenen Veranstaltungen, die die Stadt Bocholt in Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlich Tätigen in diesem Jahr durchführte, um an die Gräuel in der Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern, berichtete Nebelo ebenso.

Er erinnerte in seinem Schreiben z. B. an die Ausstellung “Zeichne, was du siehst”, die im Februar im hiesigen Stadtmuseum stattfand. Helga Weissova Hoskova hatte als Kind mit Bleistift und Wasserfarben auf Papier ihre traurigen Erlebnisse im Ghetto festgehalten.

Als Zeitzeugin besuchte sie Bocholt, um den nachfolgenden Generationen auf diesem Wege von ihren Erinnerungen aus Theresienstadt zu berichten.

Außerdem schickte der Bürgermeister einen aktuellen Stadtplan mit, der vom Arbeitskreis Synagogenlandschaft der Volkshochschule erarbeitet wurde und die Standorte aller 44 Bocholter “Stolpersteine” zeigt. Im vergangenen Jahr konnte der Künstler Gunter Dennig die letzten 12 “Stolpersteine” in Bocholt verlegen.

Abschließend wies Nebelo auf die Möglichkeit hin, dass die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie ihre Angehörigen bei Interesse sehr herzlich eingeladen sind, die Stadt Bocholt zu besuchen.

Dafür gilt auch weiterhin die Regelung, Besuche von ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens seitens der Stadt mit einer kleinen finanziellen Zuwendung zu unterstützen. Mit den besten Wünschen für den kommenden Jahreswechsel beschloss der Bürgermeister sein Schreiben.


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Jugendschutz in Bocholt: 8 Kontrollen, 6 Verstöße

Das Ordnungsamt der Stadt Bocholt hat am Montag, dem 20. Dezember 2010, unter Einsatz jugendlicher Testkäufer acht Einzelhandelsgeschäfte bzw. Kioske kontrolliert. In sechs Fällen wurden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt.

In drei Geschäften wurde Tabak an Minderjährige verkauft, an einem Stand hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt. Die Herausgabe an Minderjährige ist in beiden Fällen verboten.

In einem Spielwarengeschäft wurde das Video-Shooterspiel “Counterstrike” ungeprüft herausgegeben, obgleich es erst ab 18 Jahren freigegeben ist.

In einem Elektronikladen wurde eine ebenfalls altersbeschränkte Film-DVD ohne Ausweisprüfung an den Jugendlichen verkauft.

Gegen die Verkäufer wird ein Verfahren wegen Verletzung des Jugendschutzes eingeleitet.

In zwei weiteren Geschäften wurde ordnungsgemäß der Ausweis verlangt und die Herausgabe daraufhin verweigert.

Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Bocholt an Weihnachten und Silverster

Die Dienststellen der Stadtverwaltung Bocholt bleiben am Freitag, dem 24. Dezember 2010, und am Freitag, 31. Dezember geschlossen.

Verdacht auf Schwarzarbeit in Bocholt

Am Freitag, dem 26. November 2010, kontrollierte der Fachbereich Öffentliche Ordnung der Stadt Bocholt drei Restaurants und drei Imbisse. Dabei kam es dreimal zum Verdacht auf Schwarzarbeit.

Im Rahmen einer unangekündigten Überprüfung durch das städtische Ordnungsamt wurden in den sechs Betrieben insgesamt 12 Personen nach ihrem monatlichen Nettolohn befragt.

Dabei kam heraus, dass in einem Restaurant einem Fahrer ein auffällig geringer Stundenlohn gezahlt wird. In einem anderen Restaurant fielen den Mitarbeitern des Ordnungsamtes gleich zwei Personen mit einem geringen Stundenlohn auf.

Die Erkenntnisse aus der Kontrolle wurden dem Hauptzollamt Gronau zugesandt. Diese Behörde ist für die weitere Verfolgung und Ahndung bei Verstößen gegen das “Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung” (SchwarzArbG) zuständig.

Die Betreiber der beiden Betriebe müssen mit einem Verfahren wegen des Verdachts auf Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben rechnen.

Nikolaus verrichtet “Schwerstarbeit” im “Bocholter”

Vor allem am Freitagnachmittag musste der Nikolaus, der den “Bocholter” auf seinem Weg nach Wesel und zurück begleitete, “Schwerstarbeit” verrichten. Der Zug war so voll, dass schon nach fünf anstelle der geplanten sechs Stunden die Weckmänner komplett verteilt waren.

Viele hatten sich sicherlich aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen den Zug als Reisemittel auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt in Bocholt, zum Einkaufen in Bocholt oder – auf dem umgekehrten Weg – in die Fußballstadien der Bundesliga oder auch zum Kurzurlaub in den Schnee, ausgesucht und für jeden hatte der Nikolaus einen frisch gebackenen Weckmann dabei.

Am Donnerstag begleitete er den Zug bereits auf der ersten Fahrt um 5:33 Uhr. “Das haben wir vor zwei Jahren eingeführt und beibehalten”, berichtet Bruno Wansing vom Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, der die Aktion seit Jahren betreut, “um auch die Reisenden, die ganz früh zur Arbeit fahren, in den Genuss eines Weckmanns kommen zu lassen.”

1.600 Weckmänner waren es in diesem Jahr, die der Nikolaus verteilte, “am Freitag hatten wir ja eigentlich eine Stunde länger vorgesehen, da müssen wir im nächsten Jahr doch ein wenig nachlegen”, so Wansing weiter.

Gute Fahrgastzahlen (täglich um die 1.400 Fahrgäste) und die tolle Resonanz auf Marketingaktionen, wie die mit dem Nikolaus, zeigten, dass der Trend zur Bahn weiter da sei.

Nikolaus im Bocholter 2010. Auch im Jahre 2010 begleitete der Nikolaus den 'Bocholter' auf seinem Weg nach Wesel und zurück. Vor allem bei den kleinen Kindern kommt er dabei immer wieder gut an [Foto: Bruno Wansing / Stadt Bocholt]

Der “Bocholter” sei, spätestens seit der Fahrplanumstellung im Jahre 1998, als die Verbindungen zu den Anschlusszügen über die Rheinschiene erheblich verbessert wurden, eine Alternative zum Auto geworden. Ob zur Arbeit oder Schule, zur Kegeltour oder einfach am Wochenende von Wesel aus zum Einkaufen nach Bocholt, mit dem “Bocholter” lassen sich die passenden Verbindungen zumeist problemlos herstellen.

3 Kühe im Güllekeller. Spezialeinsatz für Feuerwehr Bocholt

Ungewöhnlicher Spezialeinsatz für die Bocholter Feuerwehr: Am Dienstag, dem 30. November 2010, wurden nach stundenlangem Einsatz drei Kühe gerettet.

Das Milchvieh war auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Bocholt-Mussum in einen 1 Meter breiten Güllekeller eingebrochen.

Die Gitterroste, auf denen die Kühe während des Melkvorganges standen, haben vermutlich aufgrund von Materialermüdung das Gewicht der Kühe nicht mehr gehalten. Die Kühe mussten daraufhin von 20 Einsatzkräften der Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen vor Ort war, in einer langwierigen Aktion befreit werden.

Hierzu setzte die Feuerwehr einen Kettenzug und eine spezielle Beckenzange ein, an der die Kühe jeweils einzeln hochgezogen wurden.

Mit einem Kettenzug und einer Beckenzange hievt die Feuerwehr eine Kuh aus der Bedrouille [Foto: Feuerwehr Bocholt]

“Die Befreiungsaktion erwies sich aufgrund der räumlichen Enge zunächst als äußerst schwierig”, so Thomas Deckers, stellvertretender Leiter der Bocholt Wehr.

Das Happy End konnte dann nachts Punkt 1.14 Uhr vermeldet werden. Ergebnis: Drei glückliche Kühe – und eine erfolgreiche Feuerwehr.

Bocholter Feuerwehrleute auf Übung in Dortmund

Zum Glück nur eine Simulation: Die Feuerwehrleute üben die Rettung nach einem Autocrash [Foto: Presseamt Stadt Bocholt]

Drei Tage lang wurde das Gelände an der ehemaligen Feuerwache 4 im Dortmunder Stadtteil Hörde zum Schauplatz für verschiedenste Übungen von Feuerwehrleuten aus ganz Deutschland.

Neben Brandeinsätzen wurden technische Hilfeleistungen wie das Befreien von Personen aus verunglückten Fahrzeugen trainiert. Auch die Bocholter Wehr war mit zwölf Feuerwehrleuten aus dem jetzigen Grundlehrgang und dem Bocholter Ausbilder Dirk Arping vor Ort.

Hintergrund der gemeinsamen Übungen ist die Zusammenarbeit der Städte Bocholt, Herdecke, Wuppertal und Dortmund mit dem Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) mit Sitz in Münster.

Während von den städtischen Feuerwehren die Grundausbildungslehrgänge trainiert wurden, nutzte das IdF die Gelegenheit, um angehende Führungskräfte auszubilden.

Verschiedene Unglücksszenarien wurden realitätsnah dargestellt. Hierbei mussten die zehn Einsätze oft unter Stress bewältigt werden. Während der Übungen stand die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren im besonderen Fokus.

Sehr professionell waren laut Arping die Einsatznachbesprechungen, welche von den Ausbildern des Instituts der Feuerwehr mit den Brandreferendaren und den Gruppenführern der eingesetzten Feuerwehren durchgeführt wurden: “Wir konnten hierbei noch einmal besonders Erfahrungen im Bereich der Führungsstrukturen, aber auch in der taktischen Vorgehensweise sammeln.”

Mit dem Leistungsstand der Bocholter Einsatzkräfte zeigte sich auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Bocholt, Thomas Deckers, sehr zufrieden: “Die Bocholter Kollegen haben sehr professionell gearbeitet und viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen können.” Auch am Nachfolgelehrgang werden die Bocholter Feuerwehrleute teilnehmen, kündigte Deckers an.

Bocholter Ratsmitglieder besuchten belgische Partnerstadt

Zum ersten Mal besuchten 17 Bocholter Ratsmitglieder, sachkundige Bürger und Erster Stadtrat Thomas Waschki am 25. November 2010 eine Ratssitzung in der gleichnamigen belgischen Partnerstadt.

Ratsmitglieder besuchen die neue Sporthalle in Belgisch-Bocholt am 25.11.2010 [Foto: Petra Taubach / Presseamt Stadt Bocholt]

Bereits im September waren die belgischen Kolleginnen und Kollegen in Bocholt gewesen und hatten hier eine Ratssitzung besucht.

Spontan hatte damals Bürgermeister Jean-Paul Peuskens die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung zu einem Gegenbesuch eingeladen.

Er selbst nimmt nämlich nur noch bis zum Ende des Jahres das Amt des Bürgermeisters in Belgisch-Bocholt wahr.

Ab dem 1. Januar 2011 wird Jos Claessens, bisher 1. Schöffe und allgemeiner Vertreter von Peuskens, neuer Bürgermeister der belgischen Partnerstadt.

23 Mitglieder gehören dem belgischen Rat aus unterschiedlichen Parteien an. Bürgermeister Jean-Paul Peuskens sitzt dem Rat vor und wird von sechs aus dem Rat gewählten Schöffen unterstützt. Die Schöffen haben verschiedene Aufgabenbereiche in der Gemeinde und könnten im deutschen System mit “Beigeordneten” verglichen werden.

Interessiert verfolgten die deutschen Gäste, die unter Leitung von Bürgermeisterin Christel Feldhaar, angereist waren, die Diskussionen in der Ratssitzung. Diese begann – anders als in Bocholt üblich – erst um 20 Uhr. Rederecht, so stellten sie fest, hat nur der Bürgermeister bzw. ein Sprecher der Opposition.

Nach Aufforderung dürfen sich auch die Schöffen zu Themen äußern, die in ihr Ressort fallen. Am Ende der Sitzung bat Bürgermeister Peuskens nacheinander alle Ratsmitglieder, ihre Fragen und Anregungen mitzuteilen, die er sofort oder ggf. später beantwortete.

Ein Tagesordnungspunkt erregte das besondere Interesse der deutschen Ratsmitglieder: So genehmigte der belgische Rat “Brückentage” für vier Feiertage, die im kommenden Jahr auf einen Samstag oder Sonntag fallen. In Belgien ist es Gesetz, dass diese Feiertage – sowohl in der öffentlichen als auch in der privaten Wirtschaft – von den Beschäftigten an einem darauf folgenden Wochentag nachgeholt werden müssen.

Die deutschen Gäste hatten bereits vor der Ratssitzung ein interessantes Besichtigungsprogramm in der belgischen Partnerstadt absolviert. Höhepunkt der Stadtrundfahrt, auf dem z. B. verschiedene neue Siedlungsprojekte gezeigt wurden, war die Besichtigung der neuen Sporthalle “De Damburg”.

7,5 Millionen Euro hat dieses Prestigeprojekt in Belgisch-Bocholt gekostet. Dafür fehlt es nun an nichts: Zwei große Hallen, davon eine mit Tribüne für 650 Personen und großem VIP-Bereich für rund 100 Menschen, zahlreiche Kabinen, Sitzungsräume und eine Caféteria zeigen, dass der Sport in der belgischen Partnerstadt einen großen Raum einnimmt.

Im Außenbereich gibt es verschiedene Fußballfelder sowie eine große Tennishalle, die erst am 10. Dezember 2010 eröffnet wird. 51 Sportvereine sind in der belgischen Partnerstadt zu Hause, die die am 20. August 2010 eröffnete Sportanlage künftig nutzen können.

Am Freitag, dem 26. November 2010, schloss der Besuch der Bocholter Ratsmitglieder mit der Besichtigung einer Möbelfabrik, die Badmöbel auf hohem Niveau für die ganze Welt produziert. Einig waren sich am Ende des Besuchs alle: Die Teilnahme an einer Ratssitzung in der jeweiligen Partnerstadt mit dem anschließendem gemeinsamen Erfahrungsaustausch wird keine “Eintagsfliege” bleiben.

Wirtschaftsförderung in Bocholt: Existenzgründung

In den beiden Dezemberseminaren für den Schritt in die Selbständigkeit, die vom 8. – 10. und vom 10. – 12. Dezember 2010 in den Räumen des Innocent im Technologiepark stattfinden, sind noch einige Plätze frei. Das berichtet der städtische Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung Bocholt , der diese Seminare monatlich anbietet.

Mit der Durchführung hat die Wirtschaftsförderung Nicole Biermann-Wehmeyer, Juristin und Dozentin, beauftragt. Die Durchführung der Seminare erfolgt nicht gewerblich, da es sich als geförderte Maßnahme um eine Bildungsmaßnahme des Bundes handelt.

Weitere Informationen und Referenzen können unter www.bafa.de -> Wirtschaftsförderung -> Schulungen eingeholt werden. Behandelt werden in dem dreitägigen Seminar u. a. Marketing, Rechtsform, Kalkulation, Steuer, Gewinnermittlung, Fördermittel, Vertragsrecht, behördliche Genehmigungen und vieles mehr.

Zudem kann die Arbeitsagentur den Start in die Selbständigkeit mit Beihilfen (Gründungszuschuss, Einstiegsgeld) erleichtern. Für Gründungen aus der Hochschule heraus werden spezielle Programme angeboten.

Anmeldungen für das Seminar (Teilnahmegebühr: 40 Euro) sind weiter unter +49 2871 953-397 und +49 2871 953-398 (Wendelin Knuf und Anja Engenhorst, Stadt Bocholt, Fachbereich Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung) sowie per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@mail.bocholt.de möglich.

Wettbewerb Lesekönig 2010 in Bocholt

Am Freitag, dem 19. November 2010, um 14.30 Uhr, findet im Historischen Rathaus der Stadt Bocholt der diesjährige Lesekönig-Vorlesewettbewerb statt.

Acht kirchliche Büchereien und die Stadtbibliothek führen die Aktion gemeinsam mit den Grundschulen nach einem Konzept des Loewe-Verlages seit Jahren erfolgreich durch.

Der Verlag unterstützt die Aktion durch Bücher und Preisgeschenke. Acht Mädchen und sechs Jungen der vierten Klassen der Bocholter Grundschulen, die bereits Klassen- und Schulsieger/innen geworden sind, haben sich dafür qualifiziert:

- Nora Farahat / Diepenbrockschule, Europaplatz
- Anna Sophie Hespe / St. Bernhard-Schule – Holtwick
- Marie-Sophie Heßling / Josefschule
- Celina Kathage / Clemens-August-Schule
- Aris-Constantin Kelz / Clemens-Dülmer-Schule
- Janik Lechtenberg / Biemenhorster Schule
- Carolin Lensing / Liebfrauenschule – Stenern
- Meike Lörwink / Ludgerusschule
- Kristina Malki / Edith-Stein-Schule
- Justin Olbrich / Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule
- Simon Schmeinck / Klaraschule (früher: Pfarrer-Wigger-Schule)
- Rebecca Scholtholt / St. Bernhard-Schule – Lowick
- Ben Schulze-Wehninck / Liebfrauenschule – Barlo
- Jens Weibring / Kreuzschule – Mussum

Die Mädchen und Jungen lesen zunächst ca. 3 Minuten einen selbst ausgewählten, geübten Text und in einem zweiten Durchgang ca. 2 Minuten aus einem ihnen unbekannten Buch.

Eine fünfköpfige fachkundige Jury, bestehend aus Mitarbeiterinnen der Büchereien, des Buchhandels sowie Lehrpersonen, bewertet Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung.

Am Schluss wird die erste stellvertretende Bürgermeisterin Christel Feldhaar, Bocholts Lesekönigin oder -könig 2010 krönen und den jungen Vortragskünstlerinnen und -künstlern Preise und Urkunden überreichen.

Zu der öffentlichen und kostenfreien Leseaktion, die auch von den Bocholter Buchhandlungen “Böckenhoff & Honsel” und “Seitenblick” wie bereits in vergangenen Jahren tatkräftig unterstützt wird, sind alle herzlich eingeladen, die den Kindern die Daumen drücken möchten.

Bocholt, wo bist du? Einwohnerzahl sinkt weiter

Bocholts Bevölkerung sinkt weiter. Das ergibt sich aus den Zahlen von Information und Technik Nordrhein Westfalen als Statistischem Landesamt, das jetzt aktuell die Bevölkerungszahlen zum Stichtag 30. Juni 2010 vorgelegt hat.

Mit 73.225 Einwohnern (das sind solche mit Hauptwohnsitz) weist Bocholt 54 Einwohner weniger auf als zum 31. Dezember 2009.

Der Kreis Borken muss ein Minus von 56 Einwohnern hinnehmen, im gesamten Land NRW sind es über 22.000 Personen weniger.

“Auch bei uns schlägt die demografische Entwicklung voll zu”, ist sich Klaus Kaiser, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung sicher, “sie fängt an, sich auch auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen insgesamt auszuwirken und nicht nur auf die Entwicklung der Altersstruktur.”

“Waren Ende der 70er Jahre vor allem Wanderungsverluste der Grund für einen damals festzustellenden Bevölkerungsrückgang so kommen diese nach der wirtschaftlichen Gesundung der Region heute kaum noch zum tragen.

Heute ist es der Sterbefallüberschuss, der zu einem Rückgang führt. Diese Entwicklung ist nicht mehr umkehrbar”, erläutert Kaiser, “denn weniger Kinder bedeuten auch in 20 – 30 Jahren weniger Eltern, mit der Folge abermals weniger Geburten usw.”

Sämtliche Ergebnisse von IT.NRW sind unter www.it.nrw.de/wl/wl_bevoelkerung.html für jede Stadt einzeln abrufbar.

Bocholt Ehrenbürger Max Hugo von Velsen

„Sie haben einen guten Mann begraben“ – so betitelte das Bocholter Volksblatt vor 75 Jahren einen umfangreichen Artikel aus Anlass der Beisetzung eines Bocholter Ehrenbürgers.

Am 2. November 1935 war Max Hugo von Velsen, der sich um seine Wahlheimat Bocholt verdient gemacht hatte, im Alter von 81 Jahren gestorben.

Nach seinem einjährigen Militärdienst war der am 31. Januar 1854 geborene Sohn eines Rheydter Bürgermeisters in jungen Jahren nach Bocholt gekommen und arbeitete hier seit 1879 als Spinnereidirektor bei der Firma Ludwig Schwartz. Zehn Jahre später gründete er am Westend seine eigene Baumwollspinnerei von Velsen & Cie. mit (1910) rund 25.000 Spindeln und zeitgleich etwa 260 Beschäftigten.

Neben seinem Beruf engagierte sich Max von Velsen ehrenamtlich auf politischem und industriellem Gebiet sowie unablässig und wegweisend im Bereich der öffentlichen Wohlfahrt.

Der Fabrikant hatte 1891 maßgeblichen Anteil an der Gründung und weiteren Entwicklung der hiesigen Freiwilligen Sanitätskolonne, einem Vorläufer der DRK-Ortsgruppe, deren Vorsitzender er von 1903-1927 war.

1907 wurde Max von Velsen erster Branddirektor der neu gegründeten städtischen Freiwilligen Feuerwehr, eine Stellung, die er bis 1926 inne hatte. Von 1892-1919 gehörte er der Stadtverordnetenversammlung an und betrieb als solcher u. a. 1901 die Übernahme der Gasanstalt durch die Stadt Bocholt. Die Funktion eines Stadtrates war von 1917-1920 sein letztes politisches Amt.

Die Liste seiner Ehrenämter lässt sich aber noch weiter fortsetzen:
Kreistagsabgeordneter seit 1901,
Mitglied des Bezirkseisenbahnortes für Hannover und Münster,
der Handelskammer in Wesel,
des Ergänzungssteuer-Schatzungs-Ausschusses und
der Steuergesellschaft der Gewerbesteuerklasse I., ferner
Vorsitzender des Kreis-Kriegerverbandes seit 1902,
Vorsitzender des Flottenvereins Bocholt,
Vorstandsmitglied des Vereins vom Roten Kreuz,
Delegierter der Rheinisch-Westfälischen Textil-Berufsgenossenschaft
sowie
1898 Mitbegründer und Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Bocholter Bauvereins.

Im gleichen Jahr verlieh ihm der preußische König den Kronenorden IV. Klasse und 1910 den Ehrentitel “Kommerzienrat”.

Aus Anlass der 700-Jahr-Feier der Stadt Bocholt ernannte die Stadtverordnetenversammlung Max von Velsen schließlich am 17. Juni 1922 zum Ehrenbürger der Stadt Bocholt.

Sie würdigte mit ihm einen Mann, der sich jahrzehntelang nachhaltig um das Wohl der Stadt verdient gemacht hatte, dessen Persönlichkeit aber heute weitgehend unbeachtet ist.

Max von Velsen [Foto: Stadtarchiv Bocholt]