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Dauerausstellung im Stadtmuseum Borken

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2009, übergaben Museumsmitarbeiterin Anke Wielebski und der Leiter des Stadtmuseums Dr. Norbert Fasse Vertretern des Heimatverein-Vorstandes Borken die frisch gedruckte Version des Feinkonzepts für die neue Dauerausstellung im Stadtmuseums.

Das über 150 Seiten starke Werk war im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein von Wielebski und Fasse entwickelt worden.

“Das Konzept ist das Ergebnis vieler Treffen und anregender Gespräche zwischen den Vertretern des Stadtmuseums und des Heimatvereins”, so Alfons Thesing, Vorsitzender des Heimatvereins.

Thesing und auch sein Vorstandskollege Rudolf Seyer bedankten sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und hoffen auf eine schnelle Umsetzung der vorliegenden Arbeit.

Das Konzept soll den Mitgliedern des Kulturausschuss am 3. März 2009 in einer Sondersitzung mit dem Themenkomplex “Stadtmuseum Borken” vorgestellt werden.


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Öffnungszeiten während Karneval der Kreisverwaltung Borken

Die Kreisverwaltung Borken ändert an den Karnevalstagen ihre Öffnungszeiten.

An Altweiber (19.2.2009) sind die Büros der Kreisverwaltung Borken einschließlich aller Nebenstellen in Ahaus, Bocholt, Gescher, Gronau, Rhede und Stadtlohn von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Am Rosenmontag (23.2.2009) sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung zwischen 8 und 12 Uhr erreichbar.

Das kreiseigene Hamaland-Museum in Vreden bleibt am Rosenmontag – wie an jedem Montag – geschlossen. An Altweiber hat es wie üblich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Zulassungsstelle in Bocholt schließt sich den Öffnungszeiten der Stadt Bocholt zu den Karnevalstagen an. Am kommenden Donnerstag sind dort die Türen von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet. Rosenmontag bleibt die Zulassungsstelle geschlossen.

Verzierung von Textilien mit Monogrammen. Stickerinnen zeigen wie es geht

Schablonen aus dünnem Kupferblech sorgen dafür, dass alle Monogramme gleich aussehen (Foto: Kreis Borken)
Schablonen aus dünnem Kupferblech sorgen dafür, dass alle Monogramme gleich aussehen (Foto: Kreis Borken)

Noch bis in die 1950er Jahre war es üblich, dass junge Mädchen ihre Aussteuertextilien mit ihren Monogrammen versahen. Die Anfangsbuchstaben des Mädchennamens stickten sie mit viel Liebe und Fleiß auf jedes Stück.

Ob Kreuzstich, Plattstich oder Stielstich: Je nach Geschmack und Talent gestalteten die Mädchen diese besitzanzeigenden Dekorationen eher schlicht oder sehr aufwendig.

Eigens angefertigte Schablonen aus dünnem Kupferblech, die sich noch in vielen vererbten Handarbeitskästen und -körben finden lassen, garantierten ein einheitliches Bild.

“Nach längerer Abstinenz feiern die Monogramme in diesen Tagen ein äußerst erfolgreiches Comeback”, erklärt Dr. Annette Menke, Leiterin des kreiseigenen Hamaland-Museums in Vreden.

Damit der Einstieg in dieses Thema leicht fällt, bietet das Museum am Sonntag, dem 15. Februar 2009, von 14 bis 17 Uhr die Möglichkeit, erfahrenen Stickerinnen über die Schulter zu schauen.

Maria Deistler aus Hopsten, seit Jahren in Sachen Stickerei in Norddeutschland unterwegs, wird zusammen mit zwei Kolleginnen aus der “Stickszene” Fragen zum Thema beantworten, Beispiele zeigen und Tipps geben.

Wer Interesse daran hat, seine Handtücher, Servietten, Tischtücher etc. mit Monogrammen zu versehen, oder ein individuell gestaltetes Geschenk herstellen möchte, ist herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Der Besuch im Hamaland-Museum lässt sich dabei mit einem Gang durch die aktuelle Sonderausstellung “Wie man sich bettet, so liegt man” verbinden. Noch bis zum 15. März 2009 veranschaulichen zahlreiche Exponate aus dem Bestand des Museums die Geschichte der Schlafstatt und seine Bedeutung im Leben der Menschen.

Das Hamaland-Museum in Vreden ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Schüler und Studenten zahlen 1 Euro, Familien 4 Euro. Führungen sind auf Anfrage möglich. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter der Rufnummer (02564) 391 80

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Wirtschaftlicher Erfolg im Münsterland: IHK-Ausstellung mit Fotos von Roman Mensing in Borken

Das Münsterland ist ein guter Boden für innovative Unternehmen. Davon können sich bis zum 20. Februar 2009 Besucher des Kreishauses in Borken mit eigenen Augen überzeugen: Im dortigen Foyer werden in einer Fotoausstellung zehn außergewöhnliche Erfolgsgeschichten aus der Wirtschaftsregion Münsterland präsentiert.

Landrat Gerd Wiesmann (l.), Mitglied des Präsidiums der Münsterland-Konferenz, und IHK-Vizepräsident Egbert Weber, Geschäftsführer der Sitzmöbelfabrik Spahn GmbH (Stadtlohn), eröffneten die Fotoausstellung (Pressefoto)
Landrat Gerd Wiesmann (l.), Mitglied des Präsidiums der Münsterland-Konferenz, und IHK-Vizepräsident Egbert Weber, Geschäftsführer der Sitzmöbelfabrik Spahn GmbH (Stadtlohn), eröffneten die Fotoausstellung (Pressefoto)

Die Ausstellung wurde von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen im Auftrag der “Münsterland-Konferenz” erstellt. Roman Mensing, Fotograf aus Münster, hat dafür zehn Unternehmen ins rechte Licht gerückt. Zwei davon haben ihren Sitz im Kreis Borken: AS Antriebstechnik & Service GmbH in Reken und hülsta-werke Hüls GmbH & Co. KG in Stadtlohn.

Mensings Fotos zeigen ungewöhnliche und manchmal überraschende Seiten der Wirtschaftsregion. Im Fall von AS ist es das TrailCart, ein allradgetriebenes Pedalfahrzeug, das auf dem Foto höchstpersönlich von Geschäftsführer Gerd Kaspari gesteuert wird. Das eigentliche Kerngeschäft von AS ist die Instandsetzung von Industriegetrieben sowie die Durchführung von Maßnahmen zur Steigerung der Maschinengeschwindigkeit.

Die Entwicklungen aus Reken sind mehrfach preisgekrönt. 2003 erhielt AS den Professor-Adalbert-Seifriz-Preis und 2005 den Großen Preis des Mittelstandes. AS Antriebstechnik & Service wurde 1996 gegründet und bildet zusammen mit der AS Maschinenbau & Hydraulik GmbH die AS-Group.

Mit hülsta hat Fotograf Mensing ein zweites hochinnovatives Unternehmen aus dem Kreis Borken porträtiert. Weit über 200 nationale und internationale Patente hat der Möbelhersteller in gut 60 Jahren angemeldet. Das 1940 von Alois Hüls gegründete Unternehmen gilt als Erfinder von Rastermaß und Endlosbauweise im Möbelbau. Dank handwerklicher Perfektion sind die Möbel gefragt in der ganzen Welt.

Der internationale Erfolg ist dabei “made in Germany” ohne wenn und aber: Das Stadtlohner Familienunternehmen produziert seit den Anfängen ausschließlich in Deutschland.

Die weiteren porträtierten Untenehmen:
Suwelack Skin & Health Care (Billerbeck)
Coppenrath Verlag (Münster)
Kaldewei (Ahlen)
CA Engineering und Service (Beckum)
Metrica Interior Objekteinrichtungen (Senden)
Weberei Schilgen (Emsdetten)
Jüke Systemtechnik (Altenberge)
ION-TOF (Münster).

Die Texte, die die Bilder erläutern und die Besucher über die Besonderheiten sowie die Geschichte der Unternehmen informieren, wurden von der IHK Nord Westfalen erstellt.

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Konkjunkturprogramm: 9,9 Millionen Euro für Kreis Borken

Landrat Gerd Wiesmann begrüßt Zuwendungen aus dem “Konjunkturpaket II”: Der Kreis Borken erhält mehr als 9,9 Millionen Euro

Rund 9.940.000 Euro wird der Kreis Borken aus dem sogenannten “Konjunkturpaket II” zur Förderung von Investitionsmaßnahmen im Bereich Bildung und Infrastruktur erhalten.

Insgesamt weitere rund 40 Millionen Euro bekommen zudem die 17 kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Landrat Gerd Wiesmann ist sehr erfreut über diese positive Nachricht: “Wir haben zahlreiche Vorhaben, die wir nun mithilfe der Zuwendungen angehen können.”

Binnen kürzester Zeit möchte der Landrat folglich die notwendigen Voraussetzungen für entsprechende Auftragsvergaben an Handwerk und Gewerbe schaffen.

Unter anderem könnten aus dem eigenen Hochbauprogramm der Kreisverwaltung folgende Maßnahmen in Betracht kommen:

+ Berufskolleg Technik und Berufskolleg Lise-Meitner, beide Ahaus: Fassadensanierung und Erneuerung der Heizungssteuerung

+ Berufskolleg Borken: Brandschutzmaßnahmen einschließlich der Sanierung der Eingangshalle, Betonsanierung und Erneuerung von Fenstern und Türen

+ Heilpädagogischer Kindergarten/ Neumühlenschule Borken: Ersatzbau für abgängige zentrale Einrichtungen

+ Brüder-Grimm-Schule, Gescher: Energetische Sanierung

+ Nebenstelle des Berufskollegs in Gronau: Deckenisolierungen und Fensterneuerungen

+ Nebenstelle des Berufskollegs in Stadtlohn: Flachdachsanierung

+ Schloss Ahaus: Fensteraustausch

Im Blickpunkt steht außerdem laut Landrat Wiesmann vor allem der Ausbau der Breitbandverkabelung im Kreis Borken.

VHS-Vortrag in Borken über BAföG

In der juristischen Veranstaltungsreihe der VHS Borken informiert am Dienstag, dem 10. Februar 2009, Jürgen Hendricks vom Studentenwerk Münster über das Thema “Wer hat wann Anspruch auf wieviel BAföG?”

An diesem Info-Abend möchte der Referent Gymnasiasten, Studierenden und deren Eltern das System der staatlichen Studienfinanzierung BAföG erläutern.

Er wird in seinem Vortrag aufzeigen, wer unter welchen Voraussetzungen Anspruch auf wie viel BAföG hat (oder eben nicht). Thematisiert wird überdies, wo und wie man das BAföG beantragen muss.

Im Anschluss an den Vortrag wird der Referent auf spezielle Fragen der Besucher eingehen. Die vom Referenten für diesen VHS-Vortrag erstellte Informationsbroschüre über das BAföG sowie Kopien der Berechnungsbeispiele werden kostenlos an alle Teilnehmer abgegeben. Der Vortrag findet von 19.30 Uhr bis 21.45 Uhr in der Remigius-Bücherei statt.

Finanzamt Borken mit Service-Büro im Bocholter Rathaus

Das Finanzamt Borken richtet wieder ein Servicebüro im Bocholter Rathaus ein. Vom 9. Februar bis zum 28. Mai 2009 können Bocholter ihre Einkommensteuererklärungen und Anträge auf Lohnsteuerermäßigung im Erdgeschoss des Rathauses am Berliner Platz abgeben.

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Die Servicestelle ist montags bis mittwochs von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr sowie donnerstags von 8.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Freitags ist die Servicestelle geschlossen.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Arbeitnehmer und Rentner. Die Besucher erwartet in Bocholt der gleiche Service wie bei der direkten Abgabe im Finanzamt Borken. Das bedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erklärungen vor Ort in Bocholt lediglich entgegennehmen und die weitere Bearbeitung danach an anderer Stelle im Finanzamt in Borken erfolgt.

Nach wie vor begrüße das Finanzamt die Erstellung der Steuererklärung mit ELSTER-Formularen und die Übersendung auf elektronischem Weg, teilt Gisela Niggemeier vom Borkener Finanzamt mit.

Ausführliche Informationen zur Steuererklärung und Lohnsteuerermäßigung, Öffnungszeiten und Ansprechpartner sind auch online im Bereich “Bürgerservice” unter www.bocholt.de abrufbar.

Reitkennzeichen im Kreis Borken. Pferdesportler erhalten die Lizenz zum Ausreiten

Sie sind gelb, aus Plastik und sitzen am besten beidseitig am Zaumzeug des Pferdes: die Reitkennzeichen des Kreises Borken. Alle Pferdesportlerinnen und -sportler sollten zum Start in die grüne Saison die Plaketten für das Jahr 2009 erwerben.

Pferdesportler müssen sich vor dem Start zum ersten Frühjahrsausritt eine aktuelle Reitplakette besorgen (Foto: Kreis Borken)
Pferdesportler müssen sich vor dem Start zum ersten Frühjahrsausritt eine aktuelle Reitplakette besorgen (Foto: Kreis Borken)

Die gelben Aufkleber lösen die blauen Plaketten ab, die im vergangenen Jahr auf den Kennzeichen kleben mussten. Die Abgabe in Höhe von 30,50 Euro für private Nutzer und 80,50 Euro für Reiterhöfe und vergleichbare Einrichtungen müssen alle Pferdefreunde zahlen, die mit ihren vierbeinigen Partnern im Gelände unterwegs sind.

Bei der Erstausstellung schlägt ein Satz der Kennzeichen aus Plastik zusätzlich mit 8 Euro zu Buche. Die Mittel aus der Reitabgabe leitet der Kreis, abzüglich 5,50 Euro Verwaltungs- und Materialaufwand, an das Land weiter, das die Gelder in die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen und -routen investiert.

Für das Jahr 2008 hat der Kreis Borken trotz der großen Pferdedichte in der Region insgesamt nur 466 Reitkennzeichen ausgegeben. Davon wurden 128 Exemplare neu beantragt und 338 Reitkennzeichen durch den Kauf einer gültigen Jahresplakette verlängert.

“Es sind also längst nicht alle Reiterinnen und Reiter, die mit ihren Pferden im Wald oder in der freien Landschaft unterwegs sind, mit dem vorgeschriebenen Kennzeichen ausgestattet”, erklärt Anne-Katrin Schlüter aus dem Fachbereich Natur und Umwelt der Kreisverwaltung.

Wer ohne gültiges Reitkennzeichen ausreitet, handelt ordnungswidrig und muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Dabei profitieren die Pferdesportlerinnen und -sportler direkt vom Kauf der Reitkennzeichen bzw. einer aktuellen Plakette. So fließen Mittel aus der Abgabe auch in die Entwicklung einer Reitroute, die durch den gesamten Kreis Borken führt.

Und da tut sich zurzeit einiges. “Viele Gemeinden haben bereits Reitrouten entwickelt”, berichtet Marie-Luis Westermann, die das Projekt für den Kreis Borken koordiniert.

In Vreden konnte sie bereits im vergangenen Jahr die Eröffnung der Route, auf der auch ein Abstecher in die Niederlande möglich ist, miterleben. Für dieses Jahr hofft sie auf die Eröffnung der Streckenabschnitte in Ahaus, Stadtlohn und Legden.

Fragen zum Thema beantwortet die zuständige Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, Anne-Katrin Schlüter, Telefon (02861) 82 14 32.

Glückwunsch! Franz Skorzak aus Flensburg wird 80

v.l.n.r.: Beim Neujahrsempfang des Kreises: Oberkreisdirektor a.D. Raimund Pingel, der frühere Landrat Franz Skorzak und Landrat Gerd Wiesmann (Pressefoto)
v.l.n.r.: Beim Neujahrsempfang des Kreises: Oberkreisdirektor a.D. Raimund Pingel, der frühere Landrat Franz Skorzak und Landrat Gerd Wiesmann (Pressefoto)

Franz Skorzak feiert am 28. Januar 2009 die Vollendung seines 80. Lebensjahres. Landrat Gerd Wiesmann wird ihm dann die Glückwünsche des Kreises Borken übermitteln.

Wiesmann würdigte seinen Amtsvorgänger als “Mann des Ausgleichs” und als “beharrlichen Streiter für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der auf vielen Gebieten erfolgreich tätig war.”

Franz Skorzak gilt als “personifizierte Brücke” zwischen dem seinerzeitigen Kreis Ahaus und dem 1975 neu gebildeten Kreis Borken.

Als letzter Landrat des Kreises Ahaus und erster Landrat des neuen Kreises Borken war er die Integrationsfigur des neuen “Großkreises”.

Sein Name steht für die Verschmelzung der beiden “Altkreise” zu einem neuen Kreisgefüge auf einer gemeinsamen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlage.

Geboren wurde Franz Skorzak am 28. Januar 1929 in Flensburg. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Nach einer Ausbildung zum Dreher und anschließend zum Schlosser fand er 1948 in einem Flensburger Busunternehmen eine Anstellung, wurde kurz darauf in den Betriebsrat und bereits zwei Jahre später – mit 23 Jahren – zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Der DGB schickte den jungen Gewerkschafter – seit 1946 Mitglied der Gewerkschaft ÖTV (heute ver.di) – 1954/55 auf die Akademie der Arbeit in Frankfurt und zur Düsseldorfer Landesgeschäftsstelle.

In Moers wurde ihm dann 1955 die Stelle des Bildungs- und Jugendsekretärs beim DGB übertragen.

Aus einem kirchlich geprägten Elternhaus stammend und schon seit seinem 16. Lebensjahr in verschiedenen Führungsfunktionen in katholischen Jugendverbänden tätig, fand Franz Skorzak seine politische Heimat 1949 in der CDU.

In zahlreiche parteipolitische Gremien in Flensburg und dann in Moers berufen, wurde er 1961 in den Kreistag von Moers und zum Vorsitzenden des Jugendwohlfahrtsausschusses gewählt.

1963 wechselte er nach Ahaus und übernahm die Stelle des geschäftsführenden Vorsitzenden des DGB-Kreises. Schon dadurch tagtäglich mit den Sorgen der Bevölkerung befasst, kam er bereits ein Jahr später in den dortigen Stadtrat, in dem er bis 1969 blieb, und in den Kreistag Ahaus, wo er zum stellvertretenden Landrat gewählt wurde.

Wie im Ahauser Stadtrat, so verschrieb er sich auch im Kreistag besonders der Familienpolitik. Noch vor Ablauf der Wahlperiode wurde Franz Skorzak am 13. November 1968 als Nachfolger von Dr. Bruno Vagedes zum Ahauser Landrat gewählt.

Mit 39 Jahren war er damals der jüngste Landrat in Westfalen.
Angesichts des Niedergangs der Textilindustrie und des Strukturwandels in der Landwirtschaft sah es der neue Landrat als vordringliche Aufgabe an, die wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken.

Nicht nur der Erhalt und die Sicherung bestehender, sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Neuansiedlung von Unternehmen waren Ziele seiner Politik. Weit schwieriger noch war die Durchführung der Gebietsreform.

Den Kreissitz Ahaus zu erhalten oder zumindest den Kreis als geschlossene Einheit in ein größeres Kreisgebilde zu überführen – das waren Interessen und Forderungen, hinter denen die meisten Bewohner des Kreises Ahaus standen.

Als am 1. Januar 1975 das Münster/Hamm-Gesetz über die Neuordnung der Kreise in Kraft trat, verlor die Stadt Ahaus allerdings ihren Kreissitz.

Franz Skorzak wurde als Landrat des neuen Kreises Borken wiedergewählt. Für ihn war es damals von grundlegender Bedeutung, die vielfältigen lokalen Widerstände und Vorbehalte im neuen Großkreis zu überwinden und mögliche Benachteiligungen einzelner Gemeinden auszugleichen.

Gleichzeitig vertrat er von Beginn an die Interessen des neuen Kreises – insbesondere auch gegenüber dem Land – mit großem Nachdruck. Das vor allem deshalb, weil er die besonderen Zukunftschancen für den Gesamtraum erkannte: Wo früher die Kleinkreise mehr gegen- als miteinander wirkten, agierte jetzt ein Großkreis mit beträchtlichem Gewicht hinsichtlich Einwohnerzahl, finanzieller Mittel und politischer Möglichkeiten.

Dank dieser neuen Kraft und Stärke gelang es in der bis 1992 währenden Landratstätigkeit von Franz Skorzak, das westliche Münsterland als erfolgreichen Wirtschafts- und attraktiven Lebensraum mit Ausstrahlung weit über die Region hinaus zu positionieren.

Skorzak sorgte maßgeblich mit für eine aktive Wirtschaftsförderung, die dann zu einer beträchtlichen Ausweitung der Wirtschaftsvielfalt des ehemals strukturschwachen Grenzraumes führte. In jenen Jahren wurden die Grundlagen dafür gelegt, dass der Arbeitsmarkt im Kreis Borken heute im landes- und bundesweiten Vergleich ausgesprochen günstig dasteht.

Besonders am Herzen lag Franz Skorzak die Entwicklung der Infrastruktur. Stichworte sind hier beispielsweise der Ausbau des Berufsschul- und Ausbildungssektors mit den Berufskollegs und der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) Ahaus, der Bau der Autobahn A 31 mit der Anbindung an das Ruhrgebiet, der Ausbau des Kreisstraßennetzes, der Neubau des Hamaland-Museums in Vreden und die Errichtung der Landesmusikakademie in Heek-Nienborg.

Stark machte sich Skorzak nach der Wende in der DDR auch für die Förderung des demokratischen Neubeginns in den Neuen Bundesländern. So ist die Partnerschaft des Kreises Borken mit dem Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern ganz maßgeblich auch auf seine Initiative zurückzuführen.

Mitglied im Borkener Kreistag blieb Skorzak bis zum Ende der Wahlperiode im Oktober 1994. Vom 30. Mai 1985 bis zum 13. Mai 1995 gehörte er überdies dem nordrhein-westfälischen Landtag an.

Dort war er unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie und des Unterausschusses “Europapolitik und Entwicklungszusammenarbeit”. Als Vorsitzender der Landrätekonferenz im Regierungsbezirk Münster, als Vorstandsmitglied des Landkreistages Nordrhein-Westfalen und als Mitglied der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe blieb er stets fest in der “kommunalen Familie” verankert und konnte so mit besonderer Kompetenz in Düsseldorf die Entwicklung und die Probleme des Münsterlandes darstellen und die Interessen der Region vertreten.

In Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste insbesondere um den Kreis Borken und den früheren Kreis Ahaus überreichte ihm 1992 der damalige Landtagsvizepräsident Dr. Hans-Ulrich Klose das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Zehn Jahre früher hatte Franz Skorzak bereits das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

Frauenpower: Women, Strings & Voices am 1. April 2009 im Stadtmuseum Borken

Leidenschaftlich! Mitreißend! Virtuos! Drei hochkarätige, international erfolgreiche Künstlerinnen präsentieren am Mittwoch, dem 1. April 2009, im Rahmen ihrer 14-tägigen Tournee “Women, Strings & Voices” ihren individuellen Stil, ihre ganz spezielle Art Emotionen musikalisch umzusetzen.

Ein Abend im Museum voller Poesie, geballter Energie und intuitiver Intensität.

Mit Vicki Genfan aus New York gibt es eine erstaunliche US-amerikanische Gitarristin und Songwriterin zu entdecken, deren Musik die Seele berührt.

Beeinflusst vom Folk, Jazz, Soul und der Weltmusik, definiert sie die Singer-Songwriter-Kultur neu. Susan Weinerts musikalisches Spektrum reicht von energiegeladenen Jazz, -Rock, -Funk, -E-Gitarrenfeuerwerken bis zu emotionalen Balladen auf der akustischen Gitarre mit flirrenden Klangkaskaden.

Christina Lux gehört zu den besten Songpoetinnen Deutschlands. Ihre Musik beeindruckt mit unmittelbarer Leidenschaft, bewegt sich zwischen Folk, Jazz und Soul, berührt eindringlich mit sanft-rauer und wunderbar facettenreicher Stimme.

Unterstützt werden die drei Musikerinnen von dem Gitarristen Martin Weinert. – Frauenpower, die fasziniert und das Herz berührt.

Reinhardt Maxs Repke und Band am 6. März 2009 in Borken

Dass ein Abend mit toten Dichtern auch äußerst vergnüglich sein kann, stellen am Freitag, dem 6. März 2009, Reinhardt “Maxs” Repke und seine Band unter Beweis, die zu Ehren bereits verstorbener Verseschmiede gleich einen ganzen Verein gegründet haben.

Nach der großartigen Premiere des Projekts “Club der toten Dichter” ist dem ehemaligen Bassisten der Band “Rockhaus” wiederum ein Glücksgriff gelungen, der von Presse und Publikum immer wieder jubelnd gefeiert wird.

Zum 100. Todestag von Wilhelm Busch, dem wohl bedeutendsten humoristischen Dichter Deutschlands, hat der Komponist und Clubvorsitzende Reinhardt Repke herausragende Instrumentalisten gewonnen, um die beliebten satirischen Bildergeschichten in mitreißende Musik zu verwandeln.

Norbert Leisegang verleiht den Busch-Vertonungen Stimme und Gesicht. Ob “Max und Moritz”, “Die fromme Helene”, “Schneider Böck” oder “Die Selbstkritik”, der Frontmann der Kultband “Keimzeit” zeigt, wie viel Rock und Blues in den altbekannten Geschichten stecken.

Mit Tim Lorenz (Schlagzeug), Helge Marx (Baß) und Jörg Mischke (Piano) gehören auch die weiteren Clubmitglieder zu gefragten und vielbeschäftigten Künstlern in der deutschen Musikszene.

Peter Finger im Stadtmuseum Borken

Am Freitag, dem 6. Februar 2009, ist Peter Finger zu Gast im Stadtmuseum. Peter Finger – an diesem Namen kommt wohl niemand vorbei, der sich nur ein wenig für Gitarrenmusik, besser noch: die akustische Gitarrenmusik interessiert.

Peter Finger genießt bereits seit den siebziger Jahren weltweit eine herausragenden Ruf als Akustikgitarrist. Die internationale Fachpresse hob in mehrfach ins Pantheon der weltbesten Gitarristen.

Unzählige Tourneen führten den Musiker rund um den Globus, gefeierte Auftritte in Europa, USA, Japan etc. markieren nur einige musikalische Meilensteine dieses außergewöhnlichen Künstlers.

Peter Finger ist die perfekte Harmonie von Virtuosität, Musikalität und Komposition gelungen. Seine stilistische Bandbreite reicht von Romantik und Impressionismus über Jazz und Traditional bis hin zu freier Tonalität.

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