Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Während die E.ON-Mitarbeiter in München und Hannover um eine Schließung ihrer Standorte fürchten, garantiert der Konzern nun die Standorte Düsseldorf und Essen.
“Die Leitung des Konzerns bleibt in Düsseldorf”, sagte E.ON-Vorstand Bernhard Reutersberg der “Rheinischen Post” (Mittwochausgabe vom 26. Oktober 2011).
Auch Essen, wo E.ON Ruhrgas sitzt, wird nicht verlassen: “E.ON bleibt im Großraum Düsseldorf, dazu zählt auch Essen”, sagte Reutersberg weiter. In Kürze wolle der Konzern aber Näheres zur Zusammenlegung des Gashandelsgeschäftes sagen. E.ON will auf allen Ebenen außer dem Vorstand Arbeitsplätze streichen.
“Der Abbau betrifft alle Bereiche und alle Hierarchie-Stufen”, sagte Reutersberg. E.ON leiste sich im Vergleich zu anderen Konzernen unter anderem eine zu große Zentrale. Nicht verkleinert werden soll dagegen der Vorstand: “Es bleibt bei sechs Vorständen, das ist für einen Konzern unserer Größe im internationalen Vergleich eher unterdurchschnittlich.”
Auf der Kippe steht dagegen die Kunst-Förderung. “Wir haben Verträge (zur Förderung des Düsseldorfer Museums Kunstpalast) bis 2013, das respektieren wir. Danach werden wir überlegen, ob wir an der Förderung festhalten werden”, sagte Reutersberg weiter.
Reutersberg leitet den Konzernumbau, bei dem bis zu 11.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Für den morgigen Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi zu einer Kundgebung am Standort München aufgerufen.
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