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Puppenstuben, Zeitgeist und Wohnkultur. Die 50er Jahren. Vortrag von Dr. Wolfgang und Gisela Bickel in Neuwied

Puppenstuben, Einrichtungsbücher und Ratgeber für den „guten Ton in allen Lebenslagen“ geben Einblicke in den Zusammenhang von Zeitgeist und Wohnkultur. Vor allem die Puppenstuben aus den 50er-Jahren öffnen den Blick für das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach gutbürgerlichem Dasein und der Sehnsucht nach neuen Lebensformen.

Dr. Wolfgang und Gisela Bickel gehen bei Ihrem Vortrag „Die 50er-Jahre“ im Rahmen der Ausstellungen „Als die Welt noch klein war – Puppenstuben und Kaufläden vom Biedermeier bis heute“ in der städtischen Galerie Mennonitenkirche am Beispiel der Puppenstuben auf dieses Spannungsfeld ein.

Kaufladen aus den 50er Jahren (Foto: Stadt Neuwied)
Kaufladen aus den 50er Jahren (Foto: Stadt Neuwied)

Der Vortrag findet am Donnerstag, dem 26. Februar 2009, um 19 Uhr in der Galerie statt. Wegen der geringen Platzkapazitäten bittet das Galerie-Team um Voranmeldung unter der Telefon-Nummer (02631) 206 87 oder per Mail.

Die Ausstellung in der Galerie Mennonitenkirche, Schlossstraße 2, Neuwied, ist noch bis zum 1. März zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag von 14 bis 17 Uhr, Mittwoch 12 bis 17 Uhr, Donnerstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag/Feiertag 11 bis 17 Uhr, für Gruppen nach Vereinbarung.


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Nach Ausfall der Klimaanlage: Kunsthalle St. Annen in Lübeck ab 14. Februar wieder offen

Nachdem es in der Kunsthalle St. Annen zu einem Ausfall der Klimaanlage gekommen war, können die notwendigen Reparaturarbeiten innerhalb dieser Woche abgeschlossen werden. Das Museum wird ab Sonnabend, dem 14. Februar 2009, zu den üblichen Öffnungszeiten, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, wieder für das Publikum geöffnet.

Am Familiensonntag, dem 15. Februar 2009, dreht sich alles um die Supraporten. Ab 11 Uhr können Kinder allein oder in Begleitung der Eltern der spannenden Frage „Was sind denn nun Supraporten“ im St. Annen-Museum auf den Grund gehen.

Museumspädagogin Reinhild Behrje wird die Bildtapeten über der Tür, die zur Zeit im Rahmen einer Ausstellung im Museum zu sehen sind, erklären. Anschließend können die Kinder – allein oder mit ihren Eltern – mit Farben, Stempeln und anderen Materialien selbst Türbilder gestalten und das Ergebnis mit nach Hause nehmen.

Der „Familiensonntag“ kostet für einen Erwachsenen und beliebig viele Kinder 7 Euro. Zwei Erwachsene plus Kinder zahlen 10 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

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Stadtarchiv Dresden: Handschriften von Hans und Lea Grundig

Neun aus Privatbesitz stammende Briefe des Künstlerehepaars Hans und Lea Grundig wurden kürzlich dem Stadtarchiv Dresden übergeben.

Die Handschriften von Hans Grundig, ehemaliger Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden, richten sich hauptsächlich an seinen damaligen Schüler Hans Mroczinski.

Hans Grundig versuchte während eines längerfristigen Kuraufenthalts im Harz in den Jahren 1948/49 auf die damals brisanten Sorgen und Probleme seiner Studentenschaft einzugehen.

Er beeinflusste mit sowohl künstlerischen als auch organisatorischen Ratschlägen entscheidend die Entwicklung der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Zwei weitere Briefe aus den Jahren 1956/57 enthalten Hinweise zu den damals noch entstehenden Werken „Radebeuler Landschaften“ und Illustrationen zum Buch „Reinecke Fuchs“ von Hans Grundig und Hans Mroczinski.

Die Briefe stehen für wissenschaftliche Zwecke im Stadtarchiv Dresden zur Verfügung.

Zerstörung, Tote und Verletzte: Erinnerungsstelle in Dresden

Die Nazis waren ausgezogen, ihre unmenschliche Diktatur über Europa und dann die ganze Welt auszubreiten. Haß, Verachtung der Nächstenliebe und Unmenschlichkeit sollten die neuen Werte werden. Wer Wind sät, wird Sturm ernten… der von Nazi-Deutschland ausgegangene Krieg kehrte nach Deutschland zurück.

Der Zerstörung Dresdens im Februar 1945 sowie der vielen Toten und Verletzten wird Frau Oberbürgermeisterin Helma Orosz am Vormittag des 14. Februar gemeinsam mit den Dresdnerinnen und Dresdnern ein besonderes Zeichen setzen.

Beginnend mit gleichzeitig stattfindenden Friedensgebeten um 10:30 Uhr in der Frauenkirche, der Kathedrale und der Kreuzkirche sowie der Schabbatfeier um 10 Uhr in der Jüdischen Gemeinde gehen alle Besucherinnen und Besucher 11:15 Uhr gemeinsam vom Neumarkt zum Altmarkt.

Hier auf diesem Platz, an dem die Bombenopfer eingeäschert wurden, übergibt Frau Orosz, begleitet vom Blechbläserensemble Ludwig Güttler, eine neu gestaltete Erinnerungsstelle an die Öffentlichkeit. Alle Dresdnerinnen und Dresdner sind herzlich eingeladen, in Würde und Besinnung an diesem friedlichen Akt des Gedenkens teilzunehmen.

Die Inschrift wird direkt in den Sandsteinsockel des Einganges zur Tiefgarage auf dem Altmarkt eingearbeitet. Sie lautet: „Dies ist ein Ort der Mahnung, des Erinnern und des Gedenkens. Hier wurden die Leichname tausender Opfer der Luftangriffe des 13. und 14. Februar 1945 verbrannt. Damals kehrte der Schrecken des Krieges, von Deutschland aus in alle Welt getragen, auch in unsere Stadt zurück.“

Damit beauftragt wurde der Steinbildhauer Volker Beier aus Leukersdorf bei Chemnitz. Allerdings hindert im Moment das Winterwetter daran, dass der Stein behauen werden kann.

Bei Minustemperaturen ist dieser gefroren und kann nicht geformt werden. Deshalb wird eine Folie die Gedenkinschrift vor Ort wiedergeben bis wärmere Temperaturen eine Umsetzung ermöglichen.

In der Nähe befindet sich die von Einhart Grotegut geschaffene Markierung im Boden des Altmarktes und wird als Fenster in die Vergangenheit eingeordnet.

St. Petri Jubiläum in Flensburg: Programm der Festwoche

Am Sonntag, dem 8. März 2009, um 11 Uhr, Festgottesdienst „100 Jahre St. Petri“
Anlässlich der 100 jährigen Kirchweih findet ein festlicher Gottesdienst mit Pröpstin Carmen Rahlf statt. Im Anschluss wird der Kirchenmarkt St. Petri eröffnet: bis 16 Uhr werden rund um die Kirche Aktionen und Informationen sowie Speisen und Getränke angeboten.

Dienstag, der 10. März 2009, um 19 Uhr, St. Petri – Gründung und erste Jahrzehnte
Anlässlich der Festwoche „100 Jahre St. Petri“ findet in der Kirche ein Vortrag von und mit dem Stadthistoriker Dr. Dieter Pust statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, der 12. März 2009, um 19 Uhr, Geschichte der Flensburger Neustadt und Geschichten aus der Neustadt
Anlässlich der Festwoche „100 Jahre St. Petri“ laden Renate Delfs und Thomas Raake zu einem spannenden Abend in die Kirche ein. Eintritt 3 Euro.

Samstag, der 14. März 2009, um 19.30 Uhr Festkonzert 100 Jahre St. Petri
Zum Abschluss der Festwoche findet in der St. Petri Kirche ein Festkonzert mit Werken von J.S. Bach statt. Das Bachensemble der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel spielt unter der Leitung von Bernhard Emmer. Der Eintritt ist frei.

Jubiläen kommen und gehen… Gottes Wort an uns bleibt bestehen. Sie finden ein tägliches Bibelwort bei “Flensburg online” für Ihre Erbauung, Stärkung, Anregung, Orientierung und manchmal einfach nur zum Trost. Nutzen Sie die Chance. Was morgen sein wird, weiß kein Mensch. Wäre für Ihre geistige Existenz mehr als schlecht, wenn Sie unvorbereitet und ohne Jesus als Ihren Erlöser in die Ewigkeit eintreten müßten.

Kirchen-Jubiläum in Flensburg: 100 Jahre St. Petri Kirche

100 Jahre sind ja nix. Noch nicht einmal ein Hauch in Gottes Schöpfung. Aber für uns Menschen schon eine ganze Menge Stunden, Tage und Jahre. Also ein Grund zum Feiern.

Mit 100 Jahren ist die St. Petri Kirche im Flensburger Norden noch „relativ jung“. Die Gemeinde St. Petri wurde sogar erst ein Jahr später 1910 gegründet. Trotzdem ist ein 100- jähriger Geburtstag natürlich ein Grund „groß“ zu feiern.

Als Stadtteilkirche setzt St. Petri Schwerpunkte bei den Angeboten für Jugendliche, bei sozialen Angeboten, wie z.B. der Kleiderkiste und bei Aktivitäten für Senioren. Viele Ehrenamtliche wirken mit, damit der Mensch vor Ort im Mittelpunkt stehen kann. Das wird auch im Verlauf der Festwoche so sein.

Erinnerung an die Kirchweihe
Mit vier Veranstaltungen in einer Woche gedenkt die Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Petri ab Sonntag, dem 8. März 2009, der Kirchweihe vor 100 Jahren.

Zum Auftakt wird ein Festgottesdienst um 11 Uhr gefeiert. Die Predigt hält Pröpstin Carmen Ralph. Das anschließende Kirchweihfest findet auf einem Kirchenmarkt vor und in St. Petri statt. Geboten wird viel Musik und Wissenswertes über die St. Petri Kirche.

Die Besucher können sich an Ständen informieren während die Kinder spielen und basteln. Bei einer gemeinsamen Suppe trifft man sich zum Gespräch mit Nachbarn und Gemeindemitgliedern von damals und heute. Gegen 16 Uhr findet eine Abschlußandacht statt.

Über die Gründung und die ersten Jahrzehnte der St. Petri Kirche berichtet am Dienstagabend, den 10. März der Stadthistoriker Dr. Dieter Pust ab 19 Uhr in der Kirche.

Die Schauspielerin Renate Delfs und der Fotograf Thomas Raake laden im Rahmen der Festwoche am Donnerstagabend, dem 12. März 2009, um 19 Uhr zu ihrem Programm “Stadtteilgeschichten” in die St. Petri Kirche ein.

Zum krönenden Abschluss der Woche gibt es ein Festkonzert des Vocal- und Bachensembles der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am Samstag, dem 14. März 2009, um 19.30 Uhr. Unter der Leitung von Bernhard Emmer werden Werke von Johann-Sebastian Bach gespielt.

Wie vor 100 Jahren gilt auch heute, die Kirche soll nah bei den Menschen sein. Alle Flensburger und interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, die Festwoche rund um die St. Petri Kirche im Norden der Stadt mitzufeiern.

InfoSeite St. Petri Kirche bei “Flensburg online”

Frauen in Remscheid: Frauen führen Frauen im Deutschen Werkzeugmuseum und im Haus Cleff

Speziell für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren bieten das Deutsche Werkzeugmuseum und das Museum “Haus Cleff” sowie das Frauenbüro der Stadt Remscheid eine Museumsführung an.

Die Welt der Maschinen und Werkzeuge wird von Elke Fassbender anschaulich und interessant erläutert. Dabei kann man sich z.B. über die Verbreitung von Remscheider Werkzeugen in der Welt, über Arbeitsbedingungen vor 100 Jahren in einer Gesenkschmiede informieren oder auch darüber, wie Remscheider Frauen früher gelebt und gearbeitet haben.

Termin: Samstag, 14.02.2009
Beginn: 14.00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Eingangsbereich des Deutschen Werkzeugmuseum, Cleffstraße 2 – 6 in Remscheid-Hasten
Gebühr: kostenfrei, Anmeldung ist nicht erforderlich

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Sonntagsführungen im Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid

Seit Dezember letzten Jahres bietet das Deutsche Röntgen-Museum kostenlose Führungen für Familien, Kinder und Jugendliche an.

Wie bereits berichtet, werden die Donnerstagsführungen aufgrund der geringen Nachfrage nicht mehr angeboten.
Auf großes Interesse stoßen aber die Sonntagsführungen. Daher werden nun an den Sonntagen jeweils zwei Führungen angeboten:

Die erste Führung richtet sich speziell an Familien mit Kindern. Sie beginnt um 14.45 Uhr. Die zweite Führung schließt sich um 15.15 Uhr an.

Für die Wartenden wird in der Blackbox ein wechselndes Filmprogramm angeboten.

Aufgrund der großartigen Resonanz auf dieses Angebot wird ab sofort um Anmeldung für die Sonntagsführungen gebeten. Das Röntgen-Museum ist darum bemüht, den Besucherinnen und Besuchern eine möglichst professionelle erlebnisreiche Führung zu vermitteln. Dies gelingt nur bei einer auf maximal 15 Personen begrenzten Teilnehmerzahl pro Gruppe.

Zur Anmeldung kann der nachstehende Kontakt genutzt werden. Zusätzlich wird eine Anmeldeliste in der Pforte des Museums zum persönlichen Eintragen ausgelegt.

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Sanierung des Templertors in Mainz

Mit der Installation einer neuen Beleuchtung hat die Sanierung des Templertors, des damit dritten sanierten Rheintors der Landeshauptstadt Mainz, Anfang Februar 2009 seinen Abschluss gefunden.

„Gemeinsam haben das Mainzer Denkmal-Netzwerk und die Landeshauptstadt Mainz erreicht, dass ein weiteres historisch wichtiges Baudenkmal vor dem Verfall gerettet werden konnte“, stellten Oberbürgermeister Jens Beutel, Bürgermeister und Denkmalschutzdezernent Norbert Schüler, und Erika Friderichs vom Mainzer Denkmal-Netzwerk hoch erfreut fest.

Sie dankten dem großzügigen Spender Stefan Schmitz, der zu einem großen Teil die Sanierung erst möglich machte, und dem Hyatt Regency Mainz, das die Beleuchtung mit einer Spende mitfinanziert hat.

„Wie tief sich viele Mainzer Bürgerinnen und Bürger aber auch zahlreiche Unternehmen und Institutionen mit unserer Stadt verbunden fühlen, das zeigt sich immer wieder an ihrem großen Engagement für die Reihe ‚Historisches Mainz’“, sagte Oberbürgermeister Jens Beutel heute bei der Präsentation dieses Denkmals aus der Festungszeit. Diese Reihe ist ein Gedächtnis der Stadt Mainz.“

Die Tafeln der Reihe „Historisches Mainz“ erzählen seit mehr als 15 Jahren die Bau- und die Kulturgeschichte Mainzer Denkmäler. „Eine wichtige Aufgabe der Stadt“, stellt Oberbürgermeister Jens Beutel fest: „Denn ’Historisches Mainz’ macht immer ein Stück Mainzer Geschichte sichtbar und rückt sie damit ins öffentliche Bewusstsein.“

Bürgermeister und Denkmalschutzdezernent Schüler: „Eine Vielzahl an Bauten trägt heute eine Tafel ‚Historisches Mainz’: eine reiche Zahl an Denkmälern, aber auch an Denkmal-Resten, die nach den schweren Kriegszerstörungen zum Teil in Gebäude integriert oder von den Denkmalpflegern mit viel Mühe wieder ins rechte Licht gerückt wurden. Jede Tafel – so die Konzeption der Reihe – hebt Denkmäler, Orte und Gebäude in Mainz mit historischem Bezug hervor.“

„Das Mainzer Denkmal-Netzwerk ist froh und dankt dem Unternehmen G.L. Kayser, insbesondere Herrn Stefan Schmitz, dass wir heute das sanierte Templer-Tor einweihen können“, sagte Erika Friderichs, die Vorsitzende des Mainzer Denkmal-Netzwerks: „Es ist das dritte Rheintor, das durch unsere Initiative restauriert wurde. Zwischen Fort Malakoff und Rathaus fehlt uns jetzt nur noch das Weintor. Dafür suchen wir jetzt verstärkt einen Mäzen.“

Historisches Mainz: Im Rahmen der Reihe wurden die 2000 Jahre Stadtgeschichte in sechs große, farblich definierte Kapitel unterteilt: die römische Zeit (rot), das Mittelalter (gelb), die Neuzeit (dunkelblau), das 19.Jahrhundert (grün), das 20. und 21. Jahrhundert (hellblau) sowie das Kapitel „Gedenken-Mahnen-Handeln“ (anthrazit). Die Kosten für eine Denkmalpatenschaft reichen von der kleinen Hinweistafel im Format 24 x 24 Zentimeter für 250 Euro bis hin zur größten Stele für 2.000 Euro inclusive Bodenarbeit und Verankerung.

Familienforschung im Stadtarchiv Bielefeld

Über die Nutzung der genealogischen Quellen im Stadtarchiv informieren der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Jochen Rath, und Dagmar Giesecke vom Historischen Verein am Dienstag, dem 10. Februar 2009. Beginn ist um 19.30 Uhr im Vortagsraum des Stadtarchivs, Rohrteichstraße 19.

Familienforschung boomt – seit geraumer Zeit wenden sich vermehrt Menschen der eigenen Familiengeschichte zu, forschen in Archiven, geben Recherchen in Auftrag, nutzen das Internet und tauschen sich aus.

Besonderes Interesse besteht an der Auswertung der 1874 eingerichteten Personenstandsregister. Die jahrzehntelangen Debatten um den Zugang zu diesen Unterlagen sind mit der Novelle des Personenstandsrechts weitgehend abgeschlossen.

Für die Familienforschung wesentlichster Inhalt der Gesetzesnovellierung ist die Abgabe der nicht fortzuschreibenden Personenstandsregister der Standesämter an die kommunalen Archive.

So hat das Stadtarchiv Bielefeld Ende Januar / Anfang Februar 2009 insgesamt 1.590 Bände übernommen. Es handelt sich um die Geburtenbücher 1874 bis 1898, die Heiratsbücher 1874 bis 1928 und die Sterbebücher 1874 bis 1978.

Diese stehen nach archivgesetzlichen Regelungen ab sofort für die Auswertung zur Verfügung. Sie können unentgeltlich eingesehen werden, angeforderte Recherchen, Kopien oder beglaubigte Abschriften werden nach Zeitaufwand und Anzahl berechnet.

Ausgestorbene Berufe. Wagner, Seiler, Seifensiedler

Wagner, Seiler, Seifensieder: Unsere Vorfahren übten Tätigkeiten aus, von denen wir nur noch wenig wissen. Es gibt kaum noch Vertreter dieser und anderer aussterbender Handwerksberufe, die man oft nur noch auf Museumstagen erleben kann.

In der Reihe „Plaudereien im Stadtarchiv“ vo Stadtarchiv Rosenheim nimmt sich Werner Krämer dieses Themas an und spricht mit Zeitzeugen, die solche Berufe ausgeübt haben oder, der modernen Entwicklung zum Trotz, noch ausüben.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 10. Februar 2009, um 14.00 Uhr im Leseraum des Stadtarchivs (Reichenbachstr. 1a) statt.
Der Eintritt beträgt bei freier Platzwahl 3 Euro. Der Einlass ist ab 13.30 Uhr; ein Kartenvorverkauf findet nicht statt.

Jugendliche in der Nazi-Diktatur. Schülerführung im Stadtmuseum Kassel

Wie lebten Jugendliche in der Zeit des Nationalsozialismus? Zu dieser spannenden Frage führt eine 17jährige Schülerin unter dem Motto “Erziehung und Widerstand im Dritten Reich” am Mittwoch, 18. Februar 2009, 18 Uhr, durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum.

Anhand von Einzelschicksalen und Erlebnisberichten beschreibt Miriam Weinrich, Schülerin der 11. Klasse der Friedrich-List-Schule, das Alltagsleben junger Menschen.

Wie versuchte das NS-Regime mit Propaganda und Indoktrination Jungen und Mädchen für ihre Weltsicht zu vereinnahmen? Wie konnte man es schaffen, den Spagat zwischen Anpassen und Mitmachen auf der einen Seite und mehr oder weniger offenem Widerstand auf der anderen Seite zu leisten?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe “Schüler führen durch das Museum” statt. Dabei beschreiben Jugendliche, wie sie Geschichte im Museum erleben. Die Führung ist kostenlos, es ist lediglich der reguläre Eintritt von 1,50 Euro zu entrichten.

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