Nach gelungener Premiere im vergangenen Jahr gibt es am Samstag, dem 17. Oktober 2009, wieder Gelegenheit, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr hochwertige gebrauchte Damenmode zu Schnäppchenpreisen im Rathaus zu erwerben.
Elisabeth Pinke, Teamsprecherin der Bezirksfrauengruppe der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) und Petra Freese, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Greven organisieren seit 2007 die Kleiderbörse in Greven gemeinsam und freuen sich auf viele Interessierte, die vor oder nach ihrem Markteinkauf vorbeischauen.
Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt, so dass auch den Männern, die natürlich auch herzlich willkommen sind, die Wartezeit nicht zu lang werden dürfte. An über vierzig Verkaufsständen, die in kürzester Zeit vergeben waren, wartet ein vielfältiges Angebot auf Frauen jeden Alters, um sich “von Kopf bis Fuß” für wenig Geld neu einkleiden zu können. Außerdem wird eine kostenlose Farb- und Stilberatung sowie eine kosmetische Beratung angeboten.
Ein Vormittag zum Stöbern und Genießen für Frauen, der allerdings auch einen ernsten Hintergrund hat. Die Idee, eine Kleiderbörse für Frauen zu veranstalten ist in der KAB ursprünglich aus der Aktion “Saubere Kleidung – eine Initiative für gerechte Löhne und humane Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie” entstanden. Bis heute findet in den Billiglohnländern vor allem im Bereich der Textilindustrie Ausbeutung statt. Vorwiegend Frauen arbeiten dort auch heute noch unter menschenunwürdigen Bedingungen, werden äußerst schlecht entlohnt und riskieren im Umgang mit Pestiziden tagtäglich ihre Gesundheit. Bis ein Kleidungsstück in Deutschland verkauft wird, hat es oft bereits einen langen Weg hinter sich gebracht.
Auch diese Missstände werden Thema bei der Kleiderbörse sein. “Es ist wichtig darüber ins Gespräch zu kommen und den Frauen die Augen zu öffnen”, so Elisabeth Pinke von der KAB. “Fair gehandelte Ware kann sich nicht jeder leisten, aber ein gut erhaltenes, mehrfach gewaschenes und getragenes Kleidungsstück ist in jedem Fall eine gute Alternative, vor allem, wenn man es so preisgünstig erwerben kann”, ergänzt Petra Freese.


