Am Sonntagabend, dem 13. September 2009, zog der Einsatzleiter der Bensheimer Polizei, Polizeihauptkommissar Engelbert Lenhart, eine durchaus positive Bilanz.
Zusammen mit der Stadt wurden bereits im Vorfeld zahlreiche Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen. Die verstärkte Präsenz der Ordnungskräften und Polizei zeigte Wirkung.
In der Statistik tauchten nur wenig unerfreuliche Zwischenfälle auf. Während der Festtage wurden knapp 50 Streitigkeiten protokolliert. Die Polizei hatte sechs Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Die meisten sich anbahndenen Konflikte konnten durch die Ordnungskräfte beigelegt werden. 23 Platzverweise wurden Hartnäckigen erteilt.
Elf Personen mussten einige Stunden im Polizeigewahrsam verbringen. Sie hatten zu viel getrunken und waren somit nicht mehr Herr oder Dame der Lage. Neun Jugendliche waren zeitweise vermisst, fanden sich aber früher oder später alle wieder gesund zu Hause ein. Zwei betrunkene Mädchen wurden von ihrer Betreuerin in ein Krankenhaus gebracht. Dort nüchterten sie unter ärztlicher Aufsicht aus.
Ein besonderes Augenmerk legte die Polizei auf den Jugendtag am Freitag. Die Ordnungskräfte erhielten Unterstützung durch Communicatoren der Polizei. Diese speziell in der Konfliktminderung ausgebildete Beamten waren gemeinsam mit ihren Kollegen im Einsatz.
Ein alkoholisierter Fußgänger lief vor ein fahrenden Bus und erlitt Prellungen. Der Linienbus musste scharf bremsen. Ein Fahrgast holte sich Beulen. Zwei weitere Fahrzeugführer mussten ihren Führerschein abgeben. Sie waren angetrunken Auto gefahren.
Darüber hinaus gab es 10 Beschwerden wegen Ruhestörung und drei Sachbeschädigungen. Im vermutlich jugendlichen Leichtsinn hatte Unbekannte einen Fahnenmast umgerissen.
Das fröhliche Feiern stand also im Vordergrund. Aus Sicht der Polizei eine gute Aussicht für das Weinfest im nächsten Jahr.
