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Kunstsammlungen Chemnitz-Schlossbergmuseum: “Gotische Skulptur in Sachsen”

Mit der Ausstellung “Gotische Skulptur in Sachsen” zeigt das Chemnitzer Schloßbergmuseum seit dem 21. Juni 2009 die größte Sammlung mittelalterlicher Skulpturen in Sachsen.

Die neue Dauerpräsentation beherbergt über 65 der besten Werke des zu den Kunstsammlungen Chemnitz gehörenden Schloßbergmuseums und der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

In kostbare Farben gefasste Darstellungen von Christus, Maria und verschiedenen Heiligen erinnern daran, dass Sachsen um 1500 eines der wichtigsten Zentren kirchlicher Kunst im deutschen Reich wurde, geprägt von Meistern wie Peter Breuer oder dem “Meister H.W.”.

Unter den Exponaten befinden sich unter anderem das berühmte Heilige Grab aus der Chemnitzer Jacobikirche und die romanische Madonna aus Otzdorf.

“Die Vereinigung der beiden historischen Sammlungen ermöglicht einen neuartigen Überblick über die gotische Schnitzkunst Sachsens”, erläutert die Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger. Das in einem ehemaligen Benediktinerkloster untergebrachte Schloßbergmuseum mit der daran anschließenden spätgotischen Schloßkirche eigne sich besonders, den Besuchern neben der Schönheit auch die religiöse Bedeutung der Exponate zu vermitteln.

Die Ausstellung beruht auf einer gemeinsamen Initiative von Dr. Moritz Woelk, Direktor der Skulpturensammlung Dresden, Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz. Dabei reicht die Kooperation zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Kunstsammlungen Chemnitz schon länger zurück: Bereits im Jahr 2006 war fast der gesamte Dresdner Bestand an Cranach-Gemälden in den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen. Damals wurde die bis heute umfangreichste Werkpräsentation der berühmtesten deutschen Malerfamilie in Chemnitz gezeigt. Dass die Staatlichen Kunstsammlungen jedoch eine komplette Sammlung dauerhaft außerhalb Dresdens zeigen, stellt eine großzügige Ausnahme dar.


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Impressionismus-Ausstellung Henri Le Sidaner in Chemnis

Erstmalig in Deutschland werden Werke des französischen Impressionisten Henri Le Sidaner in einer Einzelschau präsentiert. Vom 7. Juni bis 2. August 2009 zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz unter dem Titel “Henri Le Sidaner (1862-1939) – Ein magischer Impressionist” rund 70 Werke des dem Impressionismus und Symbolismus nahe stehenden Künstlers aus internationalen Museen und Privatsammlungen.

“Ich freue mich besonders, diese Ausstellung im Jahr des 100-jährigen Jubiläums unseres Museums am Chemnitzer Theaterplatz eröffnen zu können”, erklärt Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz. “Schließlich entstammen unser Haus und die Werke Le Sidaners derselben Epoche.”

Die Ausstellung in Chemnitz zeigt, wie Henri Le Sidaner einen völlig eigenständigen und raffinierten Stil schuf. Die geradezu magische Ästhetik seiner Bilder inspirierte auch den berühmten Schriftsteller Marcel Proust, der Le Sidaner in seinem Romanzyklus “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” mehrfach erwähnte. Proust verglich ihn mit Claude Monet, von dem Le Sidaner 1918 sogar eine Einladung nach Giverny erhielt.

Der vielfach ausgezeichnete Künstler Le Sidaner war Mitglied in zahlreichen international bekannten Kunstinstitutionen und ab 1936 Präsident der Pariser Académie des Beaux-Arts. Nach seinem Tod wurden ihm lediglich in Paris (1950) und Brüssel (1989) Retrospektiven gewidmet. In Deutschland gab es über den magischen Impressionisten bislang weder eine Ausstellung noch eine Publikation.

Die Ausstellung wird am Samstag, 6. Juni um 18.00 Uhr in den Kunstsammlungen Chemnitz (Theaterplatz 1, 09111 Chemnitz) eröffnet. Eine Pressekonferenz findet am Donnerstag, 4. Juni um 14.00 Uhr statt. Ein Katalog zur Ausstellung wird zweisprachig in Deutsch und Englisch erscheinen.

Internet: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Zusammenstoß von Zug der Erzgebirgsbahn und Auto am Bahnübergang in Burkhardtsdorf auf der Strecke Chemnitz – Aue

Bereits am Freitag, dem 3. APril 2009, gegen 17:10 Uhr, ereignete sich an einem Bahnübergang auf der Strecke von Chemnitz nach Aue ein Zusammenprall zwischen einem Zug der Erzgebirgsbahn und einem Pkw.

Ein Fahrer (69) eines VW Golf missachtete trotz Andreaskreuz und rot blinkenden Haltelichtzeichen die Vorfahrt des Zuges der Erzgebirgsbahn am Bahnübergang Turnstraße in Burkhardtsdorf.

Der herannahende Zug aus Richtung Aue machte sich durch ein lautes Pfeifsignal bemerkbar. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung konnte der Triebfahrzeugführer den Zusammenprall mit dem Auto nicht mehr verhindern. Der Golffahrer hatte zwar noch versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, konnte den Bahnübergang aber nicht mehr rechtzeitig verlassen. Personen wurden dabei zum Glück nicht verletzt. Lediglich Sachschäden entstanden am Golf und an der Bahn, deren Höhe durch Gutachter ermittelt wird.

In Folge des Vorfalls kam es zu einer Streckensperrung bis 18:20 Uhr. Ein Zug musste total ausfallen, zwei weitere wurden durch Schienenersatzverkehr gefahren. Gegen den Fahrer des Golfs wird in diesem Fall wegen einer Straftat, gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, ermittelt.

Selbstmord in Chemnitz: Sturz aus Haus in Theaterstraße

Am Montagabend, dem 23. Februar 2009, kurz vor 18.30 Uhr, stürzte sich ein 54-jähriger Mann aus einem Fenster in der 6. Etage eines Wohnhauses der Theaterstraße.

Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er noch am selben Abend verstarb. Das Motiv für den Freitod liegt im persönlichen Bereich.

Heiße Arbeit: Dachrinne mit offener Flamme aufgetaut. Einsatz der Feuerwehr in Freiberg

Die Freiberger Feuerwehr war am Donnerstagmorgen, dem 19. Februar 2009, mit zwei Fahrzeugen und fünf Kameraden kurz nach 09.00 Uhr auf der Olbernhauer Straße im Einsatz, weil ein Mitarbeiter einer Firma das vereiste Fallrohr der Dachrinne mit offener Flamme auftaute.

Als er Rauch unter dem Dach des Büro-und Lagergebäudes feststellte, rief er die Feuerwehr. Die konnte den entstehenden Brand schnell löschen. Angaben zum Schaden liegen noch nicht vor.

Schlingel in Chemnitz: Internationales Filmfestival für Kinder

Chemnitz (pts/21.10.2008)Die Sieger beim 13. Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum “SCHLINGEL 2008″ vom 13. bis 19. Oktober 2008 in Chemnitz stehen fest.

Eine aufregende Filmfestival-Woche ist vorüber. Mit der feierlichen Preisverleihung geht zum 13. Mal der “SCHLINGEL 2008″, das Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum” in Chemnitz zu Ende.

Im Festivalkino, dem Cinestar-Luxor-Filmpalast, wurden am Samstag Nachmittag die Preise für die besten Animations-, Kurz-, Kinder-, Junior- und Jugendfilme vergeben. Die Jurys mussten sich zwischen beeindruckenden Filmen aus aller Welt entscheiden.

“Stormheart” war der absolute Favorit der Europäischen Kinderjury. Sie waren beeindruckt vom Film wie von der Hauptdarstellerin Ronja – welche die 6jährige Pearl spielt. Dieser finnische Kinderfilm gewinnt den “Europäischen Kinderfilmpreis” und den Preis für den besten Kinderdarsteller. Ronja konnte den “DIAMANTEN”- ein Fahrrad der Diamant-Fahrradwerke Hartmannsdorf/ Sa. auf der Bühne im Chemnitzer Kino entgegennehmen.

Berührend – die Geschichte des kleinen Mädchens Masoumeh, die sich ganz selbstverständlich um ihren geistig behinderten Onkel Champ kümmert. Der iranische Kinderfilm “Masoumeh und der Schnurrbart” erhält den Hauptpreis der Stadt Chemnitz für den besten Kinderfilm. Für den iranischen Produzenten des Films war die Preisverleihung der Höhepunkt seines einwöchigen Aufenthalts in Chemnitz.

Festivalleiter Michael Harbauer, Regisseur Pieter Verhoeff, Hauptdarsteller Yanneck van de Velde und Festivalmitarbeiterin Claudia Emmer (v.l.n.r.). Ihr Film "Der Brief für den König" siegte überragend in der Kategorie bester Juniorfilm (Foto: Thomas Reinhardt)

“Der Brief für den König” – ein Film aus dem Reich der Ritter, der Helden aus vergangener Zeit – siegte überzeugend in der Kategorie “Juniorfilm”. Die Fachjury verlieh den vom Mitveranstalter SLM ausgelobten Hauptpreis für den besten Juniorfilm. Stifter des Preises der Juniorjury ist die EDEKA Gruppe. Der niederländische Regisseur. Pieter Verhoeff nahm den Preis für sich und seine Crew entgegen. Yannick van de Velde -verzauberte während der Festivalwoche die SCHLINGEL-Besucher. Er war ein gefragter Diskussionspartner und Autogrammegeber. Auch der argentinische Regisseur Diego Fernandez Musiak konnte seinen Preis persönlich entgegennehmen. Seinen Streifen “Briefe für Jenny” wählte man als den besten Jugendfilm.

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung geht an “Ihr könnt euch niemals sicher sein”, der deutschen Regisseurin Nicole Weegmann. Sie beschreibt mit klaren Bildern die Ratlosigkeit einer Gesellschaft, die nach der Tragödie von Erfurt nicht genau weiß, wie sie mit Jugendlichen umgehen soll, die Gewalttaten androhen. Olivers Konflikte sind differenziert herausgearbeitet. Die Figur selbst ist sehr sensibel angelegt und wird von Ludwig Trepte überzeugend verkörpert. Schon am kommenden Mittwoch – dem 22. Oktober, 20.15 Uhr -läuft der Preisträgerfilm des SCHLINGEL 2008 in der ARD.

Spannend, lustig und interessant – die Jury war sich einig. Der Preis für den besten Animationsfilm ging an “Rölli und die Elfen” – einer deutsch-finnisch-russisch-englischen Koproduktion. Die lobende Erwähnung erhält der deutsche Film “Die neue Waschmaschine” von Winfried Bellmann.

Der Preis für den besten Kurzfilm bleibt in Deutschland – ihn erhält der Regisseur Markus Dietrich für seinen Film “Mein Robodad”. Auch der schwedische Streifen “Anton, den keiner sieht” erhält eine lobende Erwähnung. Die Jury meint: “Der Film ist sehr gefühlvoll und Anton ein mutiger, kleiner Junge, der mit ein bisschen himmlischer Hilfe seine Schwester rettet.”

“Das Festival wurde in diesem Jahr von einer erfreulichen Vielfalt geprägt. Die Wettbewerbsbeiträge, die aus fast allen Kontinenten kamen, begeisterten die jungen Zuschauer gleichermaßen wie die Fachleute der Film- und Fernsehbranche”, schätzte Festivaldirektor Michael Harbauer abschließend ein. “Besonders erfreulich ist in diesem Jahr, dass die von uns gezeigten internationalen Filme, die fast ausschließlich zum ersten Mal in Deutschland oder sogar in Europa gezeigt wurden, bei den deutschen Verleihern auf ein großes Interesse gestoßen sind. Die Preisträger haben nach der heutigen Auszeichnung eine gute Chance, demnächst synchronisiert zu werden. Das ist notwendig, um dann auf der großen Leinwand oder im deutschen Fernsehen gezeigt zu werden. Der “SCHLINGEL” als Film-Preis gewinnt nicht nur in Deutschland, sondern auch international an Bedeutung”, so der Festivalchef weiter.

Rund 8000 Besucher und etwa 125 akkreditierte Gäste aus aller Welt konnten während der Festivalwoche in Chemnitz begrüßt werden. Dem jungen Publikum wurden 81 Produktionen aus 36 Ländern gezeigt.

Regisseure, Schauspieler und Produzenten aus Argentinien, Iran, USA, Finnland, der Tschechischen Republik, Vietnam, Dänemark, Großbritannien, Niederlande, Italien und natürlich aus Deutschland trafen sich zum fachlichen Austausch. In der Festival-Gemeinschaft erlebten sie eine spannende und unterhaltsame Filmwoche.

Die täglich angebotenen Workshops für kreative Kinder waren schon vor der Festivalwoche ausgebucht. Heiß umringt waren die Regisseure, Darsteller und Produzenten aus aller Welt. Nach den Vorstellungen stellten sie sich den Fragen und Autogrammwünschen der Besucher.

Spannend wurde es am späten Samstagnachmittag, als die Kinder- und Fachjurys ihre Entscheidungen bekanntgaben. Neben der Auszeichnung der Sieger sprachen die Juroren auch lobende Erwähnungen aus.

Internet: www.ff-schlingel.de

Kunst in Chemnitz. Ausstellung in der Alten Aktienspinnerei

Vom 6. September bis 9. November 2008 wird mit der Ausstellung “Form – Farbe – Geste” in der Alten Aktienspinnerei in Chemnitz eine der größten kuratierten Malereiausstellungen mit Werken von vierzehn bedeutenden zeitgenössischen Künstlern aus ganz Deutschland gezeigt. 150 großformatige Werke auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind zentraler Bestandteil eines Musik-Theater-Malerei-Projekts, das die Beziehung zwischen Verantwortung, Freiheit und Wahrheit in der Kunst erlebbar machen soll.

Bereits im Vorfeld setzte das Ausstellungskonzept des Freiberger Vereins Form-Farbe-Geste Maßstäbe. Das mit 200qm größte Wandbild Sachsens entstand in einer Gemeinschaftsaktion von vier Künstlern als symbolischer Akt der Inbetriebnahme der Alten Aktienspinnerei, eines leer stehenden Fabrikgebäudes im Zentrum von Chemnitz.

Die Ausstellung zeigt Werke von Anja Billing, Steffen Fischer, Hans-Hendrik Grimmling, Angela Hampel, Heiko Herrmann, Detlef Kappeler, Florian Koehler, Gregor-Torsten Kozik, Werner Liebmann, Harry Meyer, Heino Naujoks, TM Rotschönberg, Helmut Sturm und Jürgen Wenzel.

Anlässlich der Eröffnungsfeier am 6. September 2008 werden ein eigens komponiertes Orchesterwerk, das Theaterstück “Die Fliegen” von Jean-Paul Sartre und ein Improvisationskonzert internationaler
Musiker aufgeführt.

Traditionell ist Chemnitz mit der künstlerischen Avantgarde eng verbunden. So lebte und arbeitete im Jahr 1905 der damals noch wenig bekannte Norweger Edward Munch auf Einladung des Unternehmers Herbert Esche einige Wochen in Chemnitz. Daraus entstand eine jahrzehntelange enge Beziehung zwischen dem Künstler und der Stadt.

Der in Chemnitz geborene “Brücke”-Mitbegründer Karl Schmidt-Rottluff zählt zu den Erneuerern in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Entwürfe der Chemnitzer Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt sind in renommierten Museen auf der ganzen Welt ausgestellt.

Auch während der DDR-Zeit erlahmte die vitale Kunstszene der Stadt nicht zuletzt dank der Künstlergruppe Clara Mosch niemals. Heute bilden die international beachteten Kunstsammlungen Chemnitz mit dem neuen Museum Gunzenhauser einen Schwerpunkt der Klassischen Moderne in Deutschland.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.form-farbe-geste.de