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Sprengung von Panzerabwehrgranate (Blindgänger aus 2. Weltkrieg) in Erlangen

Erlangen (ots) – Mitarbeiter eines Unternehmens stießen am Mittwochnachmittag, dem 14. März 2012, im Südosten Erlangens auf einen sprengstoffverdächtigen Gegenstand und verständigten das
Sprengkommando Nürnberg.

Bei Rodungsarbeiten war der Gegenstand nahe der Staudtstraße, nordöstlich eines Gymnasiums im freien Feld gefunden worden. Nach Auskunft des zwischenzeitlich eingetroffenen Sprengkommandos, handelte es sich um eine Panzerabwehrgranate (8,8 cm) aus dem 2. Weltkrieg mit einem beschädigten Vorspannzünder.

Der Blindgänger durfte nicht bewegt werden, was eine Sprengung vor Ort erforderlich machte.

Nach Verständigung des Ordnungsamtes der Stadt Erlangen, sperrte die Polizei mit Unterstützung der Feuerwehr Erlangen den Gefahrenbereich um den Fundort auf Weisung des Sprengmeisters, Herrn Häslein, in einem Radius von 200 Meter ab.

Räumungsmaßnahmen waren in dem unbewohnten Bereich nicht erforderlich.

Kräfte des Rettungsdienstes wurden vorsorglich bereitgehalten.

Kurz nach 18:00 Uhr erfolgte die kontrollierte Sprengung mit anschließender Aufhebung der Absperrmaßnahmen.


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Kranausleger kippte zwischen Nürnberg Nord und Erlangen-Tennenlohe auf Autobahn BAB 3. Sachschaden: 150.000 Euro

Erlangen (ots) – Heute morgen (28.1.2012) gegen 04.40 Uhr durchschlug ein Lkw auf der schneebedeckten BAB 3 in Fahrtrichtung Würzburg, zwischen den Anschlussstellen Nürnberg Nord und Erlangen-Tennenlohe, die Mittelleitplanke und blieb liegen.

Zur Bergung des Lkw wurde ein großer Autokran eingesetzt. Kurz vor 07.00 Uhr kippte der Ausleger des Krans um und fiel quer über die Autobahn in die Fahrspur Würzburg / Nürnberg.

Die Ursache des Unglücks ist derzeit nicht bekannt; die Verkehrspolizei Erlangen ermittelt.

Ein Pkw-Fahrer, der in Richtung Nürnberg unterwegs war, prallte dann in das Hindernis und wurde dabei leicht verletzt. Auch der Fahrer des Lkw zog sich leichte Verletzungen zu.

Aufgrund der Bergungsmaßnahmen kam es in beiden Richtungen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, die derzeit noch andauern. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro.

Überfall auf Toilette in Erlangens Nägelsbachstraße. Täter trugen Ohrringe

Erlangen (ots) – Gestern Abend (03.01.2012) überfielen bislang Unbekannte einen 18-Jährigen in einer öffentlichen Toilette in der Erlanger Innenstadt. Die Kriminalpolizei Erlangen sucht Zeugen.

Gegen 20.30 Uhr teilte der 18-Jährige über Notruf folgenden Sachverhalt mit: Als er in der Nägelsbachstraße das öffentliche WC aufsuchte und dieses verlassen wollte, wurde die Tür von außen zugehalten.

Zwei ihm unbekannte Männer kamen anschließend in die Toilette, schubsten und bedrohten ihn. Aus Angst händigte er Bargeld und sein Handy aus. Daraufhin flüchteten die Täter.

Nach bekannt werden des Sachverhaltes wurde sofort eine Tatortbereichsfahndung eingeleitet.

Laut den Angaben des Geschädigten befanden sich in Tatortnähe noch weitere Personen, die offensichtlich zu den Dieben gehörten. Es handelte sich also um eine Gruppe von fünf bis sechs Personen.

Die Haupttäter werden wie folgt beschrieben:
1. Täter: ca. 18 – 20 Jahre alt, 180 – 182 cm groß, normale Statur, dunkle, kurze, glatte Haare, ohne erkennbaren Akzent.
2. Täter: ca. 18 – 20 Jahre alt, 175 cm groß, etwas kräftiger, kurze Haare, trug eine blaue, weite Jeans und eine kurze, schwarze
Daunenjacke.

Beide Männer trugen Ohrringe.

Bei dem Überfall erlitt der Heranwachsende leichte Verletzungen und musste ambulant vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt werden.

Wer kann Angaben zu den Gesuchten machen?
Wer hat den Überfall beobachtet?
Entsprechende Erkenntnisse können rund um die Uhr beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer (0911) 2112-3333 hinterlassen werden.

Bus in Erlangen überfährt betrunkenen Fußgänger. Junger Mann überlebt schwer verletzt

Erlangen (dts Nachrichtenagentur) – Im mittelfränkischen Erlangen ist ein Fußgänger von einem Linienbus erfasst worden und überlebte mit schweren Verletzungen.

Wie die örtliche Polizei mitteilte, war der junge Mann mit seinem Begleiter auf dem Weg zur Universität.

Ersten Ermittlungen zufolge war der 22-Jährige stark alkoholisiert und stürzte in Folge dessen zu Boden.

Zum gleichen Zeitpunkt bog ein Linienbus in die Straße ein und erfasste den jungen Mann.

Dieser erlitt schwere Verletzungen im Bereich des Oberkörpers und des Kopfes. Rettungskräfte brachten den Verletzten daraufhin in eine Klinik.

Nach Aussagen der behandelnden Ärzte bestehe derzeit keine Lebensgefahr. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern derzeit an.

Falsche Finanzbeamte in Erlangen unterwegs

Erlangen (ots) – Vergangene Woche trat in der Aufseßstraße in Erlangen ein angeblicher Finanzbeamter mindestens zwei Rentnerinnen gegenüber und begehrte Einlass in deren Wohnung. Glücklicherweise konnte bislang kein Entwendungsschaden festgestellt werden.

Am 10. Mai 2011 klingelte ein bislang unbekannter Mann gegen 15.00 Uhr an der Wohnung einer 80-jährigen Rentnerin. Schließlich gelang es ihm, Zutritt zu der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Aufseßstraße zu erlangen.

Die Seniorin wurde unter dem Vorwand, als Finanzbeamter für die etwaigen Geldanlagen zuständig zu sein, nach deren Bargeld gefragt und sah sich auffällig in der Wohnung um.

Schließlich verließ der Unbekannte die Wohnung, offenbar ohne einen Entwendungsschaden verursacht zu haben. Die Rentnerin konnte nur eine vage Personenbeschreibung abgeben.

Wie am Wochenende der Polizei bekannt wurde, war am gleichen Tag gegen 11.30 Uhr an der gleichen Örtlichkeit eine 74-jährige Frau auf der Straße angesprochen und nach ihren Sparbeträgen in der Wohnung gefragt worden.

Die Rentnerin reagierte besonnen und verwehrte dem Mann den Zutritt zu ihrer Wohnung. Außerdem wollte sie erst Rücksprache mit dem zuständigen Finanzamt halten. Von diesem Vorfall liegt der Kriminalpolizei Erlangen, die die Sachbearbeitung übernommen hat, eine detaillierte Personenbeschreibung vor:

Demnach wird der Mann als ca. 30 Jahre alt, 170 cm groß, mit braunen, glatten, nach hinten gekämmten Haaren, braunen, schmalen Augen, südländischem Aussehen, mit gepflegtem Auftreten (Anzug und Krawatte) beschrieben. Der Unbekannte sprach hochdeutsch.

Die Ermittler des Fachkommissariates bitten Zeugen, die Hinweise zu dem falschen Finanzbeamten geben können, sich mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer (0911) 2112-3333 in Verbindung zu setzen. Möglicherweise wurden auch weitere Senioren von dem Unbekannten angesprochen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Auftreten angeblicher Finanzbeamter.

- Im Zweifel über die Tätigkeit des Kontakt aufnehmenden Mannes verständigen Sie vor der Bekanntgabe Ihrer Eigentumsverhältnisse oder persönlicher Daten das zuständige Amt.

- Lassen Sie sich von den Personen einen Mitarbeiterausweis zeigen.

- Sollten Sie Opfer eines derartigen Betruges oder Diebstahls geworden sein, verständigen Sie umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Frontal gegen Baum: Unfall mit 3 Toten im Lankreis Erlangen / Höchstadt

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Bei einem tragischen Verkehrsunfall im Landkreis Erlangen/Höchstadt in Bayern sind am Freitagabend drei Menschen ums Leben gekommen.

Gegen 20 Uhr war ein 18-Jähriger mit einem VW Golf auf einer durch ein Waldstück führenden Straße nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt.

Neben ihm kamen auch zwei weibliche Insassen ums Leben. Zur Betreuung von Angehörigen und Einsatzkräften wurden ein Pfarrer sowie mehrere Notfallseelsorger alarmiert.

Bus überfährt Frau in Erlangen

Erlangen (dts Nachrichtenagentur) - Im bayerischen Erlangen hat eine 55-jährige Frau tödliche Verletzungen erlitten, als sie am Samstagmorgen von einem Bus überrollt wurde.

Polizeiinformationen zufolge hätte sich die Frau auf der Fahrbahn befunden als ein Linienbus in die Straße einbog.

Der 50-jährige Busfahrer erfasste die Fußgängerin mit dem Fahrzeug und überrollte sie mit der Vorderachse.

Die hinzugerufene Feuerwehr konnte die 55-Jährige zwar durch den Anheben des Busses befreien, allerdings erlag diese noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

Der Busfahrer erlitt einen Schock und musste durch einen Seelsorger behandelt werden. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

25.000 Besucher beim Comic-Salon in Erlangen

Am Sonntag Abend, dem 6. Juni 2010, 18 Uhr schließen die Pforten des 14. Internationalen Comic-Salons Erlangen. Veranstalter und Aussteller zeigten sich mit dem diesjährigen Salon sehr zufrieden.

Die positive Besucherentwicklung des Jahres 2008 konnte 2010 fortgesetzt werden, mehr als 25.000 Besucher wurden gezählt. Dabei ist auffällig, dass das Publikum sich nicht nur stark verjüngt hat, sondern dass auch zunehmend neue Zielgruppen für die grafische Literatur erschlossen werden konnten.

So lebendig und vielfältig sich die deutsche Comic-Szene derzeit präsentiert, so bunt gemischt stellte sich das Publikum in diesem Jahr dar: klassische Comic-Sammler, Manga-Fans in Cosplay-Kostümen, junge Literatur-interessierte Leserinnen und Leser von Graphic-Novels, Kunst-Interessierte in den Ausstellungen … und – auch das ist eine bemerkenswerte Entwicklung – zunehmend weibliche Besucherinnen, Kinder und Jugendliche.

Auffällig ist das neue Selbstbewusstsein der deutschen Szene. Noch vor wenigen Jahren wäre ein erfolgreicher Comic-Salon mit wenigen internationalen Stars nicht denkbar gewesen.

Inzwischen hat die deutschsprachige Szene ihre eigenen Stars, die beim Internationalen Comic-Salon in Erlangen gefeiert werden.

Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr Jens Harder mit seinem Evolutions-Epos „Alpha. Directions“ (Max und Moritz-Preis für den besten deutschsprachigen Comic), Nicolas Mahler (Max und Moritz-Preis als bester deutschsprachiger Comic-Künstler) und Ulli Lust (ICOM-Preis und Max und Moritz-Publikumspreis für „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“), sowie die viel umlagerte deutsche Comic-Legende Matthias Schultheiss, der nach zwanzig Jahren Abstinenz vom deutschen Comic-Markt mit einer neuen Graphic Novel zurückgekehrt ist.

Von den zahlreich vertretenen internationalen Künstlern war es vor allem der französische Szenarist Pierre Christin, der mit dem Max und Moritz-Preis für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet wurde, der mit seiner herausragenden Ausstrahlung das Publikum in seinen Bann zog und bei der Max und Moritz-Gala für minutenlange stehende Ovationen sorgte.

Erfreuliche Besucherzahlen waren nicht nur bei der Messe im Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle, sondern auch in den rund 30 Ausstellungen in der ganzen Erlanger Innenstadt zu vermelden.

Offensichtlich wächst das Bedürfnis des Publikums, sich vertiefend mit dem Medium Comic auseinander zu setzen. So waren alle angebotenen Führungen durch Ausstellungen gut besucht und das Comic-Podium, das sich in Vorträgen, Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen mit vielen Aspekten der Comic-Kunst und des Comic-Markts auseinander setzte – unter anderem mit einer Vortragsreihe über Comic und Politik – hatte alleine weit über 2.000 Besucher.

Am Ende des 14. Internationalen Comic-Salons kann die Szene optimistisch nach vorne blicken. Vielfältige Verlagsprogramme, herausragende deutschsprachige Comic-Künstler, wachsende internationale Anerkennung und ein anspruchsvolles und interessiertes Publikum lassen bereits heute einen spannenden 15. Internationalen Comic-Salon erwarten, der vom 7. bis 10. Juni 2012 stattfinden wird.

Internet: www.comic-salon.de

“Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” von Ulli Lust – nominiert für den Max-und-Moritz-Preis 2010

„Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ von Ulli Lust (avant-verlag / electrocomics)
Mit „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ legt die Österreicherin und Wahlberlinerin Ulli Lust ein fulminantes autobiografisches Debüt vor: Es ist die Irrfahrt von zwei gelangweilten und naiven Punk-Mädels aus Wien, die im Sommer 1984 ohne Geld, Gepäck und Ziel durch Italien trampen.

Der schwärmerische Aufbruch zweier freiheitstrunkener Aussteigerinnen mutiert indes bald zum Albtraum. Ulli Lust schildert diese Initiationsreise mit Distanz, geradezu kühl, ohne Larmoyanz, aber mit einer gesunden Prise schwarzen Humors.

Ihre Erzählweise ist dicht und atemlos und reißt den Leser mühelos mit – bis zum Absturz in Sizilien: Vergewaltigung, harte Drogen, Prostitution, Mafia. Im spannungsvollen Kontrast zur reflektierten Erzählhaltung stehen die fiebrigen Zeichnungen: Scheinbar schnell hingeworfen, schwarz-weiß und mit einem schmutzigen olivgrünen Farbton unterlegt, vermitteln sie den Eindruck größtmöglicher
Unmittelbarkeit und Authentizität.

Ulli Lust zeichnet ihre Erfahrungen bis zum bitteren Ende mit beeindruckender Konsequenz auf und ohne den Versuch, sie moralisch oder pädagogisch abzurunden oder zu schmücken.

==> Siehe Max-und-Moritz-Preis 2010

„Hector Umbra” von Uli Oesterle – nominiert für den Max-und-Moritz-Preis 2010

„Hector Umbra” von Uli Oesterle (Carlsen Comics / Edition 52)
„Schön“ ist das erste Wort, gekritzelt auf schwarzen Grund. Und sofort zerrissen von einem nervösen „poc poc poc“, das über das Graffito hämmert.

Damit sind die Koordinaten gesetzt, zwischen denen Uli
Oesterle sein fulminantes Comic-Epos „Hector Umbra“ inszeniert: Die sich vor der elysischen Kulisse der Frauenkirche und des Hofbräuhauses rasant entrollende Odyssee in den Münchner Untergrund, durch
verqualmte Absturzkneipen und hinab in finstere Katakomben und psychische Abgründe.

Atemlos taumelt Hector durch eine obskure Welt aus Jägermeister-Exzessen, Techno-Beats und Designerdrogen, aus klandestinen Zeugen Jehovas und das Weltende prophezeienden Stadtstreichern, auf der Suche nach seinem Freund, dem DJ Osaka, der auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden ist, ausgerechnet als er zum ersten Mal im hippsten Club der Stadt auflegen soll.

Oesterles durchgeknallte Bayern-Metropole ähnelt eher Gotham City, und unerhört ist auch seine Grafik markanter Umrisse, flächiger Farben und schräger Blicke, ein surrealer Stil von brennender Souveränität, der sich an keine Schule anlehnt und den Leser mit seiner halluzinogenen Kraft schon eingefangen hat, noch bevor er am Ende des Prologs angelangt ist.

Siehe Max-und-Moritz-Preis 2010

“Gift” von Peer Meter und Barbara Yelin – nominiert für den Max und Moritz-Preis 2010

„Gift“ von Peer Meter und Barbara Yelin (Reprodukt)
Was ist das Spezifische an der Erzählweise von Comics? Sie können auf literarische Weise alte Stoffe neu bearbeiten, wie es der Schriftsteller Peer Meter in dem Szenario um die Bremer Giftmischerin Gesche Gottfried aus dem frühen 19. Jahrhundert geleistet hat.

Gleichzeitig kommentieren sie grafisch das Szenario, verleihen ihm Tiefe, geben ihm Atmosphäre, schaffen ihm die Bühne, versetzen es in Rhythmus.

Kongenial hat die Zeichnerin Barbara Yelin Meters Skript in Szene gesetzt. So ist eine komplexe und neue Annäherung an den klassischen Kriminalfall entstanden. Eine Geschichte, die über den Fall hinausweist auf historische Frauenbilder und auf den Umgang der Bürger mit dem, was ihnen unerklärlich scheint.

Meter hat eine Rahmenhandlung aus der Perspektive weiblicher Emanzipation konstruiert. Er schachtelt Rückblenden ineinander, die sich erhellen, ohne sich zu verwirren. Yelin entwirft Panels der
urbanen Enge und Engherzigkeit, stellt ihre Figuren in eine städtische Landschaft, die ihren Charakter prägt und ihre Handlungen determiniert.

Das Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein Erzählwerk von hoher
Literarizität und erschütternder Bilddichte.

Siehe: 20 Titel für Max und Moritz-Preis nominiert

“Freche Mädchen – freche Manga. Handykuss und Liebesrätsel” von Bianka Minte-König und Inga Steinmetz für den Max und Moritz-Preis 2010 nominiert

„Freche Mädchen – freche Manga. Handykuss und Liebesrätsel“ von Bianka Minte-König und Inga Steinmetz (Tokyopop)

Es ist eine Weile her, seit die Juroren des Max und Moritz-Preises 12-jährige Mädchen waren (falls überhaupt); was aber den Geschmack dieser „Aliens“, Mädchen in der Vorpubertät, angeht, so ist „Freche
Mädchen – freche Manga. Handykuss und Liebesrätsel“ der Comic, den man der Nachbarin, der Nichte, der Tochter der Freundin in die Hand drücken möchte in der Gewissheit, damit nicht ganz verkehrt zu
liegen.

Das Buch ist das Ergebnis der Zusammenarbeit einer über 60-jährigen Jugendbuch-Erfolgsautorin (die Adaption für den Comic besorgte Yuki Kowalsky von Tokyopop) und einer noch nicht 30-jährigen Zeichnerin, die zur anwachsenden Liga der deutschen Mangaka gehört.

Dramaturgisch ist die Erzählung zwar „silly“, aber nicht blöd, zeichnerisch umranken die mangaesken Blümchen-Herzchen-Ausrufezeichen und die zersplitterte Panel-Optik virtuos die ganz offenkundig deutsche Schulmädchen-Geschichte, dies mit durchaus amüsantem Nebeneffekt auch für Comic-lesende Erziehungsberechtigte der primären Zielgruppe.

==> Comic Salon Erlangen 2010: Max-und-Moritz-Preis