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Politisch “brennt” Putins Russland wegen Vorwurf des Wahlbetrugs. Nun auch noch Feuer auf russischem Atom U-Boot “Jekaterinburg”

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Bei Reparaturarbeiten ist die äußere Hülle eines Atom-U-Bootes der russischen Flotte in Brand geraten. Wie russische Medien unter Berufung auf einen Marinesprecher berichten, sei das Feuer auf einem hölzernen Gerüst in dem Dock ausgebrochen und habe dann auf das U-Boot übergegriffen. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für den Brand sei bisher nicht bekannt.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums weiter mitteilte, bestand keine Gefahr eines Austritts von Radioaktivität.

An Bord der “Jekaterinburg” gebe es keine Atomwaffen. Auch der abgeschaltete Atomreaktor sei in Sicherheit.

Alle Strahlenwerte würden sich im Normalbereich befinden, so das Ministerium.

Die “Jekaterinburg” gehört mit ihren 11.740 Tonnen zur Delta-IV-Klasse an und kann 16 Interkontinental-Raketen mit sich führen.

“Flensburg online”: Wahlbetrug in Russland?


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Freiheit + Menschenrechte in Russland. Demo in Moskau mit 120.000 Menschen gegen Putin und Wahlfälschung

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Bei Protesten gegen die Regierung sind in Moskau nach Angaben der Organisatoren rund 120.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Auch in anderen Teilen des Landes demonstrierten an Heiligabend zehntausende Menschen für Neuwahlen und ließen sich dabei weder von Schnee noch von Minustemperaturen abhalten.

Genehmigt war in Moskau nur eine Demonstration bis zu 50.000 Teilnehmern.

Die Protestler werfen der Regierung um Wladimir Putin vor, bei den Duma-Wahlen Anfang des Monats im großen Stil Wahlfälschung betrieben zu haben.

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Ob das genug ist? Medwedew kündigt Reformen in Russland an

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat angesichts der Proteste gegen die umstrittene Parlamentswahl Reformen angekündigt. Unter anderem kündigte Medwedew vor dem Parlament in Moskau die Wiedereinführung der Gouverneurswahlen an.

Die Menschen müssten mehr Möglichkeiten der politischen Mitbestimmung haben, sagte der Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation.

Die Gouverneurswahlen waren von seinem Vorgänger Wladimir Putin abgeschafft worden.

Außerdem sagte Medwedew zu, ein öffentlich-rechtliches Fernsehen wie in Deutschland zu schaffen. Damit ging Russlands Präsident überraschend auf die Regierungskritiker zu.

Zuvor waren hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die umstrittenen Ergebnisse der Parlamentswahl zu protestieren.

Drogen in Russland: 6 Tonnen Haschisch aus Afghanistan für den Westen sichergestellt

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Die russische Polizei hat am Dienstag, dem 20. Dezember 2011, rund sechs Tonnen Haschisch sichergestellt. In einem konzertierten Schlag gegen eine international operierende Gruppe von Drogenhändlern waren auch Polizeikräfte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Lettland, den USA und Kasachstan beteiligt, wie die russische Anti-Drogen-Behörde am Dienstag mitteilte.

Die Behörde gab weiterhin an, dass 5,7 Tonnen Haschisch afghanischer Herkunft sichergestellt wurden.

Die Drogen sollten via Lettland und anderen EU-Staaten nach Kanada transportiert werden. Weitere Details der Operation wollte die russische Behörde zunächst nicht bekanntgeben.

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Notlandung von Lufthansa-Flugzeug (A320) in Moskau

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – In Moskau ist am Freitag, dem 16. Dezember 2011, eine Lufthansa-Maschine notgelandet. Wie ein Lufthansa-Sprecher in Frankfurt mitteilte, sei das Flugzeug vom Typ A 320 sicher gelandet und habe keine Assistenz bei dem Manöver benötigt.

Der Pilot habe beim Anflug auf den Flughafen vorsichtshalber einen Motor ausgeschaltet.

Grund für den Zwischenstopp sei eine Anzeige gewesen, die das Treibwerk betraf.

Das Flugzeug wurde für genauere Untersuchungen am Boden gelassen.

Passagiere, die zurück nach Frankfurt fliegen wollten, konnten auf andere Maschinen umsteigen.

Insgesamt waren 115 Fluggäste von dem Zwischenfall betroffen.

“Flensburg online”: Moskau? Freiheit + Demokratie im Russland von Putin, dem “lupenreinen Demokraten”? Sicherheitskräfte stoppen Anti-Putin-Demonstration nach umstrittener Parlamentswahl

Demokratie + Russland. Anti-Putin-Protestbewegung, Edward Limonow und “Krachkultur”

Die Zeitschrift „Krachkultur“ hat seit ihrem Bestehen ein Gespür für Schriftsteller gehabt, die es zu entdecken oder wiederzuentdecken gibt.

Manch einen Königsweg hat sie so dem literarischen Zeitgeist gewiesen. Richard Yates etwa konnte man schon in der „Krachkultur“ lesen, lange bevor die Verfilmung von dessen Roman „Zeiten des Aufruhrs“ mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen für Furore sorgte.

Aus aktuellem Anlass, nämlich der überragenden Rolle, die Edward Limonow zur Zeit in der russischen Anti-Putin-Protestbewegung spielt, sei darauf verwiesen, dass es wiederum die „Krachkultur“ ist, die einen Querschnitt aus dem aktuellen Schaffen des russischen Skandalautors bereit hält.

Literatur und Edward Limonow der russischen Oppositionsbewegung

Die in Bremen und Leipzig herausgegebene Literaturzeitschrift »Krachkultur« wird ihrem Ruf als Lautsprecher der literarischen Szene einmal mehr gerecht. In ihrer dreizehnten Ausgabe präsentiert »Krachkultur« vor allem eine der schillerndsten Figuren der russischen Literatur und der russischen Oppositionsbewegung – Edward Limonow.

Seine Rollen und Metamorphosen sind Legende und bilden den Stoff seines umstrittenen Werkes. Als junger Mann emigrierte er in die USA und nach Frankreich – und wütete mit seinem Skandalroman »Fuck off, Amerika« (1979), der ein internationaler Bestseller wurde, gegen sein Paria-Dasein im Westen.

Nach seiner Rückkehr ins liberale Jelzin-Russland kämpfte er in fünf Kriegen gegen den Zerfall des Sowjetreiches und den russischen Raubtierkapitalismus und mutierte zum Führer der radikalen Nationalbolschewistischen Partei und einer deklassierten Jugend.

Im kleinbürgerlichen Putin-Russland landete er wegen angeblicher terroristischer Umtriebe im Gefängnis und wurde wegen Waffenschmuggels und -besitzes zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Inzwischen kämpft er Seite an Seite mit sowjetischen Bürgerrechtlern und Liberalen gegen das Putin-Medwedjew-Regime.

»Krachkultur« Nr. 13/2010 präsentiert einen Querschnitt durch das neuere erzählerische Werk Limonows, dieses »göttlich begnadeten Dichters« (Ljudmila Ulitzkaja). Die große Erzählung »Mussolini und andere Faschisten« führt noch einmal in das New York der siebziger Jahre: Eddi, kaputt im Embassy-Hotel, als einziger Weißer unter lauter Schwarzen, bitterböser Humor im »Fuck off, Amerika«-Style, herrlicher Beleg für die »totalisierende Poetik der Verärgerung« (Olga Matich), die Limonow betreibt.

Weitere Texte zeigen den Wahlkämpfer Limonow, der seine potentiellen Wähler verachtet (»Wahlen«), berichten aus dem Gefängnis, das offenbar ganz gute Arbeitsbedingungen für einen Schriftsteller bereit stellt (»Epilog«), erinnern an eine Parteigenossin, deren Fähigkeiten besonders von den männlichen Parteimitgliedern geschätzt wurden (»Geliebte der Partei«), beweihräuchern die kriegerische Erfahrung (»Djnestr«), nehmen den Hysteriker Dostojewski aufs Korn (»16 Bilder pro Sekunde«).

Die Übersetzerin und Russland-Expertin Barbara Lehmann informiert in einem rasanten Essay über Leben und Werk Limonows.

Internet: www.krachkultur.de
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Zugverbindung (3.177 km) Moskau – Berlin – Paris

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Zug auf der Direktverbindung Moskau-Berlin-Paris ist am Dienstagmorgen, dem 13. Dezember 2011, pünktlich im Berliner Hauptbahnhof angekommen.

Die Bahn war am Montagmorgen vom “Weißrussischen Bahnhof” in Moskau gestartet und soll am Dienstagabend die französische Hauptstadt erreichen.


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Laut Plan braucht der Zug für die gesamte Strecke von 3.177 Kilometern etwa 38 Stunden.

Höchstgeschwindigkeit vom Zug liegt bei 200 kmh.


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Es ist das erste Mal seit Anfang der 90er Jahre, dass wieder ein Zug auf dieser Direktverbindung verkehrt.

Eine Fahrt in der Luxusklasse kostet bis zu 1.000 Euro. Geplant sind bislang drei Zugverbindungen pro Woche, im Sommer soll die Bahn fünfmal wöchentlich zwischen den Hauptstädten verkehren.

Kann sich Wladimir Putin noch halten? Oder kommt Frühling im russischen Winter? Deutsche Politiker sehen in russischen Protesten Zäsur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutsche Politiker sehen in den Protesten des vergangenen Wochenendes in Russland ein hoffnungsvolles Zeichen und eine Zäsur.

“In Russland passiert etwas Wunderbares”, sagte Marieluise Beck (Grüne), Sprecherin für Osteuropapolitik, der Tageszeitung “Die Welt”. “Es bricht ein Protest auf, mit dem so niemand gerechnet hat. Ein russischer Frühling mitten im Winter.” Das System habe mit seinem Geschacher um die Macht überzogen.

Der Fraktionschef der Partei Die Linke im Bundestag, Gregor Gysi, fordert bereits Neuwahlen: “Klug wäre es, die Wahlen zu wiederholen, die ausgeschlossenen Parteien zuzulassen und eine strikt ehrliche Auszählung in jeder Hinsicht zu garantieren. Mit dem Ergebnis müssen und können dann alle leben.”

Putin und Medwedew täten so, als ob sie sich das Land teilen dürften, sagte Gysi der “Welt”. Der Linke-Politiker nimmt an, dass die Proteste anhalten. Davon geht auch Beck aus und zieht einen Vergleich mit den Jahren vor 1989: “Es wäre wichtig, dass sich ein friedliches Protestformat etabliert, ähnlich den Montagsdemonstrationen.”

Das muß auch in Russland möglich sein:
Meinungsfreiheit, Pressefreiheit + Versammlungsfreiheit

Für den CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder ist klar, dass die Regierung keine Ruhe bekommt, wenn sie nicht Grundrechte akzeptiert: “Das Grundrecht auf Meinungs-, Presse- und Demonstrationsfreiheit muss gewährleistet sein. Friedlicher Protest ist gerade für eine politische junge Generation wichtig. Die russische Führung muss diese Rechte schützen.”

Ist Wladimir Putin ein “lupenreiner Demokrat”? SPD empört über Todesdrohungen von Mitglied der Partei Einiges Russland gegen russische Oppositionelle

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat die Todesdrohungen gegen russische Oppositionelle scharf kritisiert.

“Die chauvinistischen und demagogischen Äußerungen einzelner Mitglieder der Partei Einiges Russland offenbaren die Irritationen in Teilen der politischen Klasse über die Ergebnisse der Dumawahlen”, sagte Mützenich “Handelsblatt-Online”.

Die Distanzierung durch führende Mitglieder der Regierungspartei Einiges Russland gegenüber solchen Verunglimpfungen lasse zumindest hoffen, dass die berechtigten Proteste russischer Bürger ernst genommen würden.

Russland habe die europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet einschließlich des Bekenntnisses zur freien Meinungsäußerung und zur Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, betonte der SPD-Politiker.

“Die Beachtung europäischer Wertestandards bleibt der Maßstab für unser gegenseitiges Verhältnis.”

Mit Todesdrohungen gegen russische Oppositionelle im Internet hatte ein Abgeordneter der Regierungspartei für Aufregung gesorgt. Er wolle “für Russland sterben” und dabei “30 Liberale mitnehmen”, kündigte Konstantin Rykow nach Angaben russischer Medien vom Samstag an – kurz vor einer Großdemonstration von Kremlgegnern.

Der Ultranationalist saß bislang für die von Ministerpräsident Wladimir Putin geführte Partei Einiges Russland in der Staatsduma.

Der Mensch will und braucht Freiheit, nicht Unterdrückung. Russland erlebt größte politische Proteste der Putin-Ära

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Eine knappe Woche nach der Parlamentswahl in Russland haben Zehntausende gegen das Ergebnis protestiert: Es sind die größten politischen Proteste der Putin-Ära.

Die Hauptkundgebung fand im Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau statt. Dort kamen die Demonstranten auf dem Bolotnaja-Platz in der Nähe des Kremls zusammen, um für “ehrliche Wahlen” in Russland sowie für die Freilassung politischer Gefangener zu kämpfen.

“Russland ohne Putin”

Die Organisatoren sprachen von bis zu 100.000 Regierungskritikern, die Polizei zählte dagegen etwa 25.000 Teilnehmer. Schon als der Platz überfüllt war, kamen weiterhin Tausende über die Seitenstraßen geströmt.

“Russland ohne Putin” und “Schande” lauteten die Parolen der Demonstranten. Indessen kam es auch zu ersten Festnahmen.

Medienberichten zufolge hätten Einheiten der Sonderpolizei OMON eine nicht genehmigte Versammlung aufgelöst und schleppten gut ein Dutzend Oppositionelle brutal in bereitstehende Busse.

Auch aus Perm am Ural und Chabarowsk im Fernen Osten wurden dutzende Festnahmen gemeldet. Demonstrationen waren auch in mindestens 70 weiteren Städten angekündigt.

Vor den Protesten hatte die US-Regierung an beide Seiten appelliert, keine Gewalt anzuwenden. Washington erwarte, dass sich Demonstranten wie Behörden friedlich verhalten, sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland.

“Flensburg online”: Siehe in diesem Zusammenhang vielleicht auch Wahlbetrug in Russland? Gorbatschow fordert Neuwahlen in Russland

Einsatz für Freiheit + Demokratie in Russland: Zehntausende zu Anti-Putin-Demos erwartet. Putin läßt 50.000 Polizisten aufmarschieren

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – In Russland werden am Samstag, dem 10. Dezember 2011, Zehntausende zu Protesten gegen Ministerpräsident Wladimir Putin erwartet.

Die Regierung genehmigte am Freitag eine regierungskritische Großkundgebung für etwa 30.000 Teilnehmer.

Ehrliche Wahlen statt Wahlbetrug gefordert

Die liberale russische Oppositionsbewegung Solidarnost erwarte jedoch deutlich mehr Menschen, die für “ehrliche Wahlen” in Russland sowie für die Freilassung politischer Gefangener demonstrieren wollen.

Auf der Facebook-Seite “Demonstration für ehrliche Wahlen” sagten bereits rund 60.000 Menschen ihre Teilnahme zu.

Beginnen soll die Demonstration um 14 Uhr Ortszeit (11 Uhr MEZ) auf dem Bolotnaja-Platz im Zentrum Moskaus. Ursprünglich wollten sich die Protestler auf dem symbolträchtigen “Platz der Revolution” nahe dem Kreml versammeln, doch dort genehmigten die Behörden nur eine Demonstration mit 300 Teilnehmern.

Indessen hat die Polizei weite Teile der Moskauer Innenstadt abgeriegelt. Medienberichten zufolge seinen der Rote Platz sowie weitere Plätze im Zentrum der russischen Hauptstadt mit Gittern abgesperrt.

Insgesamt sollen fast 50.000 Polizisten und etwa 2.000 paramilitärische Kräfte mit Wasserwerfern im Einsatz sein. Proteste sind auch in mindestens 70 weiteren Städten geplant.

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Amoklauf in Moskau

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – In Moskau ist am Freitag, dem 9. Dezember 2011, bei einem Amoklauf mindestens eine Frau ums Leben gekommen, elf Passanten sind zum Teil schwer verletzt worden. Wie die örtliche Polizei mitteilte, befinde sich unter den Verletzten auch ein Kind.

Ersten Ermittlungen zufolge habe der junge Mann die Kunden einer Apotheke mit einem Messer angegriffen.

Zuvor hatte die Apothekerin es abgelehnt dem 27-jährigen Täter ein Medikament ohne Rezept auszuhändigen, woraufhin er das Messer zog.

Weitere Einzelheiten zu dem Unglück sind noch nicht bekannt.

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