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Brandalarm in Enkaufscenter in Schwelm

Schwelm (ots) – Am Dienstag, 10.01.2012, wurde die Feuerwehr Schwelm um 20:33 Uhr zum Schwelm Center alarmiert, dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Anlage in Folge von Handwerkerarbeiten ausgelöst hatte.

Nachdem der Bereich kontrolliert wurde, konnte die Brandmeldeanlage zurückgestellt und die Einsatzstelle an einen Verantwortlichen übergeben werden.

Die Feuerwehr war mit 17 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen vor Ort. Neben der hauptamtlichen Wachbesatzung war der Löschzug Stadt mit alarmiert. Der Einsatz konnte gegen 21:00 Uhr beendet werden.


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3 weitere EHEC-Fälle im Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Zahl der im Ennepe-Ruhr-Kreis an EHEC-Erkrankten ist auf vier gestiegen. Nach Angaben des Fachbereiches Soziales und Gesundheit konnte der Keim bei einer 69-jährigen aus Hattingen sowie bei einer Patientin und einem Patienten aus Witten im Alter von 29 und 78 nachgewiesen werden.

Im Gegensatz zum bereits bekannten Fall einer 85-jährigen Wittenerin leiden die Betroffenen aber nicht unter dem Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), also unter der Erkrankungsvariante, in deren Verlauf schwere, unter Umständen sogar tödliche Komplikationen auftreten können.

Aktuell gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis noch einen weiteren EHEC-Verdachtsfall.

Seit dem vermehrten Auftreten der Krankheit haben sich bisher fünf Verdachtsfälle nicht bestätigt.

Mit Blick auf die aktuelle Lage gilt penible Hygiene weiterhin als Gebot der Stunde. Im Detail: Tomaten, Salatgurken und Blattsalate sollten momentan besser nicht roh verzehrt, andere Salate, Gemüse sowie Obst geschält, gekocht, wenigstens blanchiert oder gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden.

Da das Bakterium ab 70 Grad Celsius zerfällt, ist eine Erhitzung über diesen Punkt sinnvoll. Rohmilch- und Fleischprodukte sollten gekocht, Küchengeräte und -arbeitsflächen sorgfältig gereinigt werden.

Bei alledem ist wie immer die Handhygiene besonders wichtig, gerade vor der Essenszubereitung und nach dem Toilettengang.

Wer bei aller Vorsicht trotzdem unter Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, wässerigen oder gar blutigen Durchfällen leidet, sollte unbedingt sofort den Hausarzt aufsuchen.

Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser. Schließlich kann es bei einem schweren Verlauf, dem so genannten HUS, zu Nierenversagen, zur Auflösung roter Blutkörperchen und zu Störungen der Blutgerinnung kommen.

“Flensburg online”: Hygiene-Tips vom Gesundheitsamt Kreis Soest. Was gegen EHEC tun?

Einbruch in Wettbüro in Schwelms Untermauerstraße

Schwelm (ots) – Am Samstag, dem 14. Mai 2011, gegen 02:15 Uhr, wird ein Fenster eines Wettbüros in der Untermauerstraße von bislang
unbekannten Tätern aufgehebelt.

Das Büro wird betreten und Bargeld in unbekannter Höhe entwendet. Der oder die Täter konnte(n) unerkannt flüchten.

Die Kriminalpolizei übernahm die Spurensuche.

Sachdienlniche Hinweise an die Polizei Ennepe-Ruhr-Kreis unter der Rufnummer (02336) 9166-0

Chlorgasaustritt im Freibad Schwelm

Schwelm (ots) – Am Freitag, dem 13. Mai 2011, um 17:33 Uhr, wurde die Feuerwehr Schwelm mit dem Stichwort “Chlorgasaustritt” zum Schwelmer Freibad in der Schwelmestraße alarmiert.

In einem Raum, in dem Chlorflaschen gelagert werden, hatte ein automatischer Überwachungssensor Alarm ausgelöst und die im Raum installierte Sprinkleranlage aktiviert.

Nachdem der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt war, wurde unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Norbert Fichtel der betroffene Raum von einem Einsatztrupp unter schwerem Atemschutz geöffnet und die Chlorflaschen abgedreht sowie Messungen vorgenommen.

Mit den Messgeräten der Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt bereits kein Chlorgas mehr nachweisbar. Der betroffene Raum wurde belüftet und die Einsatzstelle dem Betreiber übergeben.

Vor Ort wurde auch der Abrollbehälter “Umweltschutz” der Feuerwehr Schwelm in Stellung gebracht, der Geräte für Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern sowie Schutzmaterial für die Einsatzkräfte transportiert.

Aufgrund des Objektes und der Einsatzmeldung wurden neben der hauptamtlichen Wachbereitschaft ehrenamtliche Einsatzkräfte der Löschzüge Stadt, Winterberg und Linderhausen sowie der Einsatzleiter vom Dienst alarmiert.

Zum Schutz der Einsatzkräfte war ein Notarzt und ein Rettungswagen eingesetzt. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.

Die insgesamt 44 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 10 Fahrzeugen konnten den Einsatz um 18:40 Uhr beenden.

Während des Einsatzes wurden die Feuerwache und die Gerätehäuser von weiteren Einsatzkräften besetzt, um den Grundschutz des Stadtgebietes sicher zu stellen.

Trauer um Dr. Jürgen Brückner im Ennepe-Ruhr-Kreis

Dr. Jürgen Brückner, Kämmerer und Fachbereichsleiter Finanzen, Kreisentwicklung und Arbeit des Ennepe-Ruhr-Kreises, ist im Alter von 58 Jahren verstorben.

„Mehr als fünfzehn Jahre haben Kreisverwaltung und Kreispolitik den Namen Jürgen Brückner mit Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit, mit Beständigkeit und Beharrlichkeit, mit Kompetenz und Kreativität verbunden.

Er hinterlässt eine Lücke, von der wir im Moment nicht annähernd wissen, wie wir sie schließen sollen. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Dr. Jürgen Brückner [Foto: Pressestelle Ennepe-Ruhr Kreis]

Landrat Dr. Arnim Brux zeigt sich wie die Mitarbeiter im Schwelmer Kreishaus und die Mitglieder des Kreistages betroffen vom plötzlichen und unerwarteten Tod eines seiner engsten Mitarbeiter.

„Als Kämmerer war Jürgen Brückner für den Kreishaushalt und die Kreisfinanzen verantwortlich. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat er als unbestrittener Finanzexperte die Fäden aus Einnahmen und Ausgaben stets zusammenbekommen und den Haushalt auch im Interesse der kreisangehörigen Städte zurückhaltend und dennoch zukunftsweisend gestaltet.

Er zählte zu den Gründungsvätern der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr, die heute eine wichtige Rolle spielt, wenn es um Arbeitsplätze, Unternehmensansiedlungen und Tourismus geht.

Und auch die erfolgreiche Arbeit des Ennepe-Ruhr-Kreises als Optionskommune, die Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreut und in Beschäftigung vermittelt, ist zu großen Teilen ein Verdienst von Jürgen Brückner“, nennt der Landrat herausragende Beispiele, für die besonderen Leistungen des nach außen stets ruhigen und besonnenen Verstorbenen.

Brückner war am 17. Februar 1953 in Schwennigdorf im Kreis Herford geboren worden. Nach dem Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund, seiner Doktorarbeit und einer Tätigkeit beim Kreis Borken wechselte er am 1. Januar 1995 zum Ennepe-Ruhr-Kreis.

Dr. Jürgen Brückner hinterlässt eine Frau und eine Tochter.

Bildungskonferenz im Ennepe-Ruhr-Kreis

„Erfolgreich von der Schule in den Beruf“ ist das Thema der 1. Bildungskonferenz im Enne-pe-Ruhr-Kreis, die am Mittwoch, dem 16. Februar 2011, in der Gesamtschule Hattingen stattfindet.

In Vorträgen, Diskussionen und Fachforen sollen konkrete Ideen und Ansätze für ein effektives Bil-dungsnetz Ennepe-Ruhr vorgestellt und diskutiert werden.

Die Konferenz bildet auch den offiziellen Auftakt für das gemeinsame Projekt „Regionales Über-gangsmanagement“, das der Ennepe-Ruhr-Kreises, die Stadt Hagen und die agentur mark GmbH im Rahmen der Förderinitiative Perspektive Berufsabschluss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf den Weg gebracht haben.

In Vorträgen und Foren stellen Experten das Bildungsnetz Ennepe-Ruhr und das Übergangsma-nagement vor, erläutern, wie Bildungsübergange systematisch gestaltet werden können und ge-hen den Fragen nach, wie die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen gelingen kann, welche Rolle die Eltern bei der Berufsorientierung spielen und wie Berufsorientierung in den Stundenplan integriert werden kann.

Im Dialog mit den Akteuren der Region sollen vielfältige Angebote und Dienstleistungen konzipiert und umgesetzt werden. Die 1. Bildungskonferenz bietet hierfür den Rahmen.

Gremien des Bildungsnetzes Ennepe-Ruhr

Um die mit dem Aufbau des Bildungsnetzwerks verbundenen Prozesse zu koordinieren und insti-tutionalisieren, benötigt die regionale Organisation des Bildungsnetzwerks eine gesicherte und verlässliche Plattform.

Der Kooperationsvertrag für die „Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion Ennepe-Ruhr“ sieht daher eine konsensorientierte Organisation für alle beschriebenen Hand-lungsfelder vor.

Gremien der Organisation sind
+ die Regionale Bildungskonferenz
+ der Lenkungskreis und
+ das Bildungsbüro.

Die Organisation tagt mindestens einmal im Jahr.

Selbsthilfegruppe Beziehungssucht in Schwelm

Der erste Anlauf zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für Beziehungssüchtige war erfolgreich.

Die Teilnehmer äußerten den Wunsch, mehr von einander zu erfahren, sich gegenseitig zu helfen und regelmäßig ins Gespräch zu kommen.

Daher vereinbarten sie direkt einen Termin für das nächste Treffen. Es findet am Montag, dem 7. Februar 2011, um 17.45 Uhr, im Caritas Suchthilfezentrum Schwelm, Hauptstr. 17, in Schwelm statt. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

Beziehungssucht hat zahlreiche Gesichter

Betroffene haben das starke Bedürfnis nach zwischenmenschlichen Beziehungen und menschlicher Nähe. Sie haben Angst, allein zu sein, fühlen sich von der Beziehung abhängig und erleben sich nur mit einem Partner an ihrer Seite als vollständig.

Weitere Informationen erhalten Interessiere vorab bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, Telefon (02332) 664029

Seelsorge während der Rehabilitation. Vortrag von Pastor Uwe Rösner in Gevelsberg

Mit dem Thema „Die Seele ernst nehmen – Seelsorge in der Rehabilitation“ beschäftigt sich Pastor Uwe Rösner in seinem Vortrag, den er am Mittwoch, dem 9. Februar 2011, um 18.30 Uhr, im Bürgerhaus „Alte Johanniskirche“ in Gevelsberg (Uferstr. 3) hält.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, der Krebsberatungsstelle des Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen sowie der Selbsthilfekontaktstellen Witten/Wetter/Herdecke und Hattingen/Sprockhövel.

Rösner widmet sich den existenziellen Fragestellungen, die sich aus einer Krebserkrankung ergeben können.

Als Seelsorger ist er an einer Klinik in Bad Oexen tätig und begleitet dort seit fünfzehn Jahren Menschen während ihres Rehabilitationsaufenthaltes.

Gefragt ist er dabei unter anderem als einfühlsamer Gesprächspartner, der zuhört und bei der Sinnfindung und Neuorientierung weiterführende Impulse geben kann.

Im Anschluss an sein Referat sind die Besucher eingeladen, Fragen zu stellen.

Vor Beginn des Vortrages besteht in der Zeit von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr die Möglichkeit, mit Mitgliedern aus Selbsthilfegruppen ins Gespräch zu kommen und sich über die Selbsthilfearbeit zu informieren.

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, Telefon (02332) 664029.

Tod in Schwelm bei Wenden an der Ampel

Schwelm (dts Nachrichtenagentur)Im nordrhein-westfälischen Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) ist am Freitag-Nachmittag, dem 7. Januar 2011, ein 68-jährige Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann an einer Ampel unvermittelt zum Wenden oder Abbiegen angesetzt und kollidierte dabei mit dem PKW eines 26-jährigen Mannes.

Bei dem Unfall wurde der 68-Jährige in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt zudem lebensgefährliche Verletzungen, an denen er später im Krankenhaus verstarb.

Der 26-Jährige konnte mit leichten Verletzungen nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Futtersuche für das Wild während der Erderwärmung…

Die derzeit vorherrschende Wetter- und Schneelage macht die Futtersuche für unser heimisches Wild sehr schwer.

Deshalb wird in den Wintermonaten der Stoffwechsel zum Beispiel beim Rehwild gegenüber den Sommermonaten um bis zu 50% reduziert, damit weniger Energie verbraucht wird.

Kommt es jedoch zu Störungen, wird der Stoffwechsel hoch gefahren und das Wild leidet verstärkt unter dem Nahrungsmangel.

Beunruhigungen innerhalb der Einstände der Wildtiere, zum Beispiel durch freilaufende Hunde, sollten genauso vermieden werden, wie das Verlassen der ausgewiesenen Spazierwege.

Die Untere Jagdbehörde bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger im Interesse des notleidenden Wildes, ihre Hunde bei Waldspaziergängen an der Leine zu führen und die ausgewiesenen Waldwege nicht zu verlassen.

“Flensburg online”: Eigentlich, wenn linkslastige Politiker und rot-grüne Umweltschützer Recht behalten hätten, müßten wir uns doch eigentlich schon in der Sonne unter Palmen räkeln… Ihr Gerde von der angeblich mensch-gemachten ERDERWÄRMUNG entpuppte sich als falsch (ebenso wie vor 40 Jahren ihr Gerede von der angeblich mensch-gemachten drohenden EISZEIT). Vor 40 Jahren wurde Hysterie mit dem angeblich stattfinden Global Cooling gemacht. Und die Wissenschaftler, Politiker und Umweltschützer waren damals 00%ig sicher, daß die Eiszeit bevorsteht…
Als das nicht eintrat, versuchten es linkslastige Träumer mit dem Global Warming.

Selbsthilfegruppe „Lippenleser – Schwerhörigengruppe Gevelsberg“

„Es sind oft Kleinigkeiten, die einem helfen, wieder aktiv am Leben teilhaben zu können. Die richtige Einstellung am Hörgerät oder beispielsweise die individuelle Beratung beim Kauf eines Fernsehers“.

Diese Erkenntnis ist für die Selbsthilfegruppe „Lippenleser – Schwerhörigengruppe Gevelsberg“ Grund genug, in 2011 verstärkt Fachleute wie Hörgeräteakustiker, Ärzte und Techniker zu ihren Treffen einzuladen.

Doch auch abseits dieser Themen soll die Gruppe dazu beitragen, die Interessen von Menschen mit Hörschädigung bekannter zu machen. Die Einschränkungen, die mit der Hörschädigung verbunden sind, sind vielen Menschen oft gar nicht bewusst und führen zu Missverständnissen im Umgang miteinander. Die Gruppe würde sich über weitere Interessierte freuen, damit der Austausch noch vielfältiger werden kann.

Eine Funkmikrofonanlage erleichtert bei den Treffen die Verständigung.

Nächster Termin ist Montag, der 10. Januar 2011, um 15.30 Uhr, im Gesundheitshaus Gevelsberg, KISS-Gruppenraum, Hagener Straße 26a.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der KISS Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, Tel. 02332/664029.

Elterngeld: Neuerungen zum Jahreswechsel

Am 1. Januar 2011 treten für die Bezieher von Elterngeld Neuregelungen in Kraft. Wichtig zu wissen: Davon sind in vielen Bereichen auch diejenigen betroffen, die bereits in der Babypause sind und Elterngeld erhalten. Darauf weist jetzt die Kreisverwaltung vom Ennepe-Ruhr-Kreis hin.

Insbesondere Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschläge erhalten, sollten die Änderungen im Blick haben. Warum, das erläutert Volker Lorenz, Leiter des Sachgebietes Sonstige Sozialleistungen im Kreishaus.

Für wen gelten die Änderungen beim Elterngeld?

Lorenz: Die Änderungen betreffen Elterngeldbezieher, die vor der Geburt ein Nettoeinkommen von mehr als 1.200 Euro hatten sowie diejenigen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag haben. Darüber hinaus gibt es Veränderungen für Bezieher von Einkünften aus dem Ausland sowie für Eltern, die der so genannten Reichensteuer unterliegen.

Vor allem Bezieher von Sozialeistungen sollte einiges beachten. Was genau?

Lorenz: Wer Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag erhält, kann auch weiterhin Elterngeld bekommen. Es wird zukünftig aber in voller Höhe als Einkommen angerechnet. Die bisherige Regelung, wonach 300 Euro anrechnungsfrei waren, entfällt. Dies hat auch Folgen für diejenigen, die die Verlängerungsoption, also eine zeitliche „Streckung“ der Auszahlung des Elterngeldes in halben Monatsbeträgen, beispielsweise 24 mal 150 Euro statt 12 mal 300 Euro, gewählt haben und zusätzlich die oben genannten Leistungen erhalten. Ihnen wird empfohlen, diese Verlängerungsoption bis spätestens 31. Dezember 2010 schriftlich zu widerufen. Die noch nicht gezahlten Beträge werden dann in einer Summe ausgezahlt. Die Anrechnung des Elterngeldes beim Sozialleistungsträger entfällt dann.

Und. Wer vor der Geburt seines Kindes erwerbstätig war und heute Sozialleistungen erhält, kann von einem Elterngeldfreibetrag profitieren. Die Höhe wird von der Kreisverwaltung auf Antrag ermittelt. Der entsprechende Bescheid kann dem Sozialleistungsträger vorgelegt werden, der dann den Freibetrag nicht mit seinen Zahlungen verrechnen muss.

Was ändert sich für die anderen Gruppen?

Lorenz: Für Elterngeldbezieher, die vor der Geburt des Kindes ein Nettoeinkommen zwischen 1.200 und 1.240 Euro hatten, sinkt die Höhe des Elterngeldes künftig schrittweise von 67 auf 65 Prozent des bisherigen Nettoverdienstes. Für Voreinkommen von über 1.240 Euro sind es 65 Prozent. Für Elterngeldberechtigte mit ausländischen Einkünften gilt: Einnahmen, die nicht in Deutschland oder einem Mitgliedsstaat der EU versteuert werden, sind kein Einkommen und bleiben bei der Elterngeldberechnung damit unberücksichtigt. Und: Ehepaare, die im letzten Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes ein zu versteuerndes Einkommen von 500.000 Euro (Alleinerziehende 250.000 Euro) hatten, erhalten zukünftig kein Elterngeld mehr.

Richten Sie sich in der Elterngeldstelle des Kreises auf einen verstärkten Ansturm zum Jahreswechsel ein?

Lorenz: Durch die späte Bekanntgabe des Haushaltsbegleitgesetzes treten die Änderungen sehr kurzfristig in Kraft. Es gibt daher vermehrt Anfragen, denen wir mit Informationsschreiben und, wo nötig, mit neu berechneten Bescheiden begegnen. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass die durch die neue Rechtslage bedingten Arbeiten sowie die zahlreichen Nachfragen von Eltern dazu führen, dass die telefonische Erreichbarkeit der Elterngeldstelle bis in den Januar erschwert sein kann.

Wer noch Fragen hat, erreicht die Elterngeldstelle wie?

Lorenz: Erreichbar sind die Ansprechpartner montags bis donnerstags zwischen 8 und 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Die Telefonnummer lautet 02302/9220.

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