Impressum/Datenschutz

Führerschein: Begleitetes Fahren ab 17 im Ennepe-Ruhr-Kreis

Das Bundeskabinett hat die Ampel auf grün geschaltet, was bisher noch als Modellprojekt galt, soll ab 2011 generell möglich werden: Der Führerschein mit 17.

Für Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis ist das nichts Neues. Bereits seit 2005 ist der Kreis Teil des Modellversuches “Begleitetes Fahren ab 17″.

Wenn das Gesetz in gut vier Monaten in Kraft treten sollte, sind daher zwischen Breckerfeld und Hattingen bereits mehrere tausend PKW-Fahrer unterwegs, die ein Jahr von ihrer Volljährigkeit die Lizenz zum Fahren in Händen gehalten haben.

“Allein in diesem Jahr waren es schon 600, insgesamt sind es seit 2005 über 5.500″, nennt Christian Götte, Leiter der Führerscheinstelle der Kreisverwaltung, Zahlen.

Beginnen können Jugendliche mit der Ausbildung für das begleitete Fahren im Alter von 16,5 Jahren. Ansprechpartner sind anerkannte Fahrschulen, Ausbildungsvorschriften und -inhalte sind wie bei jedem älteren Fahrschüler. Die theoretische Prüfung kann frühestens drei, die praktische einen Monat vor Vollendung des 17. Lebensjahres abgelegt werden.

Nach bestandener Prüfung und mit 17 erhalten die Teilnehmer eine Prüfbescheinigung, die sie berechtigt, einen PKW im Inland zu fahren. Voraussetzung: Eine der in der Bescheinigung genannten Begleitpersonen ist dabei.

Wer sich als Begleitperson zur Verfügung stellt, muss das 30. Lebensjahr vollendet haben, seit fünf Jahren im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klassen 3 (alt) oder B/BE sein und darf nicht mehr als drei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg aufweisen. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, jedoch unter Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss steht, darf nicht als begleitende Person fungieren.

Generell gilt: Die Begleitperson hat den Status eines Beifahrers, sie bildet nicht aus, berät nur. Verantwortlicher Führer des Fahrzeugs bleibt der Fahranfänger. Ist er ohne Begleitperson unterwegs, wird die Fahrerlaubnis widerrufen. Eine Neuerteilung ist erst nach Teilnahme an einem kostenintensiven Aufbauseminar möglich.

“Unsere Jugendlichen sind aber sehr diszipliniert. Seit 2005 haben wir nur zwei Fälle in den Akten, in denen die Begleitperson bei einer Kontrolle Fehlanzeige war. Und auch die Begleitpersonen sind sehr vernünftig. Einen angetrunkenen Beifahrer gab es bis heute beispielsweise gar nicht”, ist Götte zufrieden.

Antragsvordrucke für den Führerschein ab 17 sind in den Bürgerbüros der Städte sowie im Internet unter www.en-kreis.de im Bereich Bürgerservice, Formulare, Führerscheinstelle erhältlich. Dort findet sich auch ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen rund um das “begleitete Fahren”.


Anzeigen -

Glückwunsch! Bundesverdienstkreuz für Heinrich Kruse

„Heinrich Kruse ist ein Mensch, der sich nicht ins Rampenlicht drängt und es sind wenige, die derart viel Kraft, Zeit und auch eigene Mittel einsetzen, um für das Allgemeinwohl tätig zu sein. Aber genau diese Menschen sind es, die unser Gemeinwesen stärken und durch ihr Vorbild bleibende Werte vermitteln.“ Mit diesen Worten übergab Landrat Dr. Arnim Brux das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Schwelmer Kreishaus an den Sprockhöveler.

Hohe AUszeichnung für Heinrich Kruse (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)

Seit fast 65 Jahren ist der Geehrte beim Turn- und Spielverein Hiddinghausen eine feste Größe. Bereits kurz nach der Vereingründung war Kruse als Jugendlicher 1947 5dem Verein beigetreten, später übernahm er als Leiter der Jugendabteilung, als Turnwart, als Frauenturnwart, als Geschäftsführer und als zweiter Vorsitzender mehr und mehr Verantwortung.

1967 wurde der heute 75-Jähirge zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Amt füllt er damit mittlerweile seit 43 Jahren aus.

„Für seinen TuS war Heinrich Kruse stets zur Stelle und die Frage, wo der Verein ohne ihn, ohne sein Engagement stehen würde, ist sicherlich mehr als berechtigt“, machte Brux in seiner Laudatio deutlich.

Mit seinen Angeboten zeige der Verein, dass das Motto „Sport für alle“ im wöchentlichen Übungsbetrieb gelebt werde. Dabei habe Kruse immer wieder die Zeichen der Zeit erkannt und angemessen agiert. „So wurde der Verein auch für Nicht-Mitglieder geöffnet, mit Nordic-Walking, Aqua Fitness oder Aikido wurden neue Sportarten ins Programm aufgenommen“, nannte der Landrat einige Beispiele.

Der Erfolg kann sich sehen lassen, aktuell hat der TuS mehr als 200 Mitglieder, gut die Hälfte sind Kinder und Jugendliche.

1970 stellte Kruse unter Beweis, dass Kirchturmdenken seine Sache nicht ist. „Als Gründungsmitglied des Stadtsportverbandes hat er den Blick über den Tellerrand des eigenen Vereins quasi institutionalisiert“, so Brux.

Bis heute koordiniere der Verband die Zusammenarbeit der 37 Sportvereine, organisiere Seminare sowie Stadtmeisterschaften und vertrete die Interessen aller Vereine gegenüber Behörden, Politik und Öffentlichkeit.

Neben der zeitintensiven Arbeit für den TuS und den Stadtsportverband setzte sich Kruse ab 1989 im Märkischen Turngau auch jenseits der Stadtgrenzen für den Sport, für mehr als 100 Vereine mit 40.000 Aktiven ein. Als Bezirksvorsitzender Ruhr und von 1997 bis 2009 als stellvertretender Gauvorsitzender stellte er wichtige Weichen für die Entwicklung des Turnens.

„Er ergriff vielfach die Initiative für Veranstaltungen, organisierte Bezirksturnfeste, Hallensportfeste und Turntage“, zählte Brux auf. Unter dem Strich habe Kruse einen großen Anteil daran, dass Sprockhövel heute vielfach als „Sporthövel“ bekannt sei.

Weggefährten schätzen Kruse, weil er das Ehrenamt lebt und sich in vielfältigster Weise in Hiddinghausen einbringt. So war er 1952 bis zum Erreichen der Altersgrenze 1994 aktives Mitglied im Löschzug Hiddinghausen, ist beim TTC Hiddinghausen und im Männergesangverein dabei.

Als Mitglied des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Hiddinghausen bringt er seine Vorstellungen ein, wenn es darum geht, das Zusammengehörigkeitsgefühl des Ortsteils zu stärken. Diesem Zweck dienten auch die Himmelfahrtswanderungen und Karnevalssitzungen des TuS.

„Egal von wem, überall wird Heinrich Kruse auch deshalb geschätzt, weil er kein ´Ja-Sager´, sondern eine positiv kritisch mitdenkende und handelnde Persönlichkeit ist“, schloss Brux seine Rede.

Hintergrund -

Der Verdienstorden ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich verliehen.

Seit seiner Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurden etwa 240.000 Menschen auf diese Weise für ihre Leistungen gewürdigt. Der Orden verfügt über acht verschiedene Stufen. Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen.

Jeder kann die Verleihung des Verdienstordens an einen anderen anregen. Das Schreiben ist formlos an die Staatskanzlei des Bundeslandes zu richten, in dem der Vorgeschlagene wohnt.

Die Anregung sollte neben Namen und Anschrift des möglichen Ordensempfängers auch Art und Umfang der Verdienste darstellen und Personen oder Organisationen nennen, die zu dem Vorschlag Stellung nehmen können. Bundespräsident Horst Köhler setzt sich sehr stark dafür ein, dass der Anteil der Frauen, die für den Verdienstorden vorgeschlagen werden, steigt.

Vierbeiner + Wildtiere: Wenn Hunde Wild jagen

Wer mit seinem Hund in Wald und Flur spazieren geht, der sollte sich auch zu dieser Jahreszeit vorher eine möglichst ehrliche Antwort auf die Frage geben, ob sein Vierbeiner Wildtieren nachstellt oder nicht.

Darauf macht jetzt zum wiederholten Male die untere Jagdbehörde beim Ennepe-Ruhr-Kreis aufmerksam. Es gelte zu vermeiden, dass freilaufende Hunde Tiere hetzen und dadurch in Lebensgefahr bringen. Zuletzt wurde ein Kitz in Sprockhövel gerissen und erlag seinen Verletzungen.

Die Ausgangslage ist nach Angaben der Kreisverwaltung eindeutig: „Wer damit rechnen muss, dass sein Hund Wild aufstöbert oder jagen geht, der darf ihn nicht von der Leine lassen.“ Natürlich haben viele Besitzer den Wunsch, ihrem Hund ausreichende Bewegungsmöglichkeiten zu bieten. „Rechtlich problematisch wird es aber, wenn der Besitzer nicht strikt darauf achtet, dass sein Hund auf den Wegen bleibt“, erläutert Peter Größ von der Kreisverwaltung.

Anders formuliert: Als beaufsichtigt gilt ein Hund nur dann, wenn er auf den Wegen in Sichtweite und im Einwirkungsbereich von Frauchen oder Herrchen ist. Wird er gerufen, muss er jederzeit und sofort zurückkommen.

Wer sich nicht an die Vorschriften hält und dabei gesehen wird, wird im Kreisgebiet in der Regel von den Jägern auf das Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Die Erfahrung zeigt, dass so mancher durch ein Gespräch sensibilisiert werden kann. „Unbelehrbare müssen allerdings drastische Konsequenzen einkalkulieren.

Sie können im Extremfall bis zum Abschuss eines wildernden Hundes reichen“, warnt Größ. Daneben drohen erhebliche Geldbußen und der Vorwurf der Wilderei. Der Hundebesitzer macht sich in diesen Fällen einer Straftat schuldig. Und: Halter deren Hunde andere Tiere gehetzt, gebissen oder gerissen haben, müssen damit rechnen, dass die Ordnungsbehörden einen generellen Maulkorb- und Leinenzwang anordnen.

“Flensburg online”: “Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund.” Alfred Brehm (1829 – 1884), deutscher Zoologe Weitere Zitate rund um den Hund…

Öffnungszeiten der Kreisverwaltung und der Müllumladeanlagen im Ennepe-Ruhr-Kreis an Weihnachten und dem Jahreswechsel

Die Kreisverwaltung weist alle Bürger darauf hin, dass ihre Dienststellen Heiligabend und Silvester geschlossen sind.

Zwischen Weihnachten und Neujahr gelten die normalen Öffnungszeiten. Damit bietet die Kreisverwaltung am Montag, 28. Dezember und Dienstag, 29. Dezember 2009, Sprechstunden von 8 bis 12 Uhr an. Am Mittwoch, dem 30. Dezember 2009, sind die Büros von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Mitarbeiter der KfZ-Zulassungsstelle sowie der Führerscheinstelle stehen abweichend davon am Montag, 28. Dezember, von 7 bis 15 Uhr sowie am Dienstag, 29. Dezember und Mittwoch, 30. Dezember, von 7 bis 12 Uhr zur Verfügung.

Wie immer zum Jahreswechsel rechnet vor allem die Zulassungsstelle der Kreisverwaltung mit vielen Kunden. Wer ein Fahrzeug an-, um- oder abmelden möchte, sollte daher vorab einen Termin vereinbaren und sich so Wartezeiten ersparen.

Die Ansprechpartner für die telefonische Terminvereinbarung sind montags bis donnerstags von 7.30 bis 15 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 11 Uhr erreichbar. Für Termine mit der Kfz-Zulassungsstelle in Schwelm gilt die Telefonnummer 02336/93 0, für Termine in der Nebenstelle Witten wählen Interessierte die Rufnummer 02302/202 4218. Zusätzlich können Kunden, die ihr Fahrzeug in Schwelm an-, um- oder abmelden möchten, auch online einen Termin vereinbaren. Das entsprechende Angebot findet sich direkt auf der Startseite der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.en-kreis.de.

Die Abfallumladeanlagen in Gevelsberg, Hundeicker Str. 24-26, und Witten, Bebbelsdorf 73, sind an Heiligabend und Silvester für private Anlieferer von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen und direkt nach dem Jahreswechsel sind wie gewohnt.

Am 28., 29. und 30. Dezember 2009 lauten sie für Privatanlieferer 13 bis 16.30 Uhr und für gewerbliche Anlieferer 7 bis 16.30 Uhr. Am Samstag, 2. Januar, gilt: Privatanlieferer sind von 9 bis 12 Uhr und gewerbliche Anlieferer von 8 bis 13 Uhr willkommen.

Kommunale Gesundheitskonferenz zu Gesundheit für Kinder und Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis

Gesundes Aufwachsen, Prävention und Gesundheitsförderung von Geburt an, eine gute Qualität in der Gesundheitsförderung und eine möglichst enge Zusammenarbeit zwischen Betreuungsanbietern, Jugendhilfe, Ärzten und Eltern – auf diese und weitere Gesundheitsziele für Kinder und Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis haben sich die Mitglieder der kommunalen Gesundheitskonferenz verständigt. Jetzt sollen sie in die Diskussion der politischen Gremien auf Kreisebene eingebracht werden.

„Gesundheitsziele sind verbindliche Vereinbarungen der Akteure im Gesundheitssystem. Die hierin formulierten Empfehlungen und konkreten Maßnahmen sollen helfen, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Alle Beteiligten setzen die Ziele nach dem Prinzip der Selbstverpflichtung um und engagieren sich in ihrer Zuständigkeit dafür, dass die vereinbarten Ziele erreicht werden“, formuliert Dr. Hans-Joachim Boschek, Leiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, den Hintergrund. Gleichzeitig machte er deutlich: „Das Entwickeln und Umsetzen der Ziele ist natürlich ein langfristiger Prozess. Momentan beschreiben sie die grundlegende strategische Ausrichtung und die wesentlichen Ansätze, damit der Ennepe-Ruhr-Kreis den Weg zum kinder- und familienfreundlichen Kreis erfolgreich fortsetzen kann.“

Wie vielfältig die mit den Zielen verbundenen Herausforderungen sind, wird am Beispiel „Prävention und Gesundheitsförderung von Geburt an“ deutlich. Hier gilt es Vorbeugung im Leben der Kinder und Jugendlichen zum festen Bestandteil werden zu lassen. „Um dies zu erreichen, müssen Familien, Kindertagesstätten, Schulen und Vereine möglichst Hand in Hand arbeiten. Es gilt auf Dinge wie Vernachlässigung und Gewalt, Förderung der sprachlichen und der sozialen Entwicklung zu achten und gesundheitsbewusstes Verhalten in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu integrieren“, zählt Dr. Boschek auf.

Nicht weniger anspruchsvoll sei die Aussage „Alle Kinder und Jugendlichen im Ennepe-Ruhr-Kreis sollen gesund und ohne Benachteiligung aufwachsen können. Die Gesundheit der Kinder mit sozialen Nachteilen sowie deren Entwicklungs- und Bildungschancen werden verbessert.“ Hier stellen sich nach Ansicht Dr. Boscheks unter anderem Aufgaben in den Bereichen Integration und Förderung von Bildung und kulturellen Kompetenzen, Verminderung von Armut sowie der Minimierung von Umweltbelastungen und der Gestaltung des Wohnumfeldes.

Rückfragen zur kommunale Gesundheitskonferenz und ihrer Fachkonferenzen beantwortet Katrin Johanna Kügler vom Fachbereich Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, Telefon: 02336/93 2651.

Stichwort Kommunale Gesundheitskonferenz
Zu den Teilnehmern zählen Ärzte, Politiker, Apotheker, und Zahnärzte sowie Vertreter von Kliniken, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfegruppen. Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, die gesundheitliche Situation der Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis zu verbessern und an gesundheitspolitischen Planungen mitzuwirken.

Selbsthilfegruppe für Sarkoidose-Erkrankte im Ennepe-Ruhr-Kreis

Sarkoidose, wer diese Diagnose für eine relativ unbekannte Krankheit gestellt bekommt, sieht sich mit vielen Fragen konfrontiert.

Zwei betroffene junge Frauen aus dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis leiden bereits seit längerer Zeit unter dieser Krankheit und haben sich jetzt an die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd gewandt.

Ziel ist es, mit Gleichbetroffenen in einer Selbsthilfegruppe ins Gespräch zu kommen und mehr über Sarkoidose, ihren Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren.

Sarkoidose, auch Morbus Boeck genannt, ist eine Erkrankung bei der sich Granulomen, mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen, bilden. Diese können überall im Körper zu Störungen der jeweiligen Organfunktionen führen. Die damit verbundenen Beschwerden und Symptome sind vielfältig. Wenn nicht gerade die Haut oder das Gesicht betroffen sind, ist für Außenstehende allerdings oftmals nicht offensichtlich, wie schwer die Erkrankung ist.

Nachdem mit einer Informationsveranstaltung im Marienhospital im Oktober ein Anfang gemacht worden war, findet am Montag, dem 23. November 2009, um 18:30 Uhr, im Gesundheitshaus Gevelsberg, Hagener Str. 26a, ein erstes Treffen statt.
Hierzu sind Interessierte herzlich eingeladen. Weitere Informationen gibt es vorab bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, Telefon (02332) 664029.

Einbürgerung im Ennepe-Ruhr-Kreis im Kreishaus Schwelm

“Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.” Mit diesem Satz dokumentierten Menschen aus Europa, Afrika, Asien und Südamerika im Schwelmer Kreishaus ihre Entscheidung, deutsche Staatsbürger zu werden.

“Ihre heutige Einbürgerung garantiert ihnen staatsbürgerliche Rechte und Pflichten und den umfassenden Schutz des Staates. Sie bedeutet volle Teilhabe an den Bürgerrechten und ist ein bedeutender Schritt für Ihre Integration in unsere Gesellschaft”, machte Kreisdirektorin Iris Pott bei der Übergabe der Urkunden deutlich.

Zu der Feierstunde im Kreistagssitzungssaal waren 30 Teilnehmer aus 12 Ländern erschienen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis sind sie in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Wetter zu Hause. Die Veranstaltung bildete für die neuen Staatsbürger den Schlusspunkt unter einen oft langen Gedanken-, aber auch Verwaltungsprozess.

“Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllen”, machte Pott in Anspielung auf die gesetzlichen Vorgaben deutlich. Dazu zählen ein seit acht Jahren rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland, die Möglichkeit, den Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten sowie ausreichende Deutsch- und Deutschlandkenntnisse.

Außerdem dürfen sich die Bewerber keiner Straftat schuldig gemacht haben und müssen grundsätzlich bereit sein, auf ihre alte Staatsangehörigkeit zu verzichten.

“Am Ende geht es dabei um mehr als um einen Ausweis, auf dem ´Bundesrepublik Deutschland´ steht. Sie unterliegen jetzt nicht mehr dem Ausländerrecht, sondern verfügen über die Rechte, aber auch die Pflichten eines deutschen Staatsbürgers.

Nutzen Sie die damit in einer lebendigen und stabilen Demokratie verbundenen Möglichkeiten. Gehen Sie wählen, engagieren Sie sich in Initiativen, Vereinen und Parteien, mischen Sie sich ein, stellen Sie uns Ihre Kenntnisse und Kompetenzen zur Verfügung”, appellierte Pott, die sich abschließend beim Blockflötenquartett der Musikschule Ennepetal für den musikalischen Rahmen bedankte.

Die Veranstaltung in Zahlen
Die 30 neuen deutschen Staatsbürger stammen aus 12 verschiedenen Ländern:
Brasilien (2)
Estland (1)
Irak (1)
Kamerun (1)
Kroatien (1)
Marokko (1)
Mazedonien (1)
Montenegro (1)
Niederlande (3)
Polen (3)
Serbien (1)
Türkei (9). Fünf der Eingebürgerten galten vorher als staatenlos.

Unter den 30 neuen deutschen Staatsangehörigen befinden sich 17 Frauen und 13 Männer. Insgesamt konnten in diesem Jahr bisher 171 Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis eingebürgert werden.

Selbsthilfegruppe “Unruhige Beine” (Restless Legs) im Gesundheitshaus Gevelsberg

RLS – diese Abkürzung steht für “Restless legs”, das Syndrom der unruhigen Beine. Dabei kommt es in erster Linie im Ruhestand, besonders in der Nacht, zu Missempfindungen in den Beinen.

Es äußert sich durch Kribbeln, Ziehen, Reißen oder Stechen. Ein unwiderstehlicher Bewegungsdrang zwingt die Betroffenen aufzustehen und umherzugehen.

Seit Anfang des Jahres gibt es im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis eine Selbsthilfegruppe, die sich als Ansprechpartner dafür versteht, wie mit der Erkrankung umgegangen werden kann. Die Gruppenmitglieder treffen sich an jedem vierten Donnerstag im Monat, nächster Termin ist damit der kommende Donnerstag, dem 24. September 2009, um 15.30 Uhr im Gesundheitshaus Gevelsberg, Hagener Straße 26a.

Die Mitglieder der Gruppe sind sich bereits nach wenigen Treffen einig: Es tut gut zu wissen, nicht allein zu sein und an den Erfahrungen anderer teilhaben zu können. Die Gruppe kann jedem Einzelnen stärken und Mut machen. Und auch der Austausch von Informationen über RLS ist hilfreich. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Nähere Informationen erhalten sie bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd unter der Rufnummer (02332) 664029.

Siehe vielleicht auch: Selbsthilfegruppe Restless Legs in Unna +++ Restless Legs Syndrom. Ruhelose Beine in Leverkusen

Bundestagswahl und Wahlkreise im Ennepe-Ruhr-Kreis

Bei der Bundestagswahl am Sonntag, dem 27. September 2009, wird der Ennepe-Ruhr-Kreis wie bereits bei den letzten Urnengängen für die Wahl des Deutschen Bundestages in zwei Wahlkreise aufgeteilt sein.

Der Wahlkreis 139/Hagen-Ennepe-Ruhr-Kreis I setzt sich aus den kreisangehörigen Städten Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm sowie der kreisfreien Stadt Hagen zusammen. Wahlkreis 140/Ennepe-Ruhr-Kreis II besteht aus den kreisangehörigen Städten Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten.

Die Kreiswahlleitung für den Wahlkreis 139 liegt bei der Stadt Hagen, für den Wahlkreis 140 ist der Ennepe-Ruhr-Kreis verantwortlich. Hier wurde Kreisdirektorin Iris Pott zur Wahlleiterin bestellt.

Die Wähler haben bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird der Direktbewerber des jeweiligen Wahlkreises gewählt, mit der Zweitstimme die so genannte Landesliste einer Partei. Die insgesamt 598 Sitze im siebzehnten Deutschen Bundestag werden dabei je zur Hälfte über die Direktmandate und die Landeslisten vergeben.

Für den Gewinn des Direktmandats ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend, im Wahlkreis 140 bewerben sich acht Kandidaten. Dies sind
Christel Humme (SPD),
Dr. Ralf Brauksiepe (CDU),
Janosch Dahmen (Bündnis90/Die Grünen),
Dr. Konrad Schily (FDP),
Wolfgang Pauli (Die Linke),
Dieter Schulz (NPD),
Jakobus Fröhlich (MLPD – Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) und
Ulrich Höwing (Willi-Weise-Projekt).

Im Wahlkreis 139 kämpfen sechs Bewerber um den direkten Einzug in den Deutschen Bundestag. Zur Wahl stehen
René Röspel (SPD),
Carmen Knollmann (CDU),
Katrin Helling (FDP),
Karen Haltaufderheide (Bündnis90/Die Grünen),
Thomas Schock (Die Linke) und
Thorsten Crämer (NPD).

Während die Direktkandidaten von Wahlkreis zu Wahlkreis unterschiedlich sind, sind die Landeslisten in jedem Bundesland identisch. In Nordrhein-Westfalen werben auf der rechten Seite des Stimmzettels 19 Parteien um die Zweitstimme.

Die Palette reicht von der SPD über die CDU, FDP, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke bis zur Piratenpartei Deutschland oder der Rentner-Partei-Deutschland. Entscheidend für die Zusammensetzung des neuen Bundestages ist die Zweitstimme. Nach dem Anteil der Parteien an den Zweitstimmen richtet sich letztendlich ihr Anteil an den Parlamentssitzen.

Bei der letzten Bundestagswahl schafften 2005 mit René Röspel (SPD) und Christel Humme (SPD) als Direktkandidaten sowie mit Dr. Ralf Brauksiepe (CDU), Irmingard Schewe-Gerigk (Bündnis90/Die Grünen) und Dr. Konrad Schily (FDP) über die Landeslisten fünf Bewerber aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis den Sprung in den Bundestag.

Umfangreiche Informationen im Internet
Unter www.en-kreis.de hat die Kreisverwaltung umfangreiche Informationen zur Bundestagswahl zusammengestellt. Dort findet sich beispielsweise, wer 2009 zur Wahl steht und wie die Wahlergebnisse 2005 ausgesehen haben.

Außerdem gibt es einen interaktiven Stimmzettel, der zeigt, wie die Stimmabgabe gültig ist, sowie einen Link zum Wahl-O Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Dieser vereinfacht den Vergleich zwischen den Positionen der einzelnen Parteien.

Angriff auf S-Bahn mit Farbbeuteln beim Bahnhof Gevelsberg-West

Am Samstag, dem 5. September 2009, waren im Bereich der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr ca. 50 Einsatzkräfte der Polizei auf mögliche demonstrative Aktionen und Eingriffe in den Bahnverkehr im Zusammenhang mit der Veranstaltungslage in Dortmund vorbereitet.

Im Bereich des Bahnhofs Gevelsberg-West wurde durch unbekannte Täter die S-Bahn mit Farbbeuteln beworfen. Die drei vermummten Täter flüchteten umgehend und konnten trotz Fahndungsmaßnahmen nicht angetroffen werden.

Ermittlungen und Beweissicherung erfolgten vor Ort. Der Einsatz verlief ansonsten ruhig und ohne weitere Vorkommnisse.

Heimatfest Schwelm, ein Haftbefehl und Widerstand gegen Polizisten

Am Freitag-Abend, dem 4. September 2009, konnte gegen 23:35 Uhr eine dem rechten Spektrum zugehörige und wegen Haftbefehls gesuchte Person von Polizeibeamten auf dem Schwelmer Heimatfest im Bereich des Wilhelmplatzes angetroffen werden.

Als die 23-jährige Person aus Gevelsberg festgenommen werden sollte, rief sie laut um Hilfe. Daraufhin bewegte sich eine größere Personengruppe, die möglicherweise der rechten Szene zuzuordnen war, aus unterschiedlichen Richtungen auf die Beamten zu. Bei dieser
Gelegenheit konnte der Festgenommene die Flucht ergreifen.

Während der Nacheile wurden die Polizeibeamten von einer Teilgruppe verfolgt, die währenddessen Sperrgitter und Verkehrzeichen umwarfen. Der flüchtige Gevelsberger wurde im Bereich der Gartenstraße auf einem Grundstück aus den Augen verloren. Die Polizeibeamten trafen gegen die verfolgende Personengruppe entsprechende Maßnahmen.

Im Rahmen weiterer Fahndungsmaßnahmen wurde der Flüchtige zeitnah an seiner Wohnanschrift festgenommen.

4 Tote bei Feuer in Schwelm: Eltern und 2 Kinder sterben bei Wohnungsbrand

Schwelm (dts) - Bei einem Wohnungsbrand im nordrhein-westfälischen Schwelm sind in den frühen Morgenstunden zwei Kinder und ihre Eltern ums Leben gekommen.

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wurden die schwangere 24-jährige Frau und ihr Lebensgefährte schwer verletzt vor dem Wohnhaus gefunden. Sie hatten sich offenbar mit einem Sprung aus dem 1. Obergeschoss vor den Flammen retten wollen.

Die Frau verstarb noch am Unfallort, der Mann erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die beiden Jungen im Alter von drei Jahren und 16 Monaten wurden nach dem Brand tot in der Wohnung gefunden.

Ein Nachbar konnte einen vierjährigen Jungen und sechsjähriges Mädchen, die auf dem Balkon waren, vor den Flammen retten. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar.