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Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg

Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Zum Ende des 17. Jahrhunderts siedelte sie sich in der Holzgasse an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden.

Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen fast 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar.

Obwohl der Friedhof vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.

Bei dem Rundgang sollen sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch einzelne Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorgestellt werden.

Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Die Führung über den Jüdischen Friedhof Siegburg findet am Mittwoch, 18.04.2012, von 17 Uhr bis 18 Uhr statt; Treffpunkt ist vor dem Friedhofstor an der Heinrichstraße. Der Eintritt ist kostenfrei.

Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises
Kaiser-Wilhelm-Platz 1 (Kreishaus)
53721 Siegburg
Tel.: 02241 / 13-2928
E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de
Internet: www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/rosbach/besucherinformationen.html.

Öffnungszeiten:
Jeden Mittwoch von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie jeden 3. Sonntag im Monat von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Eintritt: 2,00 € (Gruppen ab 5 Personen: 1,00 €). Führungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der genannten Zeiten möglich.

“Flensburg online”: Traurig und erschreckend: Was für eine Welt, dass Juden schon wieder (70 Jahre nach dem Holocaust) in Angst leben müssen. Reisewarnung für Israelis und Juden weltweit


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Nun geht Campo in Pension. Erfolgreichster Drogenspürhund der Polizei Rhein-Sieg pensioniert

Siegburg (ots) – Der Deutsche Schäferhund Campo ging im für einen Diensthund betagten Alter von 10 Jahren in Rente und genießt nun die Zeit in der Familie seines Herrchens, Polizeioberkommissar Klaus Reinhardt (52).

Campo hat 9 Jahre seines Lebens im Dienst bei der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis verbracht und hat sich schon früh auf das Aufspüren von Drogen spezialisiert.

Er hat wie kaum ein anderer Hund die Facetten der polizeilichen Arbeit kennen gelernt. Mehrfach war er in Gorleben bei Castoreinsätzen. An den Stadien in Leverkusen und Köln hat er gewaltbereite Fußballfans in Schach gehalten. Viele Male hat er flüchtige Straftäter aufgespürt und gestellt.

Kein anderer Polizeihund im Rhein-Sieg-Kreis hat so viele Drogen aufgespürt wie Campo. Insgesamt waren es mehr als 60 Kilogramm. Kein Versteck war vor ihm sicher.

Egal ob Cannabis, Heroin, Kokain, Amphetamin oder Exstasy; er fand die Substanzen zum Beispiel in doppelten Böden, in Innenraumverkleidungen von Fahrzeugen, eingenäht in Stofftieren, in Lautsprecherboxen und in Computergehäusen.

Campo`s Partner, Klaus Reinhardt, war 18 Jahre lang als Hundeführer der Kreispolizeibehörde tätig. In dieser Zeit hat er drei Diensthunde ausgebildet und geführt. “Das war nun lang genug” entschied Reinhardt nach reiflicher Überlegung und hängte die Hundeleine an den Nagel. Er versieht nun wieder Dienst mit seinen menschlichen Kolleginnen und Kollegen bei der Polizeiwache Eitorf.

Seine alte Stelle wird künftig eine Polizistin übernehmen. Sie befindet sich derzeit in der Ausbildung zur Diensthundeführerin.

Schwer verletztes 5-jähriges Kind bei Unfall an Ecke Viehtrift / Kaldauer Straße in Siegburg

Siegburg (ots) – Am 06.01.2012, gegen 02:20 Uhr, befuhr eine 42-jährige PKW-Fahrerin aus Siegburg die Straße "Viehtrift" in Richtung Kaldauer Straße. Als sie nach links in die Kaldauer Straße abbiegen wollte, mißachtete sie die Vorfahrt des von links kommenden 22-jährigen PKW-Fahrers aus Siegburg, so dass es zu einer Kollision beider Fahrzeuge kam.

Bei dem Aufprall wurde die Fahrerin und ihre 15-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Ihr 5-jähriges Kind im Kindersitz auf der Rückbank wurde schwer verletzt und musste mittels Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht werden.

Der andere Unfallbeteiligte blieb unverletzt.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 6.000 Euro.

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Rhein-Sieg-Kreis

Mit einem Platzkonzert des Musikkorps der Bundeswehr wurde am Freitag, dem 4. November 2011, auf dem Siegburger Marktplatz die all jährliche Haus- und Straßensammlung des Kreisverbandes Rhein-Sieg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eröffnet.

Landrat Frithjof Kühn als Vorsitzender des Kreisverbandes, zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises sowie eine Vielzahl hochrangiger Persönlichkeiten der Bundeswehr ließen es sich nicht nehmen, selbst die Sammelbüchse in die Hand zu nehmen und um Spenden für die wichtige humanitäre und friedensstiftende Arbeit des Volksbundes zu bitten.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Landrat Frithjof Kühn mit prominenten Helferinnen und Helfern [Foto: Pressestelle Rhein-Sieg-Kreis]

Der besondere Dank galt den Soldatinnen und Soldaten des Musikkorps. „Muss der Rhein-Sieg-Kreis insgesamt durch die Standortentscheidungen des Bundesverteidigungsministers auch schmerzliche Einschnitte hinnehmen, so freuen wir uns umso mehr, dass das Musikkorps der Bundeswehr unserer Kreisstadt erhalten bleibt.“

Er wies jedoch erneut darauf hin, dass die Standortentscheidungen keinen Einfluss auf die im Berlin/Bonn-Gesetz verankerte dauerhafte und faire Arbeitsteilung haben dürfe.

Empfang vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kreishaus

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung lud Landrat Frithjof Kühn langjährige und verdiente Mitglieder des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu einem kleinen Empfang ins Siegburger Kreishaus. In seiner Ansprache wies er nochmals auf die besondere Wichtigkeit der Arbeit des Volksbundes hin, die auch mit zunehmend zeitlichem Abstand zu den schrecklichen Geschehnissen nicht an Bedeutung verlieren dürfe. Sie diene der Erinnerung an die Kriegstoten, der Mahnung für die Lebenden, der friedenspädagogischen Erfahrung nachfolgender Generationen und der Aufforderung zu Frieden, Versöhnung und Völkerverständigung.
Im weiteren Verlauf zeichnete Landrat Kühn den Ortsvorsteher von Swisttal-Heimerzheim, Herrn Hermann Leuning, für seine Verdienste und seinen unermüdlichen Einsatz mit der Ehrennadel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus. „Sie haben durch ihr Engagement ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt; genau diese Botschaft ist für unsere jungen Menschen von großer Bedeutung.“

Stellvertretend für alle Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten, die sich Jahr für Jahr an der Haus- und Straßensammlung beteiligen und sich somit in den Dienst des Volksbundes stellen, zeichnete Landrat Kühn die Standortältesten Brigadegeneral Franz Weidhüner, Sankt Augustin, Brigadegeneral Thomas Franz, Rheinbach und Generalarzt Dr. med. Jörg Binnewies, Siegburg, mit der Verdienstmedaille des Volksbundes und einer Urkunde aus.

Frontalzusammenstoß auf B478 hinter Ingersau

Neunkirchen-Seelscheid (ots) – Am Montag, dem 30. Mai 2011, gegen 15:55 Uhr, befuhr eine 48-jährige PKW-Fahrerin aus Meckenheim die B 478 in Richtung Hennef.

Kurz hinter der Ortslage Ingersau versuchte sie einen vorausfahrenden PKW zu überholen. Hierbei kam es zu einer Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen, so dass die Meckenheimerin die Kontrolle über ihren PKW verlor, gegen das Heck eines weiteren vorausfahrenden PKW stieß und in den Gegenverkehr schleuderte.

Hier prallte sie frontal gegen das Fahrzeug einer ihr entgegenkommenden 22-jährigen PKW-Fahrerin aus Nümbrecht, welches sich daraufhin überschlug und in der Böschung zum Stillstand kam.

Nachdem sie ein weiteres entgegenkommendes Fahrzeug gestreift hatte, schleuderte sie mit ihrem Fahrzeug ebenfalls in die Böschung.

Die beiden Fahrzeugführer und zwei 21-, bzw. 22-jährgen Mitfahrerinnen des entgegenkommenden Fahrzeugs wurden schwer verletzt und mussten mittels Rettungstransportwagen in Krankenhäuser verbracht werden.

Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 50.000 Euro.

Einbruch in Waffengeschäft in Siegburg. Wofür bewaffnen sich 3 Jugendliche mit Messern?

Siegburg (ots) – Am Sonntag, dem 22. Mai 2011, gegen 02:15 Uhr, meldete ein Anwohner einen Einbruch in ein Waffengeschäft an der Luisenstraße.

Der Zeuge war durch verdächtige Geräusche aufmerksam geworden und beobachtete drei junge Männer in schwarzen Kapuzenshirts, die mit einem Nothammer das Schaufenster des gegenüber der Einmündung zur Gartenstraße gelegenen Geschäftes einschlugen und Gegenstände aus der Auslage an sich nahmen.

Die etwa 20-jährigen Täter flüchteten mit der Beute in die Gartenstraße, wo sie Fahrräder bestiegen und davon fuhren.

Die polizeiliche Fahndung nach ihnen verlief ohne Erfolg.

Gestohlen wurde eine noch unbekannte Anzahl von Messern. Der Schaden wird auf etwa 1.000 EUro geschätzt.

Sachdienliche Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 31 unter der Telefonnummer (02241) 541-3121.

Am Steuer ohnmächtig geworden

Siegburg (ots) – Am Freitag, dem 20. Mai 2011, gegen 09:00 Uhr, stand ein 90-jähriger Fahrer aus Bad Honnef mit seinem Pkw vor der Schranke des öffentlichen Parkplatzes an der Guardastraße.

Wie Zeugen schilderten, heulte plötzlich der Motor auf und der Wagen beschleunigte.

Das Fahrzeug mit Automatikgetriebe durchbrach die Schranke und schoss mehr als 30 Meter über den Parkplatz gegen einen Ford Fiesta, der in der letzten Reihe geparkt war.

Der Fiesta wurde durch den Aufprall über eine kleine Mauer, die angrenzende Straße und schließlich gegen einen Metallpfahl geschoben.

Personen wurden nicht verletzt, der 90-Jährige erlangte nach dem Aufprall wieder das Bewusstsein und wurde wegen Herzproblemen, die
vermutlich Ursache der Ohnmacht waren, sofort im hinzu gerufenen
Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf ca. 50.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Tödlicher Unfall mit Motorradfahrer auf K37 zwischen Lohmar – Weegen

Lohmar (ots) – Gegen 11:05 Uhr wurde die Einsatzleitstelle der
Polizei von Passanten informiert, dass auf der K 37 ein
Motorradfahrer aufgefunden wurde.

Dieser sei nicht mehr ansprechbar. Nachdem die ersten Streifenwagen eingetroffen waren, stellten die Beamten fest, dass der Motorradfahrer von Lohmar kommend auf einer Steigungsstrecke in Richtung Weegen unterwegs war.

Im Eingang der 180 Grad Kurve lag dessen Motorrad in der Leitplanke, der Motorradfahrer unmittelbar daneben. Er war so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Nach Auswertung der Unfallspuren ist von einem Alleinunfall aufgrund nicht angepaßter Geschwindigkeit auszugehen. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Zunächst war nicht auszuschließen, dass noch eine weitere Person auf dem Motorrad saß. Daher wurde mit einer Wärmebildkamera der Feuerwehr Lohmar der bewaldete Hang abgesucht. Es wurde keine Person gefunden.

Die K 37 war für die Dauer der Unfallaufnahme für 2.5 Stunden voll gesperrt. Es entstand Sachschaden von ca. 10.000 Euro.

Verlängerung: Ausstellung 150 Jahre Karnevalsgeschichte Siegburger Karnevalskomitee 1861 e.V.

Wer sich mit der Geschichte des Siegburger Karnevals befassen möchte, kann jetzt noch die Ausstellung „150 Jahre Siegburger Karnevalskomitee 1861 e.V.“ bis Aschermittwoch, dem 9. März 2011, im Foyer des Siegburger Kreishauses anschauen.

Die anschauliche Ausstellung, die bereits vom 11.11.2010 bis zum 3.12.2010 im Kreishaus zu sehen war, ist nochmals verlängert worden.

Orden, Kostüme, zahlreiche Fotos, schriftliche Unterlagen und sonstige Karnevalsutensilien lassen das Herz einen jeden echten „Jeck“ höher schlagen. Auf 24 professionell gestalteten Ausstellungstafeln können die Geschichte und das Brauchtum des lokalen Karnevals eingesehen werden.

Ergänzt wird die Ausstellung von einer entsprechenden Buchpublikation (Hrsg. und Autorinnen: Dr. Claudia Maria Arndt, Claudia Hess), die 428 Seiten stark ist und im Kreisarchiv für 25 Euro erhältlich ist.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag 6.45 Uhr bis 18.00 Uhr, Freitag 6.45 Uhr bis 12.30 Uhr) der Kreisverwaltung im Foyer des Siegburger Kreishauses (vor dem Kreisarchiv), Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, zu sehen.

Kurs für zukünftige Pflegeeltern im Rhein-Sieg-Kreis

Im Jahr 2011 wird an sieben Abenden und einem Wochenende (Freitag bis Sonntag) wieder ein Kurs für interessierte Menschen angeboten, die sich eine Pflegeelternschaft vorstellen können. Die von Dienstag, dem 22. Februar 2011, bis Dienstag, dem 5. April 2011, stattfindende Schulung wird vom Kreisjugendamt in Siegburg in Kooperation mit benachbarten Jugendämtern durchgeführt.

Die Pflegeeltern – Bewerber setzen sich in dem Kurs mit den vielfältigen Themen auseinander, die mit der Aufnahme eines Pflegekindes verbunden sind:

Neben vielen anderen Dingen erfahren die möglichen Pflegeeltern etwas über die Vergangenheit und die Herkunft von Pflegekindern.
Über Rollenspiele und Einzelgespräche lernen sie, sich in die Gefühlslage eines Kindes, dass seine Familie verlassen muss, weil die Eltern seine Versorgung und Erziehung nicht sicherstellen können, zu versetzen.

In dem Kurs wird auch vermittelt, dass Pflegeeltern immer damit rechnen müssen, dass sich „ihr“ Kind nicht in die bestehenden Strukturen eingliedert und Situationen möglich sind, die den Teilnehmern neu sind.

„Pflegeeltern müssen sich stets darüber bewusst sein, dass die Kinder, hätten sie eine Wahl, lieber in ihrer eigenen Familie leben würden”, sagte Helma Reifers, Fachberaterin für Fachpflegefamilien des Jugendamtes des Rhein-Sieg-Kreises.

Die Bewerber lernen in diesem Kurs auch die Situation der überforderten Eltern kennen und sollten eine eigene Haltung im Hinblick auf Eltern finden, die ihre Kinder manchmal auf Grund ihrer eigenen Bedürftigkeit schädigen.

Sie setzen sich mit der Bedeutung von Kontakten der Pflegekinder zu ihren Eltern auseinander und erfahren, wie diese zum Wohl des Kindes gestaltet werden können und wann sie unterbrochen werden müssen.

Die zukünftigen Pflegeeltern erhalten nicht zuletzt Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen und ihre Rechte und Pflichten als Pflegeeltern.

Das zum Kurs gehörende Schulungswochenende findet in Haus Bröltal in Ruppichteroth statt, die Bewerberpaare bringen zu diesem gemeinsamen Wochenende – wenn vorhanden – ihre Kinder mit. Mit der Distanz vom Alltag wird in aller Ruhe an Fragen der eigenen Motivation gearbeitet, wobei die Kinder in eigenen Gruppen kindgerecht zu dem Thema einbezogen werden.

Neben Referaten und Informationen müssen sich die Teilnehmer einige Themen – immer mit Unterstützung und Anleitung durch die Teamerinnen – selbst erarbeiten. Dahinter versteckt sich unter anderem die Absicht, dass die eigenen Grenzen erfahren und die eigenen Gefühle spürbar werden. Denn allein dadurch sind die Kursteilnehmer in der Lage, sich entweder für ein Pflegekind zu entscheiden oder zu erkennen, dass sie sich den hohen Anforderungen an die Aufgabe als Pflegeeltern nicht stellen können.

Für den nächsten Kurs können ab sofort Anmeldungen erfolgen.
Bei Rückfragen zu dem Thema erhalten Interessenten ab Montag, dem 10. Januar 2011, Auskunft bei der Fachberaterin für Fachpflegefamilien
Helma Reifers unter Telefon (02241) 958 12 69

Karneval und Finanzkrise: Sessionsorden „Auch wenn die Kasse leer, wir feiern Fasteleer!“

Die Hosentaschen eines Clowns sind nach außen gestülpt und offenbaren gähnende Leere; eine Registrierkasse befindet sich mit offener, leerer Schublade scheinbar im freien Fall:

Der Karnevalsorden des Rhein-Sieg-Kreises für die Session 2010/2011 versinnbildlicht wie kaum einer seiner Vorgänger die aktuelle Situation.

Er stellt das dar, was sich durchgängig in allen Geschäftsbereichen des Rhein-Sieg-Kreises widerspiegelt: die prekäre Haushaltssituation und der eklatante Mangel an finanziellen Mitteln an allen Ecken und Enden.

Fast schon trotzig erscheint da das Motto: „Auch wenn die Kasse leer, wir feiern Fasteleer!“

Aber rheinischer Karneval wäre nicht rheinischer Karneval, wenn man nicht auch in der Darstellung solch schicksalhafter Zustände das berühmte zwinkernde Auge erkennen könnte.

Sessionsorden 2011 der Kreisverwaltung Siegburg [Foto: Presseamt Siegburg]

Auf dem Orden sieht man ein Glückskleeblatt am Hut des Clowns, man nimmt sein lachendes Gesicht wahr und vor allem die Leichtigkeit, mit der er die Registrierkasse jongliert. Sind dies Zeichen der Hoffnung und Zuversicht auf das berühmte „glückliche Händchen“, auch diese Situation irgendwie wieder in den Griff zu bekommen?

Wenn nicht, ist es zumindest die beste Art und Weise, mit unabänderlichen Dingen umzugehen: Humor ist, wenn man trotzdem lacht (auch wenn es nur der Galgenhumor ist…).

Dieser Orden ist natürlich auch Zugeständnis an das rheinische Gemüt. Karneval wird auch dann noch gefeiert werden, wenn die Welt unterzugehen droht.

Als hilfreiches Element und Orientierungsgrundpfeiler dieser fast schon blumigen Lebensphilosophie hat sich stets das rheinische Grundgesetz erwiesen, und hier insbesondere die Artikel 2 („Et kütt wie et kütt“) und 3 („Et hätt noch emmer joot jejange“).

Diese Reinform des gesunden, manchmal vielleicht etwas weltfremd anmutenden Optimismus’ hat sich offenbar auch der Rhein-Sieg-Clown zu Eigen gemacht und tanzt nun fröhlich lachend seiner Zukunft entgegen.

Die aus Ton gefertigten Karnevalsorden mit einer Auflage von etwa 700 Exemplaren werden beim Kinderprinzenempfang am 1. März 2011 und beim Prinzenempfang des Rhein-Sieg-Kreises am 2. März 2011 im Kreishaus den kleinen und großen Tollitäten sowie den zahlreichen närrischen Gästen durch Landrat Frithjof Kühn verliehen.

Den Entwurf des Tonordens zeichnete auch dieses Jahr wieder Hannelore Dittrich, eine Mitarbeiterin im Kreishaus in Siegburg. Die Rohform des Tonordens, aus der später die Abdrücke entstehen, schuf der Designer Christoph Hasenberg aus Siegburg.

Die Herstellung und das Brennen der Tonorden hat die Firma ETEC, Lohmar, kostenfrei übernommen. Bemalt werden die Tonorden von Menschen mit Behinderungen in den Rhein-Sieg-Werkstätten in Troisdorf in liebevoller Handarbeit.

150 Jahre Siegburger Karnevalskomitee 1861 e.V.

Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr wird Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn im Siegburger Kreishaus mit „Siegburger Karneval – 150 Jahr wie im Märchen“ eine Ausstellung eröffnen, die die Herzen historisch interessierter Karnevalisten und Brauchtumsfreunde höher schlagen lässt.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Siegburger Karnevalskomitees 1861 e.V. im Jahr 2011 hat das Archiv des Rhein-Sieg-Kreises unter der Leitung von Dr. Claudia Arndt die Geschichte des Vereins aufgearbeitet.

Präsentiert werden die Ergebnisse in einer umfangreichen Ausstellung, die bis zum 3. Dezember im Foyer des Kreishauses zu sehen sein wird. Viele bislang unbekannte Schätze werden dann dort ausgestellt: Zahlreiche Fotos, Orden, Kostüme, schriftliche Unterlagen und sonstige Karnevalsutensilien.

Auf 25 professionell gestalteten Ausstellungstafeln werden wesentliche Aspekte zum Siegburger Karneval dargestellt und erläutert. Darüber hinaus gibt es viele Originalexponate zu sehen.

Unter den herausragenden Stücken befindet sich beispielsweise die vermutlich aus dem Jahr 1927 stammende „Pritsche“ des Karnevalsprinzen – eine Art buntbemalter, hölzerner Fächer, der beim Aufschlagen einen lauten Knall verursacht.

Die Pritsche wird 1942 erstmals nachweislich erwähnt. Sie galt lange als verschollen, tauchte dann in der Karnevalssession 1956 /1957 wieder auf und zählt seither zu einem der ältesten Karnevalsutensilien des Siegburger Karnevalskomitees.

Auch zahlreiche Veranstaltungsplakate aus dem 19. und 20. Jahrhundert können bewundert werden. Fast vollständig werden außerdem die Karnevalsorden des Komitees ausgestellt.

Zu sehen sind aber auch Originalkostüme des Prinzen und der Siegburgia, der Prinzengarde oder das Kostüm einer Kinder-Siegburgia. Die einzelnen Exponate stammen zum einen aus dem Archivbestand des Siegburger Karnevalskomitees, der seit Januar 2010 als Depositum im Kreisarchiv verwahrt wird, und zum anderen von öffentlichen und privaten Leihgebern.

Ein ganz besonderes Stück – auch aufgrund seines Alters – ist die liebevoll kolorierte und detailgenaue Lithographie aus dem Stadtmuseum Siegburg mit dem Maskenzug von 1861, auf der jeder einzelne Zugwagen beschriftet ist.

Die Biographien aller bekannten Prinzenpaare sowie die Geschichte der Siegburger Karnevalsvereine runden die Ausstellung ab.

Die gut dreiwöchige Ausstellung liefert auch bereits einen kleinen Vorgeschmack auf eine umfangreiche Publikation. Diese wird das Siegburger Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Günter Krengel am 16. Januar 2011 vorstellen.