Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Zum Ende des 17. Jahrhunderts siedelte sie sich in der Holzgasse an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden.
Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen fast 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar.
Obwohl der Friedhof vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.
Bei dem Rundgang sollen sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch einzelne Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorgestellt werden.
Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Die Führung über den Jüdischen Friedhof Siegburg findet am Mittwoch, 18.04.2012, von 17 Uhr bis 18 Uhr statt; Treffpunkt ist vor dem Friedhofstor an der Heinrichstraße. Der Eintritt ist kostenfrei.
Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises
Kaiser-Wilhelm-Platz 1 (Kreishaus)
53721 Siegburg
Tel.: 02241 / 13-2928
E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de
Internet: www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/rosbach/besucherinformationen.html.
Öffnungszeiten:
Jeden Mittwoch von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie jeden 3. Sonntag im Monat von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Eintritt: 2,00 € (Gruppen ab 5 Personen: 1,00 €). Führungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der genannten Zeiten möglich.
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