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Die Pest: Genom vom Schwarzen Tod

Tübingen (dts Nachrichtenagentur) – Ein internationales Forscherteam, angeführt von Wissenschaftlern der Universität Tübingen und der McMaster University in Kanada, hat das Genom des Erregers des Schwarzen Todes, der Pest, entschlüsselt, einer der verheerendsten Epidemien der Menschheitsgeschichte.

Wie die Universität Tübingen mitteilte, gelang es den Forschern erstmalig das komplette Genom eines historischen Krankheitserregers zu rekonstruieren. Dadurch könnten nun Veränderungen in der Evolution und der Virulenz des Pathogens zurückverfolgt werden.

Die Studie könnte zu einem besseren Verständnis der Evolution moderner Infektionskrankheiten führen.

In einer weiteren kürzlich publizierten Studie beschrieb das Team einen neuen methodischen Ansatz, winzige DNA-Fragmente des Krankheitserregers der Pest aus mittelalterlichen Skeletten anzureichern.

Die Hälfte aller Europäer starb an der Pest

Sie konnten damit bestätigen, dass Yersinia pestis-Bakterien für den Schwarzen Tod verantwortlich waren. Bei dieser Epidemie kam im Mittelalter in nur fünf Jahren, zwischen 1347 und 1351, die Hälfte aller Europäer ums Leben.

“Die genetischen Informationen zeigen uns, dass der mittelalterliche Peststamm der Vorläufer aller heute noch vorkommenden Pestbakterien ist.

Die direkten Nachfahren der mittelalterlichen Pest

Jeder heutige Pestausbruch auf der Erde geht auf einen direkten Nachfahren der mittelalterlichen Pest zurück”, erklärte Hendrik Poinar, einer der Hauptautoren dieser Studie.

Die direkten Nachfahren der mittelalterlichen Beulenpest existieren bis heute und töten in etwa 2.000 Menschen jährlich.


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Sind die Grünen zu lasch beim Thema Innere Sicherheit? Boris Palmer fordert härteren Kurs

Tübingen (dts Nachrichtenagentur) – Der Tübinger Oberbürgermeister und Grünen-Spitzenpolitiker Boris Palmer hat seiner Partei Nachholbedarf beim Thema Innere Sicherheit bescheinigt.

“Bisher haben die Menschen uns gewählt wegen der Umwelt- und Atompolitik, der Bürgerrechtspolitik, wegen bestimmter Konflikte wie Stuttgart 21. Jetzt erwarten sie von uns aber eine Gesamtverantwortung. Darauf sind wir nicht ausreichend vorbereitet.

Das Feld der Inneren Sicherheit ist dafür eines der markantesten Beispiele”, sagte Palmer der “Zeit”.

Palmer sagte, die Grünen hätten sich in der Vergangenheit als die Partei verstanden, die “gegen Übergriffe des Staates vorgeht”. Das reiche aber nicht, um zu regieren.

“Die andere Seite – dass nämlich verantwortungsvolle Innenpolitik mehr ist als nur Prävention und Dialog, dass auch manchmal Repression angesagt ist -, das ist bei uns geradezu ein Tabu”, sagte er.

Der Grünen-Oberbürgermeister nannte als Beispiel für seine Forderung den Umgang mit öffentlichen Straßen und Plätzen: Der öffentliche Raum sei nicht bedroht durch Polizei oder Sicherheitsdienste.

“Die Bedrohung entsteht durch Verwahrlosung. Man kann sich dort oft nicht mehr bewegen, ohne Angst zu haben, und meidet ihn deshalb.

Als ich am Rande des Kirchentags an der Elbe spazieren gehen wollte, hockte eine Horde von Glatzköpfen am Ufer mit ihren Bierkästen und verspottete Jesus mit `Jesus, du schwule Sau`.

Die Polizei konnte erst eingreifen, als die Fäuste flogen.

Ich finde, man muss sich aggressive Pöbeleien von alkoholisierten Gruppen in der Öffentlichkeit nicht gefallen lassen. Ich will dagegen vorgehen”, sagte er.

European International Relations Summer School (EIRSS) 2010 – “Conflicts in Europe – Europe in Conflicts”

The European International Relations Summer School (EIRSS) 2010 took place in Tübingen, Germany from 26 July to 6 August.

The EIRSS is organised on behalf of the European Consortium for Political Research (ECPR)-Standing Group on International Relations. This year’s theme was “Conflicts in Europe – Europe in Conflicts”.

The EIRSS 2010 provided a forum for doctoral students from across Europe to review the state of the art in conflict analysis and the debate about conflicts in Europe, the effect of European integration on conflict, and the impact of EU actions in conflicts beyond EU borders.

Prof. Dr. Thomas Diez, one of the event’s principal organizers, has recently accepted the invitation to be member of ECMI’s Advisory Council.

The school provided an overview of the main debates on conflict and conflict analysis, with an emphasis on so-called “ethnic” and “religious” conflicts: The present status of conflicts in the EU and the role that European integration has played in transforming them was discussed.

Additional topics included the changing nature of conflicts after the end of the Cold War and their consequences for conflict transformation, as well as EU’s involvement in conflicts beyond its territory.

With the 2004/7 enlargement, conflicts have become a prominent theme in European Union policy and academic debates. Indeed, enlargement was justified to a great extent by presenting it as a solution to the revival of ethnic conflicts in Central and Eastern Europe.

At the same time, the EU has become engaged in conflicts outside its own territory both through foreign policy means as a “normative power” and through military means in the form of a number of EU missions, from Kosovo to the Congo.

Senior Research Associate PD Dr. Jan Asmussen represented ECMI’s head office during the summer school and presented a lecture on ECMI’s work. Dr. Asmussen is heading ECMI’s research cluster on Conflict and Security.

The cluster aims to enhance European security by means of sustainable trust and reconciliation. The cluster has a particular focus on research and revision of reconciliation policies in Europe.