Berlin (ots) – Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion beschloß in ihrer
Fraktionssitzung vom 27. März 2012, den Antrag “Fortbestand des Klosters Mor Gabriel sicherstellen” ins parlamentarische Verfahren einzubringen.
Dazu erklären die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach und die Obfrau im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Ute Granold:
“Der Erhalt des Klosters Mor Gabriel ist ein entscheidender Gradmesser für den Umgang des türkischen Staates mit religiösen Minderheiten im eigenen Land.
Falls die Türkei den Anspruch erhebt, ein demokratischer Staat nach europäischem Maßstab zu sein, so muss die Türkei die Existenz des Klosters sowie die Religionsfreiheit voll und umfänglich für alle religiösen Gruppen garantieren.
In mehreren seit Jahren andauernden Gerichtsverfahren droht dem Kloster die Enteignung und so letztlich der Abriss einer mehr als 1.600 Jahre alten klösterlichen Tradition. Damit wären das kulturelle Erbe der syrisch-orthodoxen Bevölkerung sowie der Fortbestand der gesamten syrisch-orthodoxen Kultur in der Türkei bedroht.
Der Erhalt des Klosters Mor Gabriel wäre ein erster sichtbarer Schritt in Richtung Religionsfreiheit. Er ist auch vor dem Hintergrund einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Türkei mit der Europäischen Union und Deutschland dringend geboten.”
Hintergrund: Laut aktuellen CIA World Factbook sind 99,8 Prozent der türkischen Bevölkerung Moslems (die meisten davon Sunnis), die restlichen 0,2 Prozent sind hauptsächlich Christen und Juden.
Internet: www.cducsu.de
“Flensburg online”: siehe vielleicht auch Christen und Religionsfreiheit in der Türkei. Lage teilweise dramatisch
