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Macht die Energiewende mit ihrer Planwirtschaft Deutschland arm? Wird Volksvermögen verschleudert?

In einem Kommentar zur Energiewende schreibt die “Stuttgarter Nachrichten” (E-Datum 24.1.2012):

“Stuttgart (ots) – Die Energiewende, so wie sie praktiziert wird, ist umweltfeindlich und ineffizient . Volksvermögen wird verschleudert. Damit dies möglichst keiner merkt, schonen FDP und Union wenigstens die Großindustrie, sonst würden bald viele Jobs ins Ausland abwandern.

Der Energiemarkt, den es bereits vorher nur in Ansätzen gab, wird vollends kaputt gemacht. Als hätte die Politik der Planwirtschaft in den Bereichen Gesundheit und Agrar nicht bewiesen, wie teuer und ungerecht sie ist. Die Energieversorger bauen Stellen ab.

Was hingegen aufblüht, das ist die Bürokratie – jene Beamten, die sich nun immer neue Vorschriften ausdenken müssen, damit nicht das Stromnetz kollabiert. Aber Hauptsache, wir fühlen uns gut.”

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Rede von Angela Merkel beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Fernsehen gucken

Bonn (ots) – PHOENIX überträgt am Mittwoch, 25. Januar 2012, um ca. 17.15 Uhr, LIVE aus Davos die Eröffnungsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Weltwirtschaftsforum.

Hatten sich naive westliche Politiker den “arabischen Frühling” nicht anders vorgestellt? Straff organisierte Islamisten erobern Ägypten mit 72 Prozent

Der Fall, vor dem Israel schon Monate lang warnt, ist eingetreten. Die islamistischen Parteien haben die Parlamentswahlen in Ägypten mit insgesamt 72 Prozent der Wählerstimmen gewonnen.

Die Muslimbruderschaft konnte 47 Prozent der Wähler auf ihre Seite ziehen und die radikal islamischen Salafisten 25 Prozent.

Die bisherige Regierung bestehend aus dem Obersten Militärrat bleibt in den nächsten Wahlphasen noch im Amt. Nun steht die Wahl der zweiten Kammer (Schura Rates), die Vorbereitung eines Verfassungsreferendums und letztlich die Wahl eines neuen Staatspräsidenten an.

All das soll bis zum Sommer 2012 entschieden werden, so dass der ägyptische Militärrat seine Macht an eine zivile Staatsführung abgeben kann. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist zweifelhaft.
Der Oberste Militärrat in Ägypten ist eher säkular geprägt und eine Übergabe der ägyptischen Staatsführung an eine radikale Islamkoalition stellt eine Gefahr dar. In diesem Fall werden neue Unruhen im ägyptischen Volk gegen die heftig kritisierte Militärregierung ausbrechen.

Darüber hinaus stellt ein islamistisches radikales Ägypten eine Bedrohung für den Friedensvertrag mit Israel dar, so israelische Sicherheitsexperten.

„Wir werden das Friedensabkommen mit Israel nur achten, wenn Israel dasselbe tut“, sagte Muhammed Badia, der Chef der Muslimbruderschaftspartei „Freiheit und Gerechtigkeit“, nach seinem Wahlsieg. In diesem Fall wird das neue Ägypten genügend Gründe finden, Israel für einen Vertragsbruch verantwortlich zu machen und sich aus dem Bund zu lösen. Davor hat Israel Angst.
[Quelle: www.israelheute.com vom 23.1.2012]

Nach Messerstecherei zwischen Hells Angels und Bandidos: Soll man Rockerclubs verbieten?

Gerhard Voogt schreibt in einem Kommentar in der “Rheinische Post” (E-Datum 22.1.2012) unter der Überschrift “Rockerbanden verbieten”:

“Düsseldorf (ots) – Am Wochenende hat es in Mönchengladbach eine
Messerstecherei zwischen den verfeindeten Rockerbanden Hells Angels
und Bandidos gegeben
. Experten befürchten, dass es zu Vergeltungsaktionen kommen wird. Der “Friede”, den die deutschen Rockerbosse 2010 publikumswirksam getroffen hatten, war nur weiße Salbe. Jetzt wird es höchste Zeit, endlich konsequent gegen die
kriminellen Machenschaften der Szene vorzugehen.

Der Ankündigung von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), den Banden keine “Spielräume” mehr zu lassen, müssen Taten folgen. Der effektivste Weg ist ein Verbot der Vereine, mit dem bislang noch gehadert wurde. Das Vermögen würde eingezogen, das Tragen der Symbole untersagt. Auch alle gewerblichen Aktivitäten müssten eingestellt werden.

Noch besitzen viele Rocker legal Schusswaffen, weil sie in der Sicherheitsbranche tätig sind. Auch dieses Übel wäre dann abgestellt.

Ein Verbot der Rockerclubs verlangt viel Kraft und Ausdauer von den Ermittlern, da Sanktionen immer nur gegen lokale “Chapter” möglich sind. Von den 8.300 Kriminalbeamten in NRW beschäftigen sich derzeit nur rund 700 mit der organisierten Kriminalität. Das ist nicht genug.

Wenn der Innenminister den Kampf gegen die Rocker erfolgreich führen will, muss er das nötige Personal dafür bereitstellen.”

Staatsbesuch von Benjamin Netanjahu in den Niederlanden

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist auf Staatsbesuch in den Niederlanden. In Den Haag traf er am Donnerstag, dem 19. Januar 2012, mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und der niederländischen Königin Beatrix zusammen.

Zuvor hatte es bereits Treffen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Maxime Verhagen und Außenminister Uri Rosenthal gegeben.

Ziel des Besuchs ist die Stärkung der bilateralen Beziehungen und die Erweiterung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen.
[Quelle: www.israelheute.com vom 20.1.2012]

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Christian Altmeier kommentiert in der “RNZ” aufgeschobenes Comeback von Guttenberg

Christian Altmeier schreibt in der “RNZ” (E-Datum 20.1.2012) aus Heidelberg in einem Kommentar zu Guttenberg:
“Eine solche Reaktion hätte man sich von Karl-Theodor zu Guttenberg schon gleich zu Beginn der Affäre um seine Doktorarbeit gewünscht. Erstmals lässt der frühere Verteidigungsminister im Brief an die CSU-Mitglieder wirkliches Bedauern erkennen und spricht von eigenem Verschulden, statt sich als vermeintliches Opfer der Umstände darzustellen.

Außerdem erlegt er sich eine längere Auszeit von allen öffentlichen Auftritten auf. Ganz von allein kam diese Erkenntnis freilich nicht. Sie dürfte vielmehr Folge des verfrühten und heftig kritisierten Comeback-Versuchs Ende des vergangenen Jahres sein, der Guttenberg gezeigt hat, dass die Zeit für eine Rückkehr noch nicht reif ist – wie er selbst bekennt.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der einstige Hoffnungsträger der CSU weiß, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass die Partei nach ihm ruft. Und er ist noch jung genug, um auf die nächste – vermutlich bessere – Chance zu warten. Diese könnte sogar schon recht bald kommen – wenn CSU-Chef Horst Seehofer bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr straucheln sollte.

Auf den harten Bänken der Opposition könnte Guttenberg dann beweisen, was er aus seinen Fehlern gelernt hat. Sofern er dazu bereit ist.”

==> Was schreibt Ulrich Reitz in der WAZ zum Abgang von Karl-Theodor zu Guttenberg?

Was schreibt Ulrich Reitz in der WAZ zum Abgang von Karl-Theodor zu Guttenberg?

In der “WAZ” (E-Datum20.1.2012) kommentiert Ulrich Reitz unter der Überschrift “Guttenberg geht” das abgesagte Comeback von Guttenberg:

“Essen (ots) – Der nach dem Bundespräsidenten Horst Köhler prominenteste gescheiterte Seiteneinsteiger kehrt in den nächsten Jahren nicht in die Politik zurück. Das ist eine kluge, souveräne Entscheidung, die überhaupt erst die Basis dafür bildet, dass Karl-Theodor zu Guttenberg eines fernen Tages wieder politisch tätig werden kann, falls er will.

Man könnte es schade finden, dass Deutschland um ein politisches Naturtalent ärmer ist. Wenn, ja wenn nicht der fränkische Baron sich nicht selbst erlegt hätte. Das ist das grundsätzliche Problem von Seiteneinsteigern: Sie glauben, sich den herkömmlichen, bisweilen auch üblen politischen Gesetzen entziehen zu können und fallen dann hart. Der Aufruhr im bürgerlichen Lager war besonders groß, denn zu Guttenberg hatte sich an dessen Werten versündigt: Nicht mehr scheinen als sein wollen und sich keine Fleiß- und Ehrentitel erschleichen.

Wer heute in die Politik will, muss eben sauberer sein als der Normalo. Daran muss nichts schlecht sein, schließlich wünschen wir uns Vorbilder.

Horst Seehofer kann nun verfolgerfrei leben. Schön für ihn. Ob das auch gut ist für die CSU, Bayern und Deutschland, wissen wir nicht.”

Kein Comeback. Karl-Theodor zu Guttenberg verzichtet Kandidatur bei Bundestagswahl 2013

Der “Trierischr Volksfreund” (21.1.2012) schreibt in einem Leitartikel über Guttenbergs Verzicht auf Rückkehr in die Politik:

“Trier (ots) – Die Entscheidung von Karl-Theodor zu Guttenberg ist richtig, bei der Bundestagswahl 2013 nicht wieder anzutreten. Und wenn der Freiherr in seiner Erklärung jetzt schreibt, dass er erst aus seinen Fehlern lernen will, dann ist das genau die Erkenntnis, die man bei ihm in den letzten zwölf Monaten nach seiner Plagiatsaffäre vermisst hat.

Seinen Comeback-Versuch hat er ohnehin selbst vermasselt. Guttenbergs Interview-Erklärungen zu seiner Affäre sind weder ausreichend noch einleuchtend gewesen. Der Freiherr – das Opfer. Peinlich.

Dazu leistete er sich einen Frontalangriff auf die CSU, um zurück in die Schlagzeilen zu gelangen. Das wiederum ist ein billiges Manöver gewesen, das einige Parteifreunde vergrätzt hat.

Und obendrein war das Medienecho auf Guttenbergs Rückkehrpläne weitgehend negativ. Auch in der konservativ-liberalen Presse und beim Boulevard, der ihn in früheren Zeiten hoch gejazzt hat. Für einen wie Guttenberg ein Schlag ins Kontor.

Insofern hat der Ex-Minister klug entschieden, vorerst nicht wieder auf die politische Bühne treten zu wollen. Glaubwürdigkeit hat er in den letzten Wochen nicht zurückgewonnen. Für die CSU muss der Entschluss allerdings einen Enttäuschung sein. Auch für Parteichef Seehofer persönlich, der dem im Freistaat nach wie vor beliebten Guttenberg den roten Teppich ausgelegt hat.

Im nächsten Jahr muss Seehofer einen harten Wahlkampf durchstehen. Nach Umfragen droht der CSU sogar der Machtverlust. Da hätte einer wie Guttenberg durchaus helfen können. Jetzt muss es Seehofer selbst richten – nicht jeder traut ihm das zu.”

Wahlsieg für Stephan Weil zum Vorsitzenden SPD Niedersachen

Die “Neue OZ” aus Osnabrück (E-Datum 20.1.2012) schreibt in einem Kommentar zur SPD Niedersachsen unter der Überschrift “Siegesgewiss”:

“Mit einem für ihn hervorragenden Ergebnis ist Stephan Weil zum Landesvorsitzenden der SPD Niedersachsen gewählt worden. Die Sozialdemokraten haben damit genau ein Jahr vor der Landtagswahl einen gelungenen Auftakt in den Wahlkampf hingelegt. Die Partei kann einen Spitzenkandidaten präsentieren, der den Rückhalt in der Basis besitzt, und sie zeigt sich so geschlossen wie lange nicht mehr.

Das liegt auch daran, dass der bisherige Landeschef Olaf Lies auf das Amt verzichtet und den Weg für Weil frei macht. So ergibt sich für diesen die Möglichkeit, die Macht in einer Hand zu bündeln.

2008 erzielten die Sozialdemokraten in Niedersachsen bei der Wahl ihr schlechtestes Ergebnis seit 1947. Das lag auch am glücklosen Landeschef Garrelt Duin. Bei der Landtagswahl am 20. Januar 2013 dürfte es Zugewinne geben. Einmal, weil die Partei mit dem Spitzenkandidaten Weil deutlich besser aufgestellt ist – aber auch, weil die schwarz-gelbe Landesregierung wegen der Turbulenzen um Christian Wulff und Olaf Glaeseker in Negativ-Schlagzeilen geraten ist. Gewonnen hat die SPD noch lange nicht – in den nächsten zwölf Monaten kann noch viel passieren. Unklar wird die Rolle von Linken, Piraten und Grünen sein. Aber die Startbedingungen für den Wahlkampf haben sich erheblich verbessert.”

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Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin. Unvergessen seine Provokation mit dem Antrag auf Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen

Die “Neue OZ” (E-Datum 19.1.2012) schreibt in einem Kommentar zu Abbas und Nahost unter der Überschrift “Stillstand bis November”:

“Klar in seinen Positionen, aber sichtlich zurückhaltend mit seinen Forderungen: So zeigte sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gestern in Berlin. Aus gutem Grund. Er weiß, dass jetzt nicht die Zeit für kühne Vorstöße im Nahost-Konflikt ist.

Zwischen dem Westen und dem Iran hat sich die Krise zugespitzt. Sie bindet viel Kraft in der Außenpolitik der Regierungen in Washington, Berlin oder Paris. Zudem bleibt die Lage in etlichen arabischen Staaten wegen der revolutionären Entwicklungen unübersichtlich. Sie könnten die strategische Situation in Nahost verändern, etwa wenn Ägypten den Friedensvertrag mit Israel kündigt.

Vor allem aber hat in den USA der Präsidentschaftswahlkampf begonnen. Amtsinhaber Barack Obama wird sich hüten, ausgerechnet jetzt eine neue Initiative in Nahost zu starten – zumal er zu Beginn seiner Amtszeit schon einmal mit einem solchen Unterfangen gescheitert war.

Ohne den Druck Washingtons wird sich in dem Dauerstreit aber nichts bewegen. Außerdem sind die Fronten wieder besonders verhärtet. Abbas hat Israel provoziert, als er einen Antrag auf Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen stellte. Und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss innenpolitisch sein Verhältnis zu den radikalen Orthodoxen neu austarieren, die ihn öffentlich vorführen.

Das alles spricht für weiteren Stillstand im Nahost-Konflikt – mindestens bis zur US-Wahl im November.”

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Kann Bundespräsident Vertrauen + Respekt zurückgewinnen? Steinmeier: das wird “ein langer Weg”

Essen (ots) – Die Wulff-Affäre bringt nach Darstellung von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die Politik generell in Verruf. “Viele wollen doch glauben, es sei übliche Praxis in der Politik, ständig nur auf der Suche nach persönlichen Vorteilen zu
sein”, sagte er der WAZ.Mediengruppe (E-Datum 18.1.2012).

“Der Schaden ist schon da”, fügte er hinzu. Für Bundespräsident Wulff werde es “ein langer Weg”, Vertrauen und Respekt zurückzugewinnen. “Und ich habe Zweifel, ob es gelingt”, so Steinmeier weiter.

Er bleibe dabei, der Fall Wulff sei eine Causa Merkel. Die Kanzlerin aber “tut so, als lebe sie auf einem anderen Stern als ihr Kabinett, die FDP und der Bundespräsident.”

Die Wulff-Affäre spreche “nicht gerade für eine hohe Kompetenz bei politischen Entscheidungen und der Personalauswahl”, kritisierte Steinmeier.

Zu den Koalitionsverhandlungen im Saarland erklärte Steinmeier, “so oder so, ist das kein Signal für den Bund.” Er halte die große Koalition nicht für eine dauerhaft gute Lösung, sagte Steinmeier.

EU-Krise. Wie viel Geld kann Deutschland noch abdrücken? Steinmeier: Euro-Rettung wird teurer, der deutsche Anteil wird steigen

Essen (ots) – Nach der Herabstufung des Euro-Rettungsschirms EFSF durch die Ratingagentur Standard & Poor´s warnt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier vor höheren Kosten der Euro-Rettung und fordert von der Koalition Konsequenzen für die Haushaltspolitik des Bundes.

“Die Euro-Rettung wird teurer, die Herabstufung des gemeinsamen Rettungsschirms lässt den deutschen Anteil sehr wahrscheinlich steigen”, sagte Steinmeier den Zeitungen der
WAZ-Mediengruppe (Mittwochausgaben vom 18.1.2012).

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dürfe dann aber nicht die Neuverschuldung nach oben treiben, sondern müsse die Koalitionspläne korrigieren: Schäuble solle zunächst “auf unsinnige Steuersenkungen und auf kontraproduktive Vorhaben wie das Betreuungsgeld verzichten. Dafür ist jetzt erst recht kein Spielraum mehr.”

Steinmeier forderte zugleich, den Start des dauerhaften Rettungsschirms ESM zu beschleunigen: “Der ESM muss so weit wie möglich nach vorn gezogen werden, weil er mit den notwendigen ökonomischen Instrumentarien ausgestattet ist. Je kürzer die Übergangszeit für den Rettungsschirm EFSF ist, desto besser.”

Zudem müsse es rasch zur Einrichtung einer europäischen Ratingagentur kommen: “Ich bin fest davon überzeugt, dass wir sie brauchen. Dass wir nicht die Kraft in Europa hatten, sie früher zu errichten, war ein Fehler”, sagte der SPD-Politiker.

Allerdings dürfe man sich keine “Wunderheilung” versprechen: “Auch eine europäische Ratingagentur arbeitet mit den gleichen Daten wie alle anderen Ratingagenturen weltweit.”

Der SPD-Fraktionschef kritisierte zugleich die “Leichtfertigkeit” mancher Ratings. So seien im zurückliegenden Jahr Abwertungen einzelner Länder regelmäßig mit mangelnder Spardisziplin begründet worden, die Abwertung Frankreichs nun aber mit mangelnden Wachstumsperspektiven. “Auch Ratingagenturen lernen offenbar, dass phantasieloser Kahlschlag allein auch noch kein Weg zur Wiedergewinnung von Stabilität ist. Ohne Wachstum geht es nicht, und wenn das die Ratingagenturen den europäischen Regierungen ins Stammbuch schreiben, ist das richtig”, so Steinmeier.

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