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Hattrick für Würzbuger Straßenbauer Sebastian Full

Einen klassischen Hattrick hat der 18-jährige Sebastian Full
hingelegt. Der Auszubildende der Stadt Würzburg ist als Straßenbauer
Kammer-, Landes und auch Bundessieger geworden.

„Ich mag meine Arbeit, man sieht immer was man geschafft hat und ist an der frischen Luft“, sagt der 18-Jährige, der seinen Beruf in den vergangenen Monaten bei der Stadt Würzburg gelernt hat.

Auch das exakte Arbeiten im Millimeterbereich ist etwas, was dem jungen Straßenbauer Spaß macht.

Dieses exakte Arbeiten kam ihm auch bei den Wettbewerben, bei denen er sich mit den Besten in Deutschland messen musste, entgegen.

Beim Bundes-Endkampf in Bad Seegeberg musste er unter anderem mit Steinen arbeiten, die er bislang noch nicht verarbeitet hatte: „Das war eine neue Herausforderung die mir Spaß gemacht hat“, so Full.

„Das ist auch ein großartiger Erfolg für den Ausbildungsbetrieb“, freute sich Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal als er dem jungen Straßenbauer zusammen mit Baureferenten Christian Baumgart zu seinen drei Erfolgen gratulierte.

Eventuell setzt Full noch eines drauf: Voraussichtlich wird er als nächstens beim europäischen Wettbewerb in Lissabon antreten.


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Würzburger Frühjahrsvolksfest 2011 auf der Talavera

Vom 2. bis zum 17. April 2011 findet das erste große Volksfest in Bayern statt: Das Würzburger Frühjahrsvolksfest auf der Talavera läutet die Saison ein.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal wird am Samstag, dem 2. April 2011, um 16.00 Uhr, das erste Fass Bier anzapfen und damit den Startschuss in die Volksfestsaison geben. Platzbetrieb ist am Eröffnungstag bereits ab 14 Uhr.

Zum Frühjahrsvolksfest kommt der berühmte „Tower“ von Charles Blume, ein einmaliges Eventcenter mit 9 Stockwerken und über 30 Metern Höhe.

Im „Tower“ ist ein Laufparcours mit einer skurrilen Reise durch eine surrealistische Welt zu bestaunen, Räume scheinen zu zerfließen oder aufzubrechen und Spektralbrillen intensivieren die Eindrücke.(www.blume-tower.de)

Außerdem sind weitere attraktive Geschäfte auf dem Platz und bieten jedem Besucher Action

Break Dance Nr. 1,
Spaceparty,
die Geisterbahn „Haunted Mansion“,
Distels Autoskooter,
das Riesenrad,
Dschungel Train,
Nürnberger Wellenflieger.

Für die Kleinen stehen verschiedene Kinderkarussells, der Samba-Tower und eine Kindereisenbahn zur Abfahrt bereit.

Lukullische Neuigkeiten auf der Talavera sind u.a. ein Süßer Palast ausschließlich mit Schokoküssen, frisch zubereitete Chips- und Kartoffelspezialitäten und ein Asia-Wok.

Das von Kiliani bestens bekannte „Schwaben-Derby“ lädt zum gegenseitigen Rennspaß ein.

Ein nagelneues, gerade rechtzeitig fertig gestelltes Geschicklichkeitsspiel der Firma Milko Galle wird unter dem Namen „Push it !“ im antikrömischen Stil seine Gäste finden (Platzpremiere in Würzburg).

Bewährtes wie der Familientag, jeweils am Mittwoch (6. und 13. April 2011), ganztägig mit 50% ermäßigten Preisen oder auch die klassische 99 Cent-Runde in der Zeit von 14 bis 15 Uhr am Eröffnungstag wird natürlich beibehalten.

Das beheizte Festzelt präsentiert sich in diesem Jahr dem Besucher wieder in gewohnt ansprechender Ausstattung und angenehmer Atmosphäre.

Nachmittags spielen Wirtshausmusikanten ohne Verstärker mitten im
Publikum, abends sorgen bekannte Blaskapellen und Bands für Stimmung und gute Laune.

Am Montag, dem 11. April 2011, ab 18 Uhr, kommt der aus TV, Radio und youtube deutschlandweit bekannte neue Kultstar „Der DJ der guten Laune“ ins Festzelt und heizt den Besuchern ein. (www.dj-der-guten-laune.de)

Weitere Highlights im Festzelt sind der gemeinsame Auftritt der Kiliani-Blasmusik-Kapellen am Dienstag, dem 5. April 2011, ab 18.30 Uhr, die Country- und Line Dance-Band „Country Blend“ am 7. April 2011, 18 Uhr, die Wahl der Miss Dirndl und des Mister Lederhos’n am 14. April 2011, 18.30 Uhr, und „Der Charivari Almauftrieb“ (Montag, 4.4.2011, ab 18 Uhr).

Öffnungszeiten des Volksfestes sind Montag bis Donnerstag von 14 Uhr bis 22.30 Uhr, Freitag/Samstag von 14 Uhr bis 24 Uhr und Sonntag von 12 Uhr bis 22.30 Uhr.

Aktion „Sauberes Lengfeld“ in Würzburg

Die über 20-jährige Tradition der Aktion „Sauberes Lengfeld“ wurde auch in diesem Jahr wieder fortgesetzt.

So rief der Bürgerverein Lengfeld e.V. in Kooperation mit der Umweltstation der Stadt Würzburg am Samstag, dem 19. März 2011, wieder zum „Frühjahrsputz“ in Lengfeld auf.

Um 9 Uhr hatten sich über 40 Lengfelder an der Kürnachtalhalle versammelt. Beeindruckend war vor allem die große Zahl an Kindern und Jugendlichen, die mehr als die Hälfte der Teilnehmer ausmachten.

Nach der Begrüßung und Einweisung der Helfer durch Alois Hornung und Wolfgang Heil vom Bürgerverein, verteilte die Umweltstation Zangen, Müllsäcke, Handschuhe, Eimer und Leibchen.

Danach schwärmten die durch das traumhafte Frühlingswetter motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf Gruppen von der Kürnachtalhalle aus um ihren Teil zu einem schöneren Erscheinungsbild unserer Stadt beizutragen.

Der Bürgerverein, die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Lengfeld
und Matthias Hampl, Bachpate der Kürnach, standen an der Spitze der Bürgerinnen und Bürger, die zusammen mit ihren Kindern angetreten waren, um ihren Ortsteil von achtlos weggeworfenen Unrat zu säubern.

Die Hoffnung, dieses Jahr weniger Arbeit mit der Reinigungsaktion zu haben, erwies sich spätestens nach drei Stunden bei der Rückkehr der einzelnen Gruppen als Illusion.

Am Parkplatz der Kürnachtalhalle türmte sich der gesammelte Unrat.
Unmut und Unverständnis über das Verhalten so einiger Mitbürger konnte man den Äußerungen der Sammler entnehmen.

„Wer wirft denn so ein Fahrrad einfach weg?“ und „Warum kann nicht jeder seine Papiere und Verpackungen in der Tasche mit nach Hause nehmen oder wenigstens in den nächsten Mülleimer werfen, statt einfach auf den Gehweg?!“ waren häufig zu hörende Äußerungen.

Dennoch waren alle gut gelaunt, hatte man in der Gemeinschaft doch etwas Sinnvolles getan.

„Es ist beeindruckend, was Sie heute morgen geleistet haben“, lobte Oberbürgermeister Georg Rosenthal die Sammler bei ihrer Rückkehr zur Kürnachtalhalle.

Entsetzt ["Flensburg online": Entsetzt? Angesichts von Müll? Staatsverschuldung, Naturkatastrophe in Japan... darüber kann man entsetzt sein, aber Müll?] zeigte er sich über die Abfallberge, bestehend aus zwei Kubikmeter Restmüll, 2,5 Kubikmeter Sperrmüll, 300 Liter Altglas und 150 Liter Altmetall.

Er bedankte sich herzlich bei den aktiven Teilnehmern für ihr ehrenamtliches Engagement sowie bei den Mitarbeitern der Umweltstation und der Stadtreiniger für die fachliche Begleitung der Säuberungsaktion und die Entsorgung der gesammelten Abfälle.

Seinen Abschluss fand die Aktion in einer Brotzeit, gesponsert von der Bäckerei Rösner, dem Real Markt in der Industriestraße und dem Staatlichen Mineralbrunnen Bad Brückenau.

Die kleinen Helfer erwartet noch ein ganz besonderes Dankeschön. Alle Kinder, die sich an der Säuberungsaktion beteiligt haben, erhalten Freikarten für das Kinderland „Fun-Park“. In diesen Genuss kommen auch die Kinder der Kindergärten St. Lioba, Sonnenblume und Arche Noah, die unter der Woche schon fleißig waren und gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und den Mitarbeitern der Umweltstation rund um ihre Einrichtungen die Wege, Büsche und Wiesen von Unrat befreit hatten.

Die Umweltstation der Stadt Würzburg unterstützt unter der Telefonnummer 0931-44440 auch gerne Vereine, Schulen oder Familien, die Umwelt von wildem Müll befreien wollen.

Stadt Würzburg vermittelt Praktikumsplätze nach Caen

Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit der nordfranzösischen Stadt Caen freut es die Stadt Würzburg, auch in diesem Jahr wieder drei Praktikumsplätze anbieten zu können.

Es handelt sich um einen Praktiumsplatz im Juli und zwei Plätze im August 2011, jeweils vom 1. bis 31. des Monats.

Die Einsatzorte sind im Juli im Standesamt des Rathauses Caen. Auch im August ist ein Platz im Standesamt vorgesehen, während ein weitere in der Abteilung für Umwelt und Lebensqualität zur Verfügung steht.

Die drei Praktikanten/innen werden in einem Studentenheim untergebracht, wofür die Stadt Caen aufkommt.

Die Voraussetzungen sind:
Mindestalter 18 Jahre, gute französische Sprachkenntnisse

Wenn Sie interessiert sind, senden Sie bitte bis zum 8. April 2011 Ihre
Bewerbung an:
Büro Würzburg International
Judith M. Rösch
Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
oder per E-Mail an: judith.roesch@stadt.wuerzburg.de.

Erwartet wird neben Ihrem Lebenslauf und dem Anschreiben eine weitere Seite mit der Darlegung Ihrer Beweggründe für ein Praktikum in Caen (Motivationsschreiben).

Lebenslauf und Anschreiben sollten Sie zudem zusätzlich in französischer Sprache einreichen.

Ideologiefreie Selbsthilfegruppe “Erwerbslos 50plus” in Würzburg

Mit den besonderen Problemen älterer Arbeitsloser will sich eine neue Selbsthilfegruppe „Erwerbslos 50plus“ auseinandersetzen.

Arbeitslosigkeit bringe bündelweise Probleme mit sich. Für Erwerbslose um die 50 oder älter werde dabei nochmals draufgelegt, so die selbstbetroffenen Initiatoren von „Erwerbslos 50plus“.

Ein erstes Zusammentreffen findet am Dienstag, dem 22. März 2011, um 16 Uhr, in der „Grünen Grotte“ im Selbsthilfehaus in der Scanzonistraße 4 statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Die neue Gruppe will die Möglichkeit zur Aussprache bieten, gegenseitige
Unterstützung leisten und plant die Durchführung gemeinsamer Unternehmungen im Sinne der Problemstellung.

„Erwerbslos 50plus“ will eine unabhängige und ideologiefreie Interessenvertretung sein und Hilfe auf Gegenseitigkeit leisten. Auf längere Sicht sollen so Kontakte geknüpft und gepflegt werden zu relevanten Institutionen, die Hilfe leisten können.

Kontakt über das Aktivbüro der Stadt Würzburg, Telefon 0931/37-3706 zu den Sprechzeiten Mo, Di, Do 9 – 12 Uhr und Di 14 – 16 Uhr.

Internet: www.wuerzburg.de/aktivbuero

Residenzlauf in Würzburg für Kindergartenkinder und Schüler

Der Würzburger Residenzlauf geht am 17 April in seine 23. Auflage. Auch laufbegeisterte Kinder können dann die Laufschuhe zu schnüren und sich auf den Weg zum Residenzplatz zu machen.

Die Anmeldung ist noch bis Freitag, dem 18. März 2011, möglich.

Eine Initiativgruppe bestehend aus Vertretern des Gesundheitsamtes, des Schulamtes, des Modehauses Wöhrl und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie hatte vor etwa acht Jahren die Idee, auch die jüngsten Sportler für den *Dauerlauf“ zu begeistern.

Mit Erfolg: Die Zahl der Teilnehmer im Kindergarten- und Schulalter nimmt kontinuierlich zu. Zu verdanken ist die rege Beteiligung vor allem den engagierten Lehrkräften, Erzieherinnen und Eltern.

2010 gingen erneut über 4.000 Kinder und Jugendliche an den
Start. “Dies ist einmal mehr Beweis dafür, wie der Breitensport durch den Residenzlauf gefördert wird“, so Martin Heyn vom Gesundheitsamt Würzburg.

Alle Kinder, deren Schulklasse oder Kindergartengruppe zu mindestens 50% teilnimmt, können gegen eine Gebühr von nur einem Euro pro Läufer dabei sein.

Jeder Läufer erhält ein T-Shirt und hat die Chance für seine Klasse oder Gruppe attraktive Preise zu gewinnen. Im Januar wurden drei Klassen für ihre hundertprozentige Teilnahme am Residenzlauf 2010 mit Sachpreisen belohnt.

Schulklassen oder Kindergartengruppen, die sich noch nicht angemeldet haben, können dies noch bis Freitag tun. Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage www.residenzlauf.de.

Gelungene Integration in unsere Demokratie? Nur Hälfte der Einwanderer-Kinder erkennt Kanzlerin Angela Merkel

Würzburg (dts Nachrichtenagentur, 22.9.10) – Nur gut die Hälfte (58 Prozent) der Grundschüler mit Migrationshintergrund erkennt Angela Merkel. Bei ihren deutschen Altersgenossen sind es knapp 85 Prozent, wie eine Studie von Bildungsforschern der Universität Würzburg belegt.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Migrantenkinder deutlich weniger über Politik und Demokratie wissen, als Kinder deutscher Herkunft. Negativ wirken sich demnach auch geringe Kenntnisse der deutschen Sprache aus.

Wissenslücken zeigten sich auch hinsichtlich der Funktionsmechanismen von Demokratie.

Auf die Frage, wie man in Deutschland ein “Bestimmer” wird, konnten 72 Prozent der deutschen Kinder richtig antworten, jedoch nur 38 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund.

Für die Studie wurden gut 500 Zweitklässler an bayerischen Grundschulen befragt.

Nazis nahmen Zerstörung von Würzburg in Kauf

Der 16. März 1945 ist Würzburgs unauslöschlicher und traumatischer Tiefpunkt einer Vergangenheit, deren politische Machthaber in der Verfolgung ihrer Ziele auf nichts und niemanden Rücksicht nahmen.

Das Gedenken und Erinnern an Würzburgs Zerstörung soll jedes Jahr mit diesem Datum verbunden sein – den Überlebenden zum Trost, den Nachkommen als Mahnung.

Gedenken und Mahnung äußern sich in Veranstaltungen religiöser und kultureller Art, denn Gedenken, Versöhnung, Gebet und Kunst können über die schreckliche Realität hinweg trösten helfen.

Zur 66. Wiederkehr der Zerstörung Würzburgs finden am Vormittag um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof das traditionelle Totengedenken und die
Kranzniederlegung durch Oberbürgermeister Georg Rosenthal statt.

Anschließend lädt die Nagelkreuz-Initiative zur Versöhnungsglocke (kurze Ansprache durch Oberbürgermeister Georg Rosenthal) und auf den gemeinsamen Weg über St. Johannis durch den Ringpark zur Übergabe des Nagelkreuzes an die Evangelisch-methodistische Kirche,
Friedrich-Ebert-Ring 39, ein.

Am Nachmittag beginnt um 14.30 Uhr am Vierröhrenbrunnen eine besondere Führung „Trümmerfrau“. Würzburg mit anderen Augen sehen und die Erinnerung an unsere Mütter und Großmütter wach halten ist ihr Anliegen.

In der Figur der Trümmerfrau Babette führt Angela Sey an die Arbeitsorte der Nachkriegsheldinnen, erzählt aus deren Leben mit Zitaten wirklicher Trümmerfrauen und schildert den mühevollen Weg des Aufbaus.

Einzelne Fotografien verschiedener Gebäude im Vergleich vor dem Angriff, nach der Zerstörung und heute verstärken den Eindruck. Immerhin wurden beim Angriff vom 16. März 1945 mehr als 80% der Stadt zerstört.

Die Trümmerfrauen verkörpern wie niemand anders „Würzburgs Willen zum Leben“. Sie packten mit an, befreiten die Stadt vom Trümmerschutt und halfen mit, ihre Heimatstadt am Main wieder aufzubauen. Seys Mutter war selbst eine Trümmerfrau. Von ihr und ihren Kolleginnen erzählt „Babette“.
Kosten: 5 Euro / ermäßigt 4 Euro.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Um 18 Uhr wird im Ratssaal des Rathauses der Öffentlichkeit die Renovierung und Neugestaltung des Gedenkraums im Grafeneckart vorgestellt.

Stadtheimatpfleger Dr. Steidle wird kurz die ursprüngliche Nutzung und Bedeutung des Grafeneckart erläutern. Im Anschluss daran stellt Dr. Baum den Umbau des Gedenkraums vor und kommentiert den Inhalt der neu gestalteten Text- und Bildtafeln.

Das Gedenkkonzert zum 16. März wird in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Julius-Maximilians-Universität um 19.30 Uhr in der Neubaukirche stattfinden.

Die musikalische Gestaltung übernimmt die Cappella Sankt Stephan unter Leitung von Dekanatskantor Christian Heidecker. Es erklingen das Requiem op.9 für Gesangssoli, Chor und Orgel und das Prélude es-Moll aus der Suite op.5 für Orgel.

Die Solisten sind Barbara Werner (Mezzosopran) und Johannes Weinhuber (Bariton); an der Orgel Domorganist Stefan Schmidt.

Professor Dr. Martin Stickler von der Julius-Maximilians-Universität wird vor dem Requiem einen kurzen Vortrag zum Thema „Erinnerungsort Luftkrieg – Städtische Gedenkkultur im Spannungsfeld von lokaler Opferperspektive und geschichtswissenschaftlicher Kontextualisierung“ halten. Der Eintritt zum Gedenkkonzert ist frei.

Von 21.20 bis 21.40 Uhr, dem Zeitpunkt der Bombardierung, werden – wie jedes Jahr – alle Würzburger Kirchenglocken in das Mahnläuten zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt einstimmen.

Diese Klangkulisse ist sicherlich der bewegendste Moment eines Mahn- und Gedenktages und übertrifft jedes gesprochene Wort und jede noch so künstlerisch hochwertige Veranstaltung.

Danach ist die Marienkapelle am Markt bis 24 Uhr zu stillem Gebet geöffnet.

Begleitveranstaltungen um den 16. März 2011
Am 11. März wird um 16 Uhr in der Volkshochschule Würzburg, Münzstraße 1 (Galerie im Flur), eine Ausstellung eröffnet mit Grafiken jüdischer und arabischer Jugendlicher aus Israel zum Thema „Der andere Weg“ – Hoffnungsbilder aus Israel. Besichtigen kann man die Ausstellung bis zum 8. April täglich Montag bis Freitag von 8 bis 21 Uhr; Samstag zu
Kurszeiten von ca. 9 bis 20 Uhr und Sonntag zu Kurszeiten von ca. 9 bis 12 Uhr.
Führungen bitte anmelden unter Tel. Nr. (0931) 27 32 00.

Am 13. März findet um 18 Uhr im Ökumenischen Zentrum Würzburg-Lengfeld ein Ökumenischer Gottesdienst zur Verabschiedung des Wandernagelkreuzes statt, gestaltet vom Heilig-Kreuz-Chor. Um 19.30 Uhr erklingt in der Karmelitenkirche (Reuererkirche) ein Konzert zum Gedenken an die Zerstörung Würzburgs. Es singt der Polizeichor Würzburg e. V. unter der Leitung von Jürgen Pfarr. Georg Götz vom Main-Franken-Kreis wird einen Text eines Kriegszeitenchronisten vortragen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Im Fürstenbaumuseum (Stadtgeschichtliche Abteilung des Mainfränkischen Museums) gibt es am 19. und 20. März Familienführungen jeweils um 14.30 Uhr zu dem Thema „Als auf Würzburg Feuer fiel“ – Zur Zerstörung der Stadt am 16. März 1945 (Dia-Schau mit Ton). Die Führungen sind geeignet für Kinder ab 9 Jahren und werden durchgeführt von Gesine Kleinwächter M.A. und Katja Kraus M.A. Eintritt inkl. Führung: 5,50 Euro, für Kinder unter 14 Jahren: 1,50 Euro. Bitte anmelden unter Tel. Nr. (0931) 2 05 94 39.

Die Veranstaltungen der Stadt zum 16. März werden mit denen der Julius-Maximilians-Universität, des Ökumenischen Nagelkreuzzentrums und des Mainfränkischen Museums koordiniert und vom Fachbereich Kultur in einem Faltblatt veröffentlicht.

Das Nagelkreuzzentrum informiert in einem gesonderten Blatt über weitere Aktivitäten der Initiative. Die Faltblätter liegen in den öffentlichen Gebäuden der Stadt zur Information aus und werden an die städtischen Schulen gegeben.

Einweihung vom Oskar-Laredo-Platz in Würzburg

“Die Benennung in Oskar-Laredo-Platz ist ehrende Anerkennung und ein Akt der Wiedergutmachung gegenüber einem verdienten Mitbürger, dem durch den NS-Staat schwerstes Unrecht zugefügt wurde. Sie ist damit zugleich ein unübersehbares Zeichen gegen den alten und neuen Antisemitismus“, erinnerte Oberbürgermeisters Georg Rosenthal in seiner Festrede an einen wichtigen Förderer moderner Kunst und gleichzeitig an ein dunkles Kapitel Würzburger Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1937.

Der 1878 in Würzburg geborene Oskar Laredo übernahm 1907 von seinem Vater Joseph das nach ihm benannte *Kunstgewerbliche Kaufhaus, den früheren Kaiser-Bazar in der Kaiserstraße.

Aus einer der führenden Kunsthandlungen der Region machte Laredo ein Zentrum des städtischen Kulturlebens. Zu den hier ansässigen modernen Künstlern, die Laredo ausstellte, gehörten Heiner Dikreiter, Franz Freidhof, Carl Grossberg, Alida Kisskalt, Fritz Mertens und Gertraud Rostosky.

Und moderne Kunst von Chagall, Dix, Feininger, Heckel, Kokoschka, Liebermann, Nolde oder Pechstein, nicht nur Druckgraphik, sondern auch Originale, bekam man in Würzburg nur bei ihm zu sehen.

Vorträge im “Neuen Graphischen Kabinett” und Laredos Begeisterung für moderne Architektur hinterließen weitere markante Spuren in Würzburg.

Der Architekt Peter Feile entwarf Laredos avantgardistisch-schlichtes
Wohnhaus in der Keesburgstraße 29. Dieses Haus war schließlich die letzte Immobilie die der Kunsthändler und Mäzen 1937 weit unter Wert verkaufen musste.

Das Geld reichte, um die von den Nazis eingeführte “Reichsfluchtsteuer“ zu bezahlen. So entkam er nach über einem Jahr dem Konzentrationslager Dachau.

Nach zahlreichen Anzeigen und Denunziationen von Mitbürgern und deren dramatischen Folgen, musste der ehemalige königlich-bayerische Hoflieferant 1937 in New York wieder bei Null anfangen.

Seine Frau Else starb bereits 1948, er selbst konnte als Angestellter der “New York Graphik Society” bis zu seinem Tod 1966 nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen.

Zurück in Würzburg: Dr. Josef Schuster, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, Stadträtin Benita Stolz, Bürgermeisterin Marion Schäfer und Oberbürgermeister bei der Einweihung des Oskar-Laredo-Platzes vor dem Kulturspeicher [Foto: Georg Wagenbrenner / Pressestelle Stadt Würzburg]

Mit dem Platz vor dem Kulturspeicher und somit in unmittelbarer Nachbarschaft der Städtischen Sammlung griff der Würzburger Stadtrat einen Vorschlag der Aktion Stolpersteine auf und die Suche nach einem passenden Erinnerungs-Ort war somit sehr schnell von Erfolg gekrönt.

Zu der feierlichen Eröffnung kamen neben dem Vorsitzenden der
israelitischen Kultusgemeinde Dr. Josef Schuster und Stadträtin Benita Stolz von der Aktion Stolpersteine auch Bürgermeisterin Marion
Schäfer-Blake und viele weitere Stadtratsmitglieder.

Die Leiterin des Museums Kulturspeicher Dr. Marlene Lauter und Kulturreferent Muchtar Al Ghusain freuten sich zudem über das große Interesse unter Würzburgs Kunstfreunden.

Umzug vom Bürgerbüro Würzburg

Aufgrund der Umbaumaßnahmen im Bürgerbüro sind bereits einige Mitarbeiter in das Zimmer 133 umgezogen. Außerdem befindet sich der Kfz-Händlerschalter ab Donnerstag, dem 24. Februar 2011 in einem Bürocontainer im Rathausinnenhof. Bitte auf die Beschilderungen achten.

In diesem Zusammenhang wird nochmals auf den Annahmeschluss jeweils 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten hingewiesen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden sollten Termine online unter www. wuerzburg.de/buergerbuero oder telefonisch unter der Rufnummer (0931) 37-2609 bzw. 37-2690 vereinbart werden.

Baumpflege in Würzburg: 80-jährige Schwarzpappel wird eingekürzt

Im Zwischengemäuerbach in Heidingsfeld hat das Gartenamt eine 80-jährige Schwarzpappel eingekürzt. Aufgrund der schwer zugänglichen Lage im Bachbett unmittelbar an der Zindelgasse/Schollergasse hinter dem ehemaligen Rathaus, war sehr viel technisches Gerät notwendig um die Arbeiten durchzuführen.

Ein 55-Tonnen-Kran musste die benötigten Arbeitsmaschinen, darunter ein Raupenhubsteiger, Container und Häcksler, in das Bachbett heben. Die „Füße“ des Raupenhubsteigers, die zum Teil im Bachbett verankert wurden, fanden auf dem rutschigen Untergrund wenig Halt und so mussten die Arbeiter einige Manövrierarbeit und fein Justierungen leisten, um einen sicheren Aufstieg in die Kronen der Schwarzpappel zu ermöglichen.

Mit großem technischen Aufwand wurde die 80-jährige Pappel vom städtischen Gartenamt gepflegt [Foto: Theresa Stawski / Presseamt Stadt Würzburg]

Nachdem ein Mitarbeiter des Gartenamtes die Äste vom Stamm aufwärts einkürzte, wurden die herabgefallenen, zum Teil sehr wuchtigen Äste gleich gehäckselt.

Die Einkürzungen fanden zum ersten Mal im Jahr 2000 statt. Jetzt hatten wiederum Starkäste bei Wind und Sturmböen Dachflächen berührt und Ziegel losgerissen.

Creole – Globale Musik aus Bayern: 1K Systems und Kellerkommando siegen

Nach zwei erfolgreichen Wettbewerbstagen mit einem Publikumsrekord von 1300 Besucher/-innen wurden in der Nacht zum Sonntag in der Nürnberger Tafelhalle die Würzburger Gruppe 1K Systems
(www.myspace.com/1ksystems) zusammen mit der Bamberger Band Kellerkommando (www.kellerkommando.de) zum Gewinner des Wettbewerbs creole – Globale Musik aus Bayern gewählt.

Aus 14 Gruppen konnten die beiden Gruppen in einem 20- minütigem Auftritt die fünf-köpfige Jury unter dem Vorsitz des Würzburger Kulturreferenten Muchtar Al Ghusain überzeugen und ein Preisgeld von je 2000 Euro entgegen nehmen.

Die beiden Gewinner vertreten nun Bayern beim Bundeswettbewerb creole – Globale Musik aus Deutschland vom 19. bis zum 21. Mai 2011 in Berlin.

Zuvor finden am 27. März und am 8. April 2011 in der Villa Leon (www.kuf-kultur.de/villa) in Nürnberg die Preisträgerkonzerte mit den beiden Gewinnern statt.

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