Rund 30 Würzburger Gastronomen und Händler stellen ab dem 1. Juli 2010 ihre Toiletten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie erhalten dafür von der Stadt eine Aufwandsentschädigung.
Die von der städtischen Wirtschaftsförderung organisierte Aktion „Nette Toilette“ erweitert das bestehende Angebot an frei zugänglichen WCs in der Innenstadt.
Eine bürgerfreundliche Stadt zeichnet sich auch durch ein dichtes Netz an sauberen, sicheren und frei zugänglichen Toilettenanlagen aus.
„Mit der Aktion ‚Nette Toilette’ kann diese Aufgabe durch eine Kooperation der kommunalen Verwaltung und der lokalen Privatwirtschaft noch besser erfüllt werden“, freut sich Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal.
Teilnehmende Betriebe mit Logo gekennzeichnet
Rund 30 lokale Gastronomen und Einzelhändler haben sich vertraglich bereiterklärt, während ihrer Öffnungszeiten ihre Toiletten der
allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen – und das zu den gleichen Konditionen wie für ihre Gäste und Kunden.
Dafür bekommen sie im Gegenzug von der Stadtverwaltung einen monatlichen Zuschuss für die Reinigungskosten.
Die beteiligten Betriebe sind mit einem Logo – einem stilisierten Gesicht, dessen Augen zwei Nullen darstellen – im Eingangsbereich sichtbar gekennzeichnet.
Interessenvertretungen mit im Boot
Unterstützt wird die Aktion von Würzburg macht Spass, der Würzburger Qualitätsroute, dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband und dem Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel, die jeweils ihre
Mitgliedsunternehmen zur Teilnahme motiviert haben.
Der Vertrag mit den Betrieben hat eine Laufzeit von vorerst einem Jahr.
Win-Win-Situation für alle Beteiligten
„Bei diesem Konzept können alle Beteiligten nur gewinnen“, erläutert Klaus Walther, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs Congress-Tourismus-Wirtschaft (CTW).
„Der Bevölkerung stehen jetzt in der Würzburger Innenstadt flächendeckend frei zugängliche Toiletten zur Verfügung, die sauber, gepflegt und zum Teil bis spät in die Nacht geöffnet sind.
Die Gastronomen und Händler gewinnen eventuell den einen oder anderen neuen Gast oder Kunden hinzu. Und die Stadt Würzburg muss keine weiteren eigenen öffentlichen Toiletten bauen und betreiben.“
Kostenloser Lageplan
Um das Finden der „netten Toiletten“ zu erleichtern, wird CTW ein kostenloses Faltblatt mit einem entsprechenden Lageplan herausbringen.
Bundesweit kopiertes Konzept aus Aalen
„Nette Toilette“ ist keine originär Würzburger Idee. Entwickelt und umgesetzt wurde sie bereits im Jahr 2001 in Aalen. Inzwischen haben bundesweit über 100 Kommunen das Konzept übernommen, darunter Bremen, Heidelberg, Jena, Kaiserlautern, Lübeck und Tübingen.
Für die Verwendung des Konzepts und des Logos „Nette Toilette“ müssen die Städte eine Lizenzgebühr von 800 bis 1.000 Euro zahlen.





